Stand: 04.11.2019 04:54 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Bürgermeisterwahl Stavenhagen: Stichwahl nötig

Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum mit dem Denkmal in doppelter Lebensgröße davor (1911, Wilhelm Wandschneider) in Stavenhagen (Kreis Demmin). © dpa/ZB Foto: Bernd Wüstneck
In der Reuterstadt wird ein neuer Bürgermeister gewählt. (Archivbild)

In Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) wird eine Stichwahl über die Neubesetzung des Bürgermeisteramtes nötig. Nach Angaben der Wahlleitung setzten sich bei der Wahl am Sonntag die bisher stellvertretende Bürgermeisterin Berit Neumann und der Polizist Stefan Guzu (beide parteilos) gegen sechs andere Bewerber durch. Auf Guzu, der auch ehrenamtlicher Bürgermeister im benachbarten Ivenack ist, entfielen 30,7 Prozent; auf die parteilose Neumann 30,3 Prozent der Stimmen.

Stichwahl am 17. November

Die Wahlbeteiligung habe bei 56 Prozent gelegen. Rund 4.700 Personen waren wahlberechtigt. Die Stichwahl findet am 17. November statt. Die Bürgermeister-Wahl ist nötig, weil der bisher dienstälteste Bürgermeister Mecklenburg-Vorpommerns im Hauptamt - Bernd Mahnke (parteilos) - sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufgegeben hatte.

Ex-Bürgermeister zuletzt lange krank geschrieben

Mahnke ist eigentlich bis 2021 gewählt. Er begründete sein Rücktrittsgesuch unter anderem mit dem Erreichen des Rentenalters. Zuvor war er seit Monaten krank geschrieben. Im vergangenen Dezember war er zum zweiten Mal von der Polizei bei einer Autofahrt alkoholisiert gestoppt worden. Mahnke hatte anschließend eine Therapie begonnen und wollte ursprünglich auf den Posten zurückkehren.

Mehr als 30 Jahre im Amt

Mahnke ist seit 1985 Bürgermeister in der Reuterstadt mit ihren 5.800 Einwohnern - und war damit der dienstälteste hauptamtliche Bürgermeister im Land. Stavenhagen hatte nach 1990 durch größere Firmenansiedlungen einen wirtschaftlichen Aufschwung erzielt, den auch politische Gegner Mahnke hoch anrechnen. 2001 musste er die Schließung des Bundeswehrstandortes Basepohl managen und zuletzt Steuerrückzahlungen der Stadt von mehr als 44 Millionen Euro umsetzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.11.2019 | 08:00 Uhr

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