Stand: 12.08.2019 11:24 Uhr

Bombenentschärfung: Stettiner Haff wieder frei

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Auf dem Grund der Ostsee schlummert noch immer viel Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. (Archivbild)

Im Stettiner Haff sind am Montagvormittag zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich geborgen worden. Spezialschiffe der polnischen Marine nahmen die britische und die deutsche Bombe an Bord und transportierten sie ab. Beide Bomben sollen in einem militärischen Sperrgebiet in der Ostsee gesprengt werden.

Gebiet weiträumig abgesperrt

Das betroffene Gebiet im Stettiner Haff wurde für die Bergungsarbeiten für mehr als fünf Stunden weiträumig von der Wasserschutzpolizei und den Ordnungsbehörden abgesperrt. Es war bereits die zweite Bergung von Bomben aus dem Zweiter Weltkrieg innerhalb von vier Wochen.

Britische Luft-See-Mine und deutsche Bombe

Bei den Sprengkörpern handelt es sich nach Angaben eines Sprechers des Landkreises Vorpommern-Greifswald um eine 2,70 Meter lange britische Luft-See-Mine mit 400 Kilogramm Sprengstoff sowie eine kleinere deutsche Bombe mit 105 Kilogramm Sprengstoff. Sie seien abgeworfen worden, um die Schifffahrt zu stören, hieß es. Sie könnten für Schiffe und Fischer heute noch gefährlich sein.

Erst kürzlich Fliegerbombe entschärft

Nach der Bergung will die polnische Marine die beiden Bomben über die sogenannte Kaiserfahrt zwischen Alt- und Neuwarp in Richtung Ostsee transportieren. In einem militärischen Übungsgebiet vor der Küste Swinemündes sollen die Bomben dann gesprengt werden. Bereits vor rund vier Wochen hatten Spezialisten eine 750 Kilogramm schwere Fliegerbombe im Stettiner Haff geborgen und erfolgreich gesprengt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.08.2019 | 14:00 Uhr

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