Einige Fische schwimmen in der Ostsee an alter Munition vorbei.

Kampfmittel in der Ostsee - Gefahr soll gebannt werden

Stand: 06.05.2021 10:31 Uhr

Auch 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs sind mehr als 15.000 Quadratkilometer Fläche in Mecklenburg-Vorpommern kampfmittelbelastet. Der Landtag hat sich heute einstimmig dazu entschieden, diese Gefahr anzugehen.

Rund 300.000 Tonnen konventionelle Munition liegen aktuell in der Ostsee. Dazu kommen rund 42.000 bis 64.000 Tonnen chemische Kampfstoffmunition. Laut SPD-Parlamentarierin Martina Tegtmeier muss das Problem gelöst werden, damit es uns nicht wortwörtlich um die Ohren fliegt. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer sprach von einem Jahrhundertproblem. Für den Abgeordneten Marc Reinhardt (CDU) ist die Kampfmittelräumung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Und der Linke Abgeordnete Wolfgang Weiß betonte, es sei egal wer den Stein ins Rollen gebracht habe, Hauptsache, er rolle und das Problem werde angegangen.

Forderung einer Landes-Management-Stelle zur Risikobewertung

Durch alle Fraktionen hinweg wurde der Antrag der Linksfraktion angenommen: Demnach soll die Landesregierung das Problem bei den kommenden Ostseekonferenzen - national und international - thematisieren. Die Verantwortung für die Munitionsbergung solle künftig beim Bund gebündelt werden. Außerdem fordern die Abgeordneten eine Landes-Management-Stelle, die das konkrete Risiko der Munition in Mecklenburg-Vorpommern bewerten soll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.05.2021 | 11:00 Uhr

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