Spaziergänger sind am Ostseestrand von Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) unterwegs, der leicht bewölkte Himmel lässt bei eher herbstlichen Temperaturen immer wieder mal die Sonne durch. © dpa bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

MV-Gipfel: Tourismusbranche fordert Perspektiven für den Winter

Stand: 28.11.2020 17:17 Uhr

Die Landesregierung hat am Sonnabend mit Vertretern aus Kommunen, Wirtschaft und Spitzenverbänden über die Corona-Maßnahmen beraten. Tourismus-Vertreter hatten zuvor eine Entscheidung im Land gefordert.

Der Landestourismusverband hat kurzfristig rund 350 Betreiber von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen befragt. Mehr als 80 Prozent sprachen sich demnach gegen eine Wiedereröffnung zwischen dem 21. Dezember und dem Jahreswechsel aus, dies sei - nur für Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern - nicht wirtschaftlich, hieß es. Fast 40 Prozent befürworteten eine verlängerte Schließung bis Ende Januar und darüber hinaus, wenn dafür entsprechende Entschädigungen in Aussicht gestellt werden. Stattdessen wünsche man sich eine längerfristige Perspektive für den Winter anstatt der bereits angekündigten Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember.

Hotellerie- und Gastronomiebranche auf staatliche Hilfen angewiesen

Derzeit spitzt sich die wirtschaftliche Lage in der Branche weiter zu: Jeder zweite Befragte im Tourismus sei derzeit auf staatliche Hilfen angewiesen. Verbands-Geschäftsführer Tobias Woitendorf sagte: Wie auch entschieden wird, wichtig sei eine Entscheidung. DEHGOA Chef Lars Schwarz sagte hingegen NDR 1 Radio MV, dass man von den Ergebnissen von Mittwoch ernüchtert sei. Er gehe mit Konzepten für mögliche Öffnungen in den MV Gipfel. Denn andernorts - in Hessen beispielsweise - dürfen Hotels über Weihnachten öffnen.

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Landesregierung entscheidet über Beschlüsse der Bund-Länder-Gespräche

Ziel der Sitzung des MV-Gipfels am Sonnabend waren Beschlüsse und eine Novelle der neuen Corona-Landesverordnung. Die Entscheidungen aus der Bund-Länder-Runde von Mittwoch sind bislang noch nicht in eine Verordnung für das Land eingeflossen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte bereits angekündigt, dass Mecklenburg-Vorpommern im Bereich des Einzelhandels von der Bund-Länder Einigung abweichen wird. So gilt die neue, strengere Beschränkung, wie viele Kunden pro Quadratmeter zeitgleich in die Läden dürfen, in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Indes meldete das zuständige Landesamt am Sonnabendnachmittag 88 neue Corona-Fälle - ein leichter Rückgang der Zahl der Neuinfektionen im Nordosten im Vergleich zum Vortag und zur Vorwoche.

Corona in MV
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.11.2020 | 18:00 Uhr

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