Stand: 23.07.2019 14:43 Uhr

Bauern in MV blicken zuversichtlich auf Ernte

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Derzeit laufen in MV die Raps- und Weizenernte. Die Landwirte rechnen mit guten Erträgen. (Archivbild)

Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern rechnen in diesem Jahr mit einer durchschnittlich guten Ernte. Gerade begonnen haben die Raps- und die Weizenernte. Die Aussichten würden auf gute Betriebsergebnisse hoffen lassen, sagte Bauernpräsident Detlef Kureck am Dienstag in Penkun (Landkreis Landkreis Vorpommern-Greifswald). Noch sei die Ernte in vollem Gange, aber die Erträge liegen nach seinen Worten deutlich über denen des vergangenen Jahres. Besonders gut steht derzeit der Mais. Die Bedingungen bei der Aussaat waren gut.

Weniger Raps angebaut als noch in den Vorjahren

Die Bauern haben in diesem Jahr deutlich weniger Raps angebaut als noch in den Vorjahren. Ursache dafür sind zum einen die witterungsbedingt schlechten Erntejahre 2017 und 2018. Hinzu kommen die restriktiven Vorgaben der Europäischen Union. Die verlangt beispielsweise, dass der Raps gegen Schädlinge nicht mehr gebeizt wird. Dadurch würden die Erträge geringer ausfallen, so Kureck.

Konkurrenz aus China und Amerika

In diesem Jahr kommt erschwerend dazu, das Rapserzeuger aus Amerika und China gegenwärtig den Markt überschwemmen. Ursache sind die schwierigen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und China. Probleme bereitet auch die Rauhfutterernte. Wegen der Trockenheit gibt es nicht genug Aufwuchs und damit nicht genug Futter für Tierhalter. Dafür habe der Bauernverband eine Börse eingerichtet, so Verbandspräsident Kurreck. Gegenwärtig denkt der Bauernverband über eine Alternative zur Schweineschlachtung in Mecklenburg-Vorpommern nach. Der Schlachthof Teterow verarbeitet von August an nur noch Rinder, aber keine Schweine mehr. Erzeugergemeinschaften und Landwirte wollen einen neuen Schlachthof bei Rostock bauen.

Magere Erträge bei der Apfelernte erwartet

Einzig die Apfelbauern im Nordosten rechnen mit einer deutlich unterdurchschnittlichen Ernte. Höchstens halb so viele Äpfel wie gewöhnlich würden derzeit an den Bäumen reifen, so Rolf Hornig von der landeseigenen LMS Agrarberatung. Viele Blüten seien im April und Mai erfroren. Auch die Bienen konnten die Blüten aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht bestäuben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 23.07.2019 | 13:00 Uhr

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