Polizeiauto © panthermedia Foto: huettenhoelscher

Kindesmissbrauch: Mehrjährige Haftstrafe für 36-jährigen Ueckermünder

Stand: 21.10.2021 16:47 Uhr

Ein 36 Jahre alter Mann aus Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist vor dem Landgericht Neubrandenburg zu einer Haftstrafe von acht Jahren und neun Monaten wegen Kindesmissbrauch verurteilt worden. Er soll einen Jungen 2019 mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Die Taten stehen im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex von Münster.

Der Mann soll von Januar bis Juli 2019 einen damals neunjährigen Jungen mehrfach sexuell missbraucht haben. Dafür sei das Kind von dessen Ziehvater aus Nordrhein-Westfalen nach Vorpommern gebracht worden. Die Männer hatten sich über das Internet zu den Taten verabredet und Fotos und Videos von den Taten ausgetauscht, so das Gericht bei der Urteilsverkündung. Durch Chat-Verläufe waren die Ermittler dem Täter auf die Spur gekommen. Der Täter sei uneingeschränkt schuldfähig. Das hatte ein psychiatrisches Gutachten ergeben. Über eine mögliche Sicherheitsverwahrung wird spätestens sechs Monate vor Ende der Haftstrafe entschieden.

Fall steht in Zusammenhang mit Missbrauchskomplex Münster

Der Ziehvater des Jungen gilt als Drahtzieher im Missbrauchskomplex von Münster. Das Kind sei von diesem auch in andere Bundesländer gebracht worden und weiteren Tätern überlassen worden. Laut Polizeiangaben gibt es im Zusammenhang zum Missbrauchsskandal-Münster insgesamt 54 Verdächtige. Das Verfahren gegen den 36-Jährigen aus Ueckermünde ist in diesem Zusammenhang der einzige Fall in Mecklenburg-Vorpommern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.10.2021 | 17:00 Uhr

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