Stand: 22.08.2018 21:00 Uhr

Denkmalpreis für Finder des Blauzahn-Schatzes

Bild vergrößern
Kultusministerin Birgit Hesse setzte sich zum ersten Mal bei der Vergabe des Denkmalpreises über die Jury hinweg. (Archivbild)

Der vom Kulturministerium Mecklenburg-Vorpommerns vergebene Landes-Denkmalpreis geht in diesem Jahr an "De Ackerlöper", eine Gruppe ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger auf Rügen. Damit setzt sich Ministerin Birgit Hesse (SPD) über die Vorschläge der Jury hinweg. Die Fachleute hatten ganz andere Preisträger vorgeschlagen.

Erstmals Entscheidung gegen die Jury

Kultusministerin Hesse teilte auf Nachfrage des NDR mit, es sei das erste Mal in der Geschichte des Preises, dass die Ministeriumsspitze die Entscheidung der Jury nicht berücksichtige. Kritik daran wies die SPD-Politikerin zurück: Die Vorschläge der Fachleute hätten nur Empfehlungscharakter.

Hobby-Archäologen fanden Blauzahn-Schatz

Allerdings waren die Hobby-Archäologen von "De Ackerlöper" ursprünglich gar nicht für den Preis vorgeschlagen. Nur eines ihrer Mitglieder, der 13-jährige Luca Malaschnitschenko. Er hatte im Frühjahr für Aufsehen gesorgt, als er auf einem Acker bei Schaprode auf einen Silberschatz aus der Wikingerzeit stieß. Die Jury wollte dem Jungen dafür den Nachwuchspreis verleihen. Stattdessen die gesamte Gruppe mit dem Hauptpreis auszuzeichnen, sei ein guter Weg, so Hesse. Zum einen werde das Engagement der Gruppe gewürdigt und zum anderen auch das des jugendlichen Finders. Zumal es für archäologische Funde keinen Finderlohn gebe.

Verliehen wird der Denkmalpreis des Landes am 9. September. Dotiert ist der Hauptpreis mit 4.000 Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.08.2018 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

04:14
Nordmagazin
03:31
Nordmagazin