Früherer Landestourismus-Chef Bernd Fischer gestorben

Stand: 16.11.2020 15:03 Uhr

Der ehemalige Geschäftsführer des Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommerns, Bernd Fischer, ist tot. Er starb am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren.

Der Name Bernd Fischers ist fest verbunden mit der Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. 25 Jahre lang führte er die Geschäfte des Verbandes. Er war maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass die Übernachtungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern über Jahre stetig stiegen und das Land inzwischen als beliebtestes deutsches Urlaubsziel der Menschen in Deutschland gilt.

Von der Marine zum Tourismus

Geboren wurde Bernd Fischer in Thüringen. Bis 1990 arbeitete er bei der Volksmarine der DDR. Nach der Wiedervereinigung begann Bernd Fischer eine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann. Es folgten ein Studium und die Arbeit beim Landestourismusverband. Einer seiner Erfolge war es, den G8-Gipfel der Regierungs- und Staatschefs der weltweit wirtschaftsstärksten Staaten in Heiligendamm im Jahr 2007 unter anderem mit einem XXL-Strandkorb zu vermarkten. In ihm nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel zwischen dem damaligen US-Präsidenten Georg Bush und Russlands Präsidenten Wladimir Putin Platz.

Werbung im Ausland

Politiker sitzen in einem großen Strandkorb. © picture-alliance/ dpa Foto: Oliver Berg
Mit einem XXL-Strandkorb brachte sich Mecklenburg-Vorpommern während des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm weltweit ins Gespräch.

Fischer warb immer wieder um mehr internationale Gäste für Mecklenburg-Vorpommern. Er schloss zum Beispiel Kooperationen mit Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und den Ostseeanrainerstaaten. Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD), zugleich Präsidentin des Tourismusverbandes, würdigte den Verstorbenen. Fischer habe sich leidenschaftlich und unermüdlich für den Tourismus eingesetzt.

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