Stand: 03.09.2020 14:44 Uhr

Corona: Marderhunde können Infektionsbrücke sein

Eine Luftaufnahme des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems. © Friedrich-Loeffler-Institut Foto: Walter Graupner
Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems bei Greifswald forschen zu Nutztieren und SARS-CoV-2. (Archivbild)

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat neue Infektionsstudien vorgestellt. Darin wurde untersucht, inwieweit verschiedene Nutztiere das Sars-CoV-2-Virus verbreiten können. Die erste experimentelle Infektionsstudie bei Rindern hatte jüngst gezeigt: Diese Tiere weisen nur eine geringe Vermehrung des Virus auf und scheinen daher als Infektionsquelle für den Menschen nicht relevant zu sein.

Studie: Marderhunde können Infektionsbrücke zum Menschen sein

Anders sieht es bei Marderhunden aus. Hier zeigen die Ergebnisse, dass die Pelztiere infizierbar sind. Sie können laut Studie selbst nicht krank werden, aber den Erreger an Artgenossen weitergeben. Damit kommt der Marderhund nach Einschätzung von Professor Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, auch als Infektionsbrücke zwischen Fledermaus und Mensch in Betracht.

In China werden Marderhunde in Pelztierfarmen gehalten

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 03.09.2020 | 14:00 Uhr

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