Stand: 11.04.2020 07:44 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Online-Umfragen beleuchten das Lernen zu Hause

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Laut Landesschülerrat entscheidet die soziale Herkunft beim Lernen zu Hause über die Lernbedingungen. (Symbolbild)

Das Lernen zu Hause ist für alle Beteiligten eine Herausforderung: für Schüler, deren Familien und die Lehrer. In Online-Umfragen wollten Landesschüler- und Elternrat und die Gewerkschaft Bildung und Erziehung (GEW) wissen, wie es Schülern, Eltern und Lehrern in Mecklenburg-Vorpommern bis jetzt ergangen ist.

"Soziale Herkunft entscheidend für Lernbedingungen"

Aus Sicht der Schüler-Vertreter hat die soziale Herkunft die Lernbedingungen entscheidend geprägt, seitdem Schulen und Bibliotheken geschlossen haben. Schülerinnen und Schüler müssten beispielsweise in Einraumwohnungen lernen, Geschwister betreuen oder den Eltern helfen, heißt es vom Landesschülerrat. Die Vergleichbarkeit der Bildung sei in dem Moment verloren gegangen, als die digitale Infrastruktur Voraussetzung zum Lernen wurde, sagte Sprecherin Theresia Crone. Vielen Schülern sei es schwer gefallen, ihr Lernen eigenständig zu organisieren. Besonders belastet fühlten sich die angehenden Prüflinge. Sie hätten die Lehrergespräche und Konsultationen zur Vorbereitung vermisst.

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Lehrer empfinden ständige Verfügbarkeit als Last

Für viele Lehrer sei es keineswegs weniger Arbeit, den Unterricht digital vorzubereiten und zu verteilen, als ihn direkt vor der Klasse zu halten. Sie gaben an, sich persönlich per Mail, Telefon oder über Messengerdienste mit ihren Schülern auszutauschen. Darauf waren Schulen und Lehrer nicht gut vorbereitet, findet GEW-Landeschef Maik Walm. So hätten etliche Lehrer bisher keine dienstlichen E-Mail-Adressen gehabt. Die habe das Bildungsministerium zwar nun eingerichtet, leider reiche die Speicherkapazität aber oft nicht aus. Daher habe dann doch über private Mail-Adressen geschrieben werden müssen, wodurch sich Lehrer dann dauerhaft verfügbar fühlten. Die Lehrer wollen Rücksicht darauf nehmen, dass Familien für diese Lernzeit sehr verschieden aufgestellt waren und sind. Kein Schüler soll benachteiligt werden.

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Überforderte Eltern danken Lehrern

Die Mehrheit der 9.500 Eltern, die Auskunft gaben, räumte ein, sich überfordert zu fühlen. Plötzlich waren sie diejenigen, die den Lernstoff strukturieren und kontrollieren mussten. Lob hingegen gab es für die Erreichbarkeit der Lehrer und die Möglichkeit, mit ihnen kommunizieren zu können. Lehrer hätten zum Teil mit unglaublichem persönlichen Einsatz versucht, die Kinder bestmöglich zu begleiten, so Kay Czerwinski vom Landeselternrat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.04.2020 | 12:00 Uhr

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