Stand: 27.02.2017 07:29 Uhr

Gerichtsreform im Nordosten abgeschlossen

Bild vergrößern
Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) sieht Vorteile in den größeren Einheiten.

Mit der Schließung des Amtsgerichts Ribnitz-Damgarten am Montag ist die 2013 beschlossene Gerichtsstrukturreform in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen. Von den ehemals 21 Amtsgerichten sind zehn verblieben. Sechs Amtsgerichte sind zu Zweigstellen umgewandelt geworden. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) bezeichnete die Justizstruktur im Nordosten damit als zukunftsfest.

Hoffmeister will neue Bezirke besuchen

Mit den größeren Amtsgerichtseinheiten könnten Richter und Mitarbeiter Belastungen durch Vertretungssituationen besser auffangen, so die Justizministerin. Zudem seien eher Spezialisierungen möglich. Hoffmeister will in den kommenden Wochen alle zehn zum Teil neu zugeschnittenen Amtsgerichtsbezirke besuchen. Dabei wolle sie erfahren, wo der Übergang in die neue Struktur vorübergehend Engpässe hervorgerufen habe.

Richterbund: Keine Zukunft für Zweigstellen

Um den Umbau der Gerichtsstrukturen war jahrelang heftig diskutiert worden. Ein Bürgerentscheid gegen die Reform scheiterte 2015 allerdings an zu niedriger Beteiligung. Kritik hatte es vom Richterbund gegeben. Dessen Vorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, Axel Peters, sagte, die Einrichtung der sechs Zweigstellen bewähre sich nicht. Es gebe dort keine Verwaltung, die diese Einheiten führt. Damit sei auch ein Ende der Zweigstellen absehbar, so Peters.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.02.2017 | 06:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:34
Nordmagazin

Sportlerehrung im Rostocker Rathaus

24.02.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
28:58
Nordmagazin

Nordmagazin live von der Sportgala

24.02.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
01:36
Nordmagazin

Das Wetter

24.02.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin