Jazz Special

Jazz auf Distanz - wie es für Musikerinnen und Musiker weitergehen kann

Freitag, 30. Oktober 2020, 22:05 bis 22:30 Uhr, NDR Info

Am Mikrofon: Jan Paersch

Besucher stehen auf dem Festgelände am Kieler Ostseekai vor der Musikbühne. © NDR Foto: Christian Nagel
Open-Air, Besucher drängen der Bühne entgegen - Bilder aus der nahen Zukunft oder Traum aus der Vergangenheit?

2020 ist bislang ein lausiges Jahr für die Kunst gewesen. Dreieinhalb Monate lang, von Mitte März bis Ende Juni, gab es in Norddeutschland so gut wie keine Konzerte. Für viele professionelle Musikerinnen und Musiker eine Katastrophe: weil alle Auftrittsmöglichkeiten wegfielen, verloren sie oft neunzig Prozent ihrer Einnahmen und mehr. Wo Kurzarbeitergeld nicht in Frage kam und Staatshilfen nur geringe Summen ausmachten, wurde es für die Szene existenzbedrohend. Streaming- und Crowdfunding-Aktionen halfen kaum.

Hoffnung auf den Sommer 2021

"Das schlimmste ist, dass niemand weiß, was am Ende dieser Krise steht", sagte der finnische Trompeter Verneri Pohjola im April dieses Jahres. Sechs Monate später ist noch immer nicht absehbar, wie genau es weitergehen wird. Wird man 2021 wieder zum regulären Konzertbetrieb zurückkehren können? Wird es dann überhaupt noch genügend Clubs geben, in denen Gigs stattfinden können?

Im Jazz Special erzählen Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg, Norddeutschland und ganz Europa, wie sie mit der neuen Realität umgehen und welche Pläne sie für die Zukunft haben. Neue Konzertformate machen Mut. Es bleibt die Hoffnung auf einen ganz normalen Festivalsommer 2021. Die Saxophonistin Stephanie Lottermoser sagt: "Musik ist emotional systemrelevant."

 

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