Jazz Special

In den Fußstapfen der Väter - Der Saxofonist Branford Marsalis

Freitag, 21. August 2020, 22:05 bis 23:00 Uhr, NDR Info

Am Mikrofon: Bert Noglik

Saxofonist Branford Marsalis © dpa - Report Foto: Epa Pap Grygiel
Der Saxofonist Branford Marsalis bei seinem Konzert auf dem Jazz Festival Kattowitz in Polen am 22.11.2009.

Er wird nicht müde, die Bedeutung der Tradition zu betonen. Einem Mantra gleichend, wiederholt Branford Marsalis, dass man erst die Geschichte der afroamerikanischen Musik assimiliert haben muss, bevor man sie weiterentwickeln kann. Wie seine ebenfalls in New Orleans aufgewachsenen Brüder, der Trompeter Wynton, der Posaunist Delfeayo und der Schlagzeuger Jason Marsalis, wurde auch Branford durch den hohen Qualitätsanspruch seines Vaters, des im April dieses Jahres verstorbenen Jazzpädagogen und Pianisten Ellis Marsalis, geprägt. Zu Beginn seiner Laufbahn von Prominenten wie Art Blakey und Clark Terry gefördert, zeigte sich Branford offener und experimentierfreudiger als sein einflussreicher, die "reine Lehre" predigender Bruder Wynton Marsalis.

"State of the art"

Weit über den Kreis des Jazz hinaus wurde er seit den achtziger Jahren als Saxofonist an der Seite von Sting bekannt. Mit seiner Band "Buckshot LeFonque" wagte er Abstecher in Richtung Funk und Hip-Hop. Musikalisch geborgen fühlt sich der auch in den Gefilden der Klassik Erfolgreiche vor allem im Spiel mit seinem seit mehr als drei Jahrzehnten kontinuierlich fortschreitenden Quartett, das auf seine Weise im zeitgenössischen Jazz "the state of the art" repräsentiert. Und mit dem er Platten eingespielt hat, deren Titel programmatisch anmuten wie "Footsteps of our Fathers". Am 26. August feiert Branford Marsalis seinen 60. Geburtstag.

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