Stand: 14.09.2020 18:06 Uhr

Corona beeinträchtigt Bildungseinrichtungen in MV

Eine Schutzmaske fliegt über Menschensilhouetten. (Symbolbild) © photocase.de/panthermedia Foto: Christoph Thorman,  Gemini13
An drei Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern macht das Coronavirus derzeit Probleme. (Symbolbild)

An drei Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern macht das Coronavirus derzeit Probleme. Gleich sieben Infektionen wurden bei Lernenden der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow festgestellt. Der komplette Ausbildungsjahrgang mit 42 Azubis sei bis Ende dieser Woche zu Hause, außerdem fünf Lehrkräfte und zwei externe Dozenten, sagte die Sprecherin der Hochschule.

Güstrow: Sechs infizierte Verwaltungs-Azubis

Sechs Infizierte in Güstrow sind Auszubildende der Verwaltung. Der siebte Fall sei eine junge Polizistin, die sich bei Feststellung der Infektion schon länger wieder an ihrem Heimatort in Niedersachsen aufgehalten habe. Deshalb habe dieser Fall keine Auswirkung auf den Lehrbetrieb in Güstrow. Die Verwaltungs-Azubis waren den Angaben zufolge gemeinsam auf Studienfahrt gewesen. Ein Teilnehmer sei am vergangenen Dienstag positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Sprecher des Landkreises Rostock. Bei weiteren fünf Mitreisenden wurde das Virus demnach später nachgewiesen. Bis auf die Quarantäne laufe der Lehrbetrieb in Güstrow normal weiter, sagte die Sprecherin der Hochschule. Die 42 betroffenen Auszubildenden entsprechen den Angaben nach knapp vier Prozent aller Studierenden und Lernenden dort.

Ueckermünde: Schulklasse nach Prag-Ausflug in Quarantäne

Wegen eines Tagesausflugs nach Prag ist eine komplette Schulklasse des Gymnasiums in Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) in Quarantäne geschickt worden. Die 22 Schüler und zwei Lehrer waren auf Klassenfahrt in Dresden und kamen Ende vergangener Woche zurück, wie eine Sprecherin des Landkreises am Montag erklärte. Im Zuge der Klassenfahrt habe der Tagesausflug in die tschechische Hauptstadt stattgefunden. Da Prag vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft worden sei, seien die Jugendlichen und die beiden Pädagogen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Sie seien gleich bei ihrer Ankunft am vergangenen Freitag getestet worden. Das Ergebnis sei bei allen negativ. Ein zweiter Test folge am Donnerstag.

Greifswald: Positiv getestete Schülerin der Wirtschaftsakademie

Und in Greifswald wurde bei einer Schülerin der Wirtschaftsakademie Nord das Coronavirus nachgewiesen. Ihre Berufsschulklasse mit 15 Schülern sowie fünf Lehrern seien nach Bekanntwerden des Falls Ende vergangener Woche in Quarantäne geschickt worden, sagte die Landkreis-Sprecherin. Auch ein erster Test bei den Wirtschaftsschülern in Greifswald sei negativ ausgefallen. Ein zweiter Test solle in Lauf dieser Woche vorgenommen werden.

MV mit den bundesweit niedrigsten Infektionszahlen

Von Samstag bis Montag sind in Mecklenburg-Vorpommern zehn neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Hälfte davon entfiel auf den Landkreis Vorpommern-Greifswald, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock berichtete. Die Zahl der seit März nachweislich mit Sars-CoV-2 infizierten Menschen im Nordosten stieg auf 1.064. Mit 66 registrierten Fällen je 100.000 Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern von allen Bundesländern bislang am geringsten von Coronavirus-Infektionen betroffen. Bundesweit sind es 313 Fälle je 100.000 Einwohner.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 14.09.2020 | 18:00 Uhr

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