Rückenaufnahme von zwei in Westen gekleidete Polizisten. © picture alliance/dpa Foto: Silas Stein

Schmierereien mit Bezug zum Krieg in der Ukraine - Staatsschutz ermittelt

Stand: 22.04.2022 14:18 Uhr

"Z"-Symbole, Hakenkreuze und pro-ukrainische Parolen: Der Staatsschutz ermittelt wegen mehrerer Graffiti-Schmierereien in Mecklenburg-Vorpommern, die offensichtlich im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine stehen. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, meldeten Hinweisgeber der Polizei in Neubrandenburg Schmierereien in blau-gelber Farbe im Umfeld des Neuen Friedhofs. Ein Sowjet-Denkmal sei mit Parolen in kyrillischer Schrift besprüht worden, die übersetzt "Ruhm der Ukraine" und "Ruhm den Helden" heißen. Auf einer KZ-Gedenktafel in der Nähe des Friedhofs seien außerdem mehrere blau-gelbe Symbole geschmiert worden, unter anderem ein Hakenkreuz.

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Zeugenhinweise erbeten

Die Polizei geht von einer Tatzeit zwischen Donnerstagabend (14. April) und Dienstagnachmittag (19. April) aus, und bittet Zeugen um sachdienliche Hinweise zu den unbekannten Tätern. Die Stadt habe die Schmierereien mittlerweile entfernen lassen, hieß es. Der Staatsschutz ermittle wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und wegen Sachbeschädigung. Es werde unter anderem geprüft, ob ähnliche Schmierereien an anderen Denkmälern in Deutschland möglicherweise Vorbild für die Aktionen in Neubrandenburg waren.

Boizenburg: Zum dritten Mal "Z"-Symbole gesprüht

Auch in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sucht der Staatsschutz nach Unbekannten. Sie haben in der Nacht zum Freitag eine Brücke mit mehreren Graffiti und Schriftzügen mit Russland-Bezug beschmiert. Darunter seien mit weißer Farbe zwei "Z"-Symbole an eine Überführung der B5 gesprüht worden. Es sei der dritte ähnliche Vorfall innerhalb weniger Wochen in Boizenburg. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft, hieß es.

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NDR 1 Radio MV | 22.04.2022 | 14:00 Uhr

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