Stand: 13.01.2019 12:14 Uhr

Meeresmuseum: Schweinswale besser schützen

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Viele Schweinswale verenden als Beifang in Fischernetzen.

Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, Harald Benke, fordert einen besseren Schutz des Schweinswals. Es ist der einzige Wal, der in deutschen Gewässern seine Heimat hat. Die wenigen Tiere in Nord- und Ostsee seien vom Aussterben bedroht. "Wenn man nichts tut, wird es dazu führen, dass wir bald keine Schweinswale mehr in deutschen Gewässern haben", so Benke zu NDR1 Radio MV.

Viele Tiere verenden als Beifang

Der Direktor des Meeresmuseums fordert deshalb Schutzgebiete für die Meeressäuger, in denen Fischerei verboten ist. Denn viele Schweinswale kämen als Beifang in Fischereinetzen um. In der zentralen Ostsee leben derzeit schätzungsweise maximal 500 Schweinswale.

Bedrohung durch Fischernetze, Verschmutzungen und Lärm

Mit maximal zwei Meter Länge gehört der Schweinswal zu den kleinsten Walen. Er bevorzugt die küstennahen, ruhigen Gewässer. Äußerlich unterscheiden sich die Tiere von Delfinen durch die gedrungene Körperform und ihre verkürzte Schnauze. Noch in den 1930er-Jahren konnten Schweinswale in deutschen Gewässern häufig beobachtet werden. Heute machen den Meeressäugern Fischernetze, Verschmutzungen und zunehmender Lärm auf hoher See zu schaffen, so Benke weiter.

Sonderbriefmarke bei der Deutschen Post erhältlich

Um auf die Gefährdung dieser heimischen Walart aufmerksam zu machen, hat das Bundesfinanzministerium eine Sonderbriefmarke "Der Schweinswal - gefährdete deutsche Walart" aufgelegt. 46 Millionen Exemplare soll es davon geben. Die Briefmarke hat einen Wert von 45 Cent und ist in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich .

Weitere Informationen

Stralsund: Schweinswal bekommt Sonderbriefmarke

Im Ozeaneum in Stralsund ist die Sonderbriefmarke für den Schweinswal vorgestellt worden. Das Tier ist die einzige Walart, die in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee heimisch ist. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Mittagsschau kompakt | 13.01.2019 | 12:00 Uhr

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