ARD Jazz Nacht

Live vom Jazzfest Berlin

Samstag, 02. November 2019, 20:15 bis 00:00 Uhr, NDR Info

Am Mikrofon: Henry Altmann

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Der junge Trompter Ambrose Akinkusire lebt in US-Amerika. Er wurde unter anderem von Steve Coleman gefördert.

Blättert man durchs Programmheft des Jazzfests Berlin 2019, kann einem schon mal der Kopf schwurbeln. Grafik und Beschreibungen verströmen den hochgestochenen Duktus von Avantgardehäusern wie dem Dresdner Festspielhaus Hellerau oder der Hamburger Kampnagelfabrik. In Berlin ist man auf ein junges Publikum aus, Kollektive, Communities und Kommunikationen stehen im Fokus, sei es in Form von "Altgedienten" wie dem gefühlten Composer in Residence, Saxofonist Anthony Braxton, oder Pianist Joachim Kühn mit der HR-Bigband, sei es in Gestalt arrivierter, junger Musiker wie Trompeter Ambrose Akinmusire oder der französischen Pianistin Eve Risser, sei es mit hierzulande unbekannteren wie dem Australien Art Orchestra oder der in New York lebenden Saxofonistin Melissa Aldana.

Knietief im Kollektiv

So unterschiedlich diese Musikerinnen und Musiker alle sind, gemeinsam ist ihnen, dass sie Grenzen überwinden - zwischen Lärm und Musik, zwischen akustisch und digital, zwischen freien Improvisationen und hammerharten Grooves und hinüber zur Performance. Die polyglott-stilistische Jazzavantgarde hat Berlin längst zu einem ihrer Zentrallabore erkoren, zwei so genannte "Late Night Labs", in denen Mitglieder verschiedener Ensembles interagieren, sollen auch diesen Aspekt zeigen. Von 20.15 – 00.00 Uhr live, danach bis 06.00 Uhr morgens das Beste vom Feste.

Die ARD Jazz Nacht können Sie hier live im Internet ab 20.15 Uhr hören.