Stand: 27.11.2018 15:00 Uhr

Neubrandenburg: Karl-Marx-Statue steht wieder

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Die Neubrandenburger Karl-Marx-Statue wurde wieder aufgestellt, wird aber nochmal verhüllt, um sie am 29. November offiziell zu enthüllen.

Der lange Streit um eine Karl-Marx-Statue in Neubrandenburg ist beendet. Seit heute steht die umstrittene 2,20 Meter hohe und knapp 400 Kilogramm schwere Bronzefigur des Berliner Bildhauers Gerhard Thieme unweit des mehrspurigen Friedrich-Engels-Ringes wieder. Endgültig enthüllt wird das Denkmal am 29. November.

Ehepaar will für Kosten aufkommen

Ein Neubrandenburger Ehepaar hat die Kosten von 10.000 Euro für die Wiederaufstellung übernommen. Damit endet ein fast 17 Jahre langer Streit in der Stadtvertretung um die Wiederaufstellung des Denkmals, das 1969 errichtet worden war. Es war 2001 aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. Zunächst hatte es Pläne gegeben, die Statue liegend zu präsentieren. Der Vorschlag löste im Frühjahr eine sehr emotionale Debatte in der Stadtvertretung aus. Der Vorschlag wurde daraufhin verworfen. Stattdessen sollte die Statue aufrecht stehend in der Kunstsammlung präsentiert werden. Aber auch diese Variante stieß auf wenige Freunde.

Zu DDR-Zeiten stand Marx in Neubrandenburg

Das Denkmal des Philosophen und Ökonomen, der mit seinen Hauptwerken "Das kommunistische Manifest" und "Das Kapital" zu einem der einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus wurde, stand bis 2001 in der Neubrandenburger Innenstadt. In der DDR galt Neubrandenburg noch als "sozialistische Bezirksstadt" und der Marktplatz, auf dem das Denkmal stand, war passenderweise nach dem Philosophen benannt. An der Stelle, an der die Statue aufgestellt war, steht heute ein Einkaufszentrum.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.11.2018 | 16:00 Uhr

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