Stand: 07.03.2019 07:00 Uhr

Prozessbeginn: Angeklagter gesteht Mord

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Vor dem Schweriner Landgericht muss sich ein 24-Jähriger wegen Mordes verantworten.

Vor dem Landgericht Schwerin hat der 24-jährige Angeklagte gestanden, Anfang September vergangenen Jahres eine 85-jährige Frau im Schweriner Stadtteil Mueß getötet zu haben. Nun droht dem Mann eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes.

Drogenbeschaffung offenbar Hintergrund

Der Mann aus Schwerin hatte eigenen Angaben zufolge an dem Abend Einbrüche geplant, um sich Geld für Drogen zu besorgen. Dazu suchte er sich das Haus des Opfers aus, da alle Rollläden zugezogen waren und der Angeklagte davon ausging, dass niemand zu Hause sei.

Gericht soll Schuldfähigkeit prüfen

Nach Aussage des Angeklagten stand die 85-Jährige Hausbewohnerin, vom Einbruchslärm geweckt, demnach plötzlich mit einem Hammer in der Hand vor ihm. Er habe zunächst mit den Fäusten und später mit dem Hammer auf sie eingeschlagen, erinnere sich jedoch nicht an weitere Einzelheiten. Dem Gericht gegenüber erklärte er, unter Drogen gestanden zu haben.

Wenige Tage nach dem Überfall hatte sich der mutmaßliche Täter der Polizei gestellt, nachdem wegen des brutalen Mordes mehrere Tage großräumig in der Gegend nach ihm gefahndet wurde. Ein Gutachter soll nun klären, inwieweit der Angeklagte schuldfähig ist. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord Raub mit Todesfolge vor. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage geplant, das Urteil wird für Mitte April erwartet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.03.2019 | 07:00 Uhr

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