Stand: 10.10.2018 19:51 Uhr

Emma: Sachverständiger soll Todesumstände klären

Nach dem Tod der dreijährigen Emma aus Wolgast hat die Staatsanwaltschaft Stralsund einen Sachverständigen hinzugezogen. Unter anderem soll die Temperatur des Wassers, mit dem das Mädchen verbrüht wurde, geklärt werden.

Ein Krankenwagen.

Ermittlungen zu Tod von Dreijähriger in Wolgast

NDR//Aktuell -

In Wolgast ist ein dreijähriges Mädchen an den Folgen von Verbrühungen gestorben. Seine Mutter hatte offenbar keinen Krankenwagen gerufen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Verbrühungen: Unfall oder Vorsatz?

Messungen zufolge komme das Warmwasser mit fast 60 Grad Celsius aus dem Wasserhahn der Wohnung, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Sascha Ott. Nun müsse geklärt werden, ob diese Temperatur für eine Verbrühung des Kindes ausgereicht hat und warum die Mutter keinen Arzt rief, als sie die Verbrennungen festgestellt hatte. Die Mutter wolle sich zu den Todesumständen derzeit nicht äußern, so Ott.

Mutter und Vater schweigen

Die 27-Jährige habe von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, hieß es. Auch der Vater äußerte sich vor Gericht nicht. Die Mutter hatte angegeben, ihr Kind gebadet und es danach ins Bett gelegt zu haben. Am darauffolgenden Morgen war das Kind tot. Eine Obduktion hatte ergeben, dass Emma infolge der Verbrennungen einen Schock erlitt, der zu Herz-Kreislauf-Versagen und zum Tod des Mädchens geführt habe.

Jugendamt: Keine Anhaltspunkte für Gefährdung

Das Jugendamt des Kreises hatte zuletzt keine Anhaltspunkte, dass das Mädchen und ein Neugeborenes gefährdet sein könnten. Informationen von Dritten, wie etwa von Ärzten und Nachbarn, habe es nicht gegeben, so Sozialamtsleiter Gerd Hamm gegenüber NDR 1 Radio MV. Somit sei die Behörde davon ausgegangen, dass die Familie in stabilen Verhältnissen lebt. Nach dem Tod der Dreijährigen hat das Jugendamt ein drei Monate altes Geschwisterkind in Obhut genommen. Zwei ältere Kinder der Mutter leben seit längerem in Pflegefamilien.

Weitere Informationen

Totes Kind: Jugendamt sieht keine Versäumnisse

Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens in Wolgast sieht das zuständige Jugendamt keine Versäumnisse. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit weiter gegen die Mutter. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.10.2018 | 19:00 Uhr

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