Ein Bundeswehrsoldat nimmt an der Anmeldung für die mobile Corona-Schutzimpfung auf der Ostseeinsel Poel die persönlichen Angaben eines Einwohners auf. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Mobiles Impfteam mit Soldaten - Testlauf auf Poel

Stand: 21.04.2021 13:08 Uhr

Auf der Insel Poel wird zusammen mit der Bundeswehr ein neues Konzept für Corona-Schutzimpfungen erprobt. Dafür wurde in Kirchdorf (Kreis Nordwestmecklenburg) vorübergehend eine Impfstation eingerichtet, die Impfungen ohne vorherigen Termin anbietet.

Am Mittwochvormittag konnten sich zunächst Menschen über 70 Jahre impfen lassen. Am Nachmittag sind Menschen im Alter von 60 bis 69 Jahren an der Reihe, die auf Poel oder in der direkten Umgebung der Insel leben. Die Impfstation in Kirchdorf arbeitet ohne Termine. Das Team besteht aus einem Arzt, einer medizinischen Fachkraft und zwei Bundeswehr-Angehörigen. Die Impfungen wurden in einem Rettungswagen durchgeführt. Für das erste Zeitfenster stand demnach Impfstoff von Biontech/Pfizer für gut 70 Impfungen zur Verfügung. Am Nachmittag könne bis zu 60 Mal mit Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden, hieß es.

Test für mobiles Impfen im ländlichen Raum

Es handele sich um einen ersten Testlauf einer derartigen Zusammenarbeit, sagte der Sprecher des Kreises Nordwestmecklenburg. Der Kreis zog am Mittag ein positives Fazit: "Wir haben gezeigt, dass das funktioniert", so der Kreissprecher. Das Konzept solle nun trotz des guten Auftakts zunächst einmal zurückgestellt werden bis genügend Impfstoff verfügbar sei. Es gebe aber schon viel Interesse von Gemeinden dort ähnliche Aktionen durchzuführen, hieß es. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte in der Vergangenheit gesagt, man wolle mit mobilen Teams und Unterstützung der Bundeswehr in der Fläche zusätzliche Impfangebote schaffen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 20.04.2021 | 14:00 Uhr

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