Ein Nahverkehrszug verlässt einen Bahnhof. © picture alliance/dpa/Bernd Thissen Foto: Bernd Thissen

Pro Bahn kritisiert Pläne für Züge im MV-Look

Stand: 06.07.2021 10:17 Uhr

Nach den Plänen der Landesregierung sind die Nahverkehrszüge aus Mecklenburg-Vorpommern bald im einheitlichen MV-Look unterwegs. Für den Fahrgastverband Pro Bahn ist das bloß Kosmetik.

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert die Pläne des Landes Mecklenburg-Vorpommern für ein neues, einheitliches Design der Nahverkehrszüge. Statt viel Geld für ein landestypisches Aussehen der Züge auszugeben, sollte eher in Qualität und Angebot investiert werden, teilte der Verband mit.

Pro Bahn: Lieber Qualität statt Kosmetik

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) will das Image der Nahverzüge aufpolieren: Nach 2022 sollen die Züge Innen und Außen ein einheitliches Aussehen bekommen - die Bahn rollt dann in einem landestypischen MV-Design über die Schienen. Dem Landessprecher von Pro Bahn, Marcel Drews, ist das zuviel Kosmetik. Für ihn ist Qualität wichtiger: Bequeme Sitze in allen Zügen, Steckdosen und WLAN. Lücken im Angebot müssten geschlossen werden, mehr Spätverbindungen nicht nur am Wochenden gehörten dazu, aber auch Zugstopps in kleineren Städten wie Schwaan könnten Anbindungen vergessen.

Finanzierung aus Mitteln für Bahnstrecken

Ähnliche Kritik gab es bereist von der Linksfraktion im Landtag. Das Verkehrsministerium erklärte, die neuen Züge im landestypischen Design würden die Identität der Mecklenburger und Vorpommern mit ihrem Land und ihrer Bahn stärken. Die Neugestaltung der Zugflotte soll mit Hilfen des Bundes finanziert werden, die für vor allem Zugverbindungen gedacht sind.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.07.2021 | 09:00 Uhr

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