Stand: 15.01.2020 05:18 Uhr

Kontroverse um Maßnahmen gegen Schulschwänzen

Bettina Martin © Cornelius Kettler Foto: Cornelius Kettler
Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Martin sieht beim Thema Schulschwänzen auch die Eltern in der Pflicht. (Archivbild)

Die Linksfraktion hat von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) stärkere Anstrengungen im Kampf gegen das Schulschwänzen gefordert. Hintergrund ist die steigende Zahl der unentschuldigten Fehltage. Rund 6.000 Schüler haben im vergangenen Schuljahr die Schule geschwänzt.

Regionale Schulen besonders betroffen

Das sind 500 mehr als noch im Jahr zuvor. Besonders verbreitet ist das Schulschwänzen in der Regionalen Schule, das Schulamt Rostock registrierte bei fast jedem zehnten Regionalschüler Fehltage. Rund 2.000 Schüler fehlten länger als fünf Tage. Die Bildungsexpertin der Linken, Simone Oldenburg, erklärte, nur Statistiken zu führen, bringe nichts. Den Schülern müsse Hilfe angeboten werden. Das Programm "Schulverweigerung - die 2. Chance" sei aber ausgelaufen, es müsse dringend wieder aufgelegt werden.

Bildungsministerin: "Anzeichen erkennen"

Bildungsministerin Martin sagte, Eltern müssten darauf achten, dass die Schulpflicht erfüllt werde. Es gehe darum, erste Anzeichen von Schwänzen zu erkennen. Am Ende könne auch die Polizei verständigt werden, um Dauer-Schwänzer in die Schule zu schaffen. Das sei im vergangenen Jahr aber nicht vorgekommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.01.2020 | 07:30 Uhr

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