Stand: 14.01.2018 10:31 Uhr

Preissteigerungen: Teures Jahr für Verbraucher

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Der Preis für Heizöl hat sich im Jahr 2017 deutlich verteuert. (Symbolbild)

Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern haben im vergangenen Jahr höhere Preissteigerungen als im Bundes-Durchschnitt hinnehmen müssen. Wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes und des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, betrug die Inflation im Nordosten 2,1 Prozent, in Gesamtdeutschland dagegen nur 1,8 Prozent.

Preise für Heizöl, Butter und Äpfel stark gestiegen

Als ein Kostentreiber erwies sich der Energiesektor. So verteuerte sich Heizöl um 16,7 Prozent und Strom um 2,3 Prozent, während Gas 2,5 Prozent billiger wurde. Auch beim Einkauf im Supermarkt mussten die Menschen bei einigen Produkten wesentlich tiefer in die Tasche greifen. So musste für Butter im November 31,7 Prozent mehr bezahlt werden als ein Jahr davor. Bei den Äpfeln wirkte sich die schlechte Ernte aus: Die Preise kletterten um 34,3 Prozent.

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Kaltmiete macht gut ein Fünftel der Haushaltsausgaben aus

Für Molkereiprodukte und Eier zahlten Konsumenten im Schnitt 12,5 Prozent mehr. Wurstaufschnitt kostete im November 4,8 Prozent mehr als ein Jahr davor, Kaffee 4,2 Prozent. Billiger wurden unter anderem Kartoffeln (minus 12,1 Prozent) und Bananen (minus 6,9 Prozent). Spürbar für viele Mieter dürfte die durschnittlich um 2,2 Prozent gestiegene Durchschnitts-Kaltmiete sein. Zwar fiel der Anstieg vergleichsweise gering aus, doch macht dieser Posten gut ein Fünftel (21 Prozent) der gesamten Ausgaben eines Haushaltes aus.

Kaum Reallohnzuwächse

Wegen der vergleichsweise hohen Inflation hat das vergangene Jahr vielen Mecklenburgern und Vorpommern kaum einen Wohlstandszuwachs gebracht. Die Preissteigerungen wogen die Lohnsteigerungen im Nordosten weitgehend auf: Im dritten Quartal 2017 lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst voll- und teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich bei 2.704 Euro - und damit gerade einmal 2,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.01.2018 | 10:00 Uhr

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