Stand: 30.03.2020 16:26 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Keine größeren Hochwasserschäden in MV

In Wismar waren die Wasserstände durch das Hochwasser der Ostsee zeitweise rund 1,4 Meter höher als normal angestiegen.

Im Zuge des Hochwassers an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern waren die Wasserstände in der Nacht zum Sonntag teils deutlich angestiegen, größere Schäden nach ersten Erkenntnissen aber ausgeblieben. In Wismar stiegen die Wasserstände am späten Sonntagvormittag nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf mehr als 1,40 Meter über Normal. In Greifswald wurden 1,31 Meter und in Warnemünde 1,16 Meter über dem mittleren Wasserstand gemessen.

Wismar: Straßen in Hafennähe überschwemmt

Einige Straßen in Hafennähe in Wismar wurden überschwemmt. Die Stadtverwaltung hatte Anwohner aufgerufen, ihre Fahrzeuge aus dem Hafengebiet und den gefährdeten Bereichen in der Altstadt zu entfernen. Zudem wurden Sandsäcke ausgegeben. In Warnemünde drückte die Sturmflut die Ostsee an manchen Stellen bis kurz vor die Dünen.

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Pegelkarte für Mecklenburg-Vorpommern

Wie hoch steht das Wasser in Flüssen und an Küsten Mecklenburg-Vorpommerns? Das Pegelportal des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie gibt Antworten. extern

 

Die Insel Poel traf es am schlimmsten. Aus der Mole am Hafen in Timmendorf brach das Wasser Findlinge heraus. Zwischen den Orten Am Schwarzen Busch und Gollwitz im Norden der Insel stürzten mehrere Bäume von der Steilküste auf den Strand. Die Sturmflut höhlte die Küste aus und schwemmte Sand weg. Auch in Boltenhagen ließ der Wind mehrere Bäume an der Düne umkippen und trug Sand ab. Das Hochwasser hat in einigen Küstenregionen die Strände schmaler werden lassen, beispielsweise im Norden von Usedom und auf Rügen.

Keine Schäden in der Region Rostock

In den Städten Wismar, Rostock und Greifswald gab es keine Schäden, die Feuerwehr musste nur in Warnemünde ausrücken. Hier haben die Einsatzkräfte einen vollgelaufenen Keller ausgepumpt. Auch die Region Rostock kam glimpflich davon. Wie der Sprecher des Landkreises Rostock sagte, seien vier Bäume, ein Bauzaun und ein Telefonmast umgestürzt. In Rostock stand gegen am Mittag der Verbindungsweg kurzzeitig unter Wasser. In der Altstadt fielen einige Dachziegel auf die Straße, Teile des Stadthafens standen unter Wasser. Zu einer Sperrung sei es aber nicht gekommen, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.03.2020 | 13:00 Uhr

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