Stand: 27.02.2020 14:07 Uhr

Freiheitsstrafe im Fall von Kindesmissbrauch

Justitia. © imago Foto: Ralph Peters
Weil der Angeklagte geständig war, musste das Opfer vor Gericht nicht aussagen.

Zu 4 Jahren und 11 Monaten Haft hat das Landgericht Schwerin einen Berufskraftfahrer verurteilt. Der 44-Jährige hatte gestanden, seine Tochter mehrfach missbraucht zu haben. Gericht und Anwälte hatten sich zuvor abgesprochen: Weil der Angeklagte gestanden hatte musste das Opfer nicht vor Gericht aussagen. Die Richter sprachen deshalb ein milderes Urteil.

Tochter schwer traumatisiert und in Behandlung

Über ein halbes Jahr lang habe er sich an seiner Tochter vergangen, gestand der Berufskraftfahrer. Beim ersten Missbrauch war das Mädchen 12 Jahre alt. Dass seine Tochter schwanger werden könnte, daran habe er nie gedacht. Um sie zum Schweigen zu bringen hatte er sie auch bedroht. Das Mädchen hatte in seiner Not mehreren Mitschülern erzählt, dass der Vater es zum Sex zwinge. Als die Sozialarbeiterin der Schule davon erfuhr, zeigte sie den Mann an. Das heute 13-jährige Mädchen ist schwer traumatisiert und wird seit über vier Monaten stationär in einer psychatrischen Klinik behandelt. Nach Ansicht der Ärzte ist ein Ende der Behandlung nicht abzusehen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.02.2020 | 14:07 Uhr

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