Geflüchtete aus der Ukraine überqueren den polnisch-ukrainischen Grenzübergang in Medyka. © dpa/AP Foto: Sergei Grits

Heimkinder aus der Ukraine warten auf Einreise nach MV

Stand: 20.04.2022 17:30 Uhr

50 Heimkinder aus der Ukraine sollen nach Güstrow kommen. Aktuell sind sie noch an der ukrainisch-polnischen Grenze und warten auf eine Genehmigung.

Wie der Verein "Kindern-Träume-schenken" aus der Nähe von Rostock berichtet, sagt das Land Mecklenburg-Vorpommern, dass die Aufnahme-Kapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern zur Zeit erschöpft seien. Der Landkreis Rostock sei dazu mit dem Land und den zuständigen Sozialverbänden im Austausch. Dort müsse schlussendlich die Entscheidung getroffen werden und der Landkreis richte sich dann danach, sagte ein Sprecher des Landkreises.

Landkreis hat Vorgriffsrecht auf Jugendherberge

Dabei hat der Verein vor Ort schon viel organisiert: "Die Jugendherberge, die uns der Deutsche Jugendherbergsverband in Güstrow angeboten hat, wäre optimal. Wir haben in Rostock viele ukrainisch-stämmige Menschen wohnen, die bei Integration und Übersetzung helfen könnten. Und die Jugendherberge steht aktuell leer. Das Problem ist, dass der Landkreis auf die Jugendherberge ein Vorgriffsrecht hat, auch wenn sie die Jugendherberge aktuell nicht benötigen", bemängelt der Vorsitzende des Vereins, Sören von Nolting.

Grünes Licht vom Land notwendig

Vormund der Kinder ist der ukrainische Staat. Die offiziellen Stellen möchten, dass bei der Ausreise alles seinen offiziellen Gang geht und sicher gestellt ist, dass die Kinder in Mecklenburg-Vorpommern gut unterkommen. Darum ist das grüne Licht vom Land, beziehungsweise vom Landkreis notwendig. Nachdem die Kinder schon etwa 1.500 Kilometer zu Fuß und per Zug durch die Ukraine zurück gelegt haben, sind sie zur Zeit in einem ehemaligen Sanatorium untergebracht. Dort können sie aber nicht mehr lange bleiben, so der Vorsitzende des Vereins von Nolting.

Am Dienstag hatte sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Anne Shepley bei "Kinder-Träume-schenken" gemeldet und Hilfe angeboten. In den kommenden Tagen wird also weiter diskutiert werden, ob die Kinder nicht doch noch nach Güstrow kommen können.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 20.04.2022 | 14:00 Uhr

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