Stand: 19.03.2019 17:35 Uhr

MV und Brandenburg wollen enger zusammenarbeiten

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In Wittenberge haben Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wollen weiterhin auf die Förderung ländlicher Regionen setzen. Die SPD-Regierungschefs beider Länder, Manuela Schwesig und Dietmar Woidke, sprachen sich bei einem gemeinsamen Kabinettstreffen am Dienstag in Wittenberge dagegen aus, Fördermittel allein auf die Städte zu konzentrieren. "Natürlich müssen wir die wirtschaftlichen Zentren weiter stärken", teilte Schwesig mit, "aber das darf nicht dazu führen, dass die ländlichen Räume abgehängt werden."

Zusammenarbeit auf mehreren Feldern

Beide Kabinette vereinbarten zudem eine engere Zusammenarbeit bei deutsch-polnischen Themen. Die Bahnstrecke Angermünde-Stettin soll bis 2026 zweigleisig ausgebaut werden. Brandenburg will dafür auch Gelder bereitstellen. In Anklam ist eine Koordinierungsstelle beider Bundesländer geplant, die die Zusammenarbeit mit der Woiwodschaft Stettin eng kooperieren soll.

Beim Bund wollen sich beide Länder dafür einsetzen, Mobilfunk-Versorgungslücken zu schließen. Im Bereich Gesundheit wurde darüber beraten, wie in ländlichen Gebieten die Arztversorgung über die Landesgrenzen hinweg verbessert werden kann.

Schüler im Grenzgebiet sollen zur nächstgelegene Schule

Außerdem soll es wieder einen Lastenausgleich für Schüler des jeweiligen Nachbarlandes geben. Damit soll die Finanzierung geklärt, wenn Schüler aus dem einen Bundesland auf eine Schule im anderen Land gehen. Dies betrifft etwa eine Schule in Penkun im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Durch die Regelung soll es möglich werden, die näher gelegene Schule zu besuchen - ob in Mecklenburg-Vorpommern oder in Brandenburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.03.2019 | 17:10 Uhr

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