Stand: 03.11.2021 23:45 Uhr

Coronavirus-Blog: Immer mehr Erkrankte auf Intensivstationen im Norden

Im Coronavirus-Blog hat NDR.de Sie auch am Mittwoch, 3. November 2021, aktuell über die Folgen der Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Donnerstag geht es mit einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:45 Uhr

NDR.de wünscht eine gute Nacht

Das war's für heute mit dem Coronavirus-Blog. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Morgen früh geht es dann mit einem neuen Blog weiter.


23:32 Uhr

NRW-Ministerpräsident Wüst fordert Corona-"Roadmap"

Der neue Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hat sich dafür ausgesprochen, auf einer Ministerpräsidentenkonferenz eine "Roadmap für die nächsten Wochen in den Winter dieser Pandemie hinein" zu entwerfen. Das Virus werde nicht abwarten, bis in Berlin alles wieder ordentlich sortiert sei, sagte der CDU-Politiker in den "Tagesthemen". Die Aufgabe laute derzeit "konzentrierte Wachsamkeit". Zu strengeren Corona-Regeln sagte Wüst, es gelte "abzuwägen zwischen dem, was nötig ist, um die Menschen zu schützen". Dabei die Grundrechte im Blick zu behalten, sei nach wie vor wichtig. Verpflichtende Tests in Alten- und Pflegeheimen nannte Wüst "absolut richtig". Es könne nicht sein, "dass wir nach all den Monaten der Erfahrungen wieder die Fehler machen vom Anfang der Pandemie, wo Menschen einsam gestorben sind". Zu einer Impfpflicht sagte Wüst, er wäre vorsichtig, "in diese Gesellschaft hinein noch mehr Druck auszuüben".


22:55 Uhr

Vorwürfe gegen US-Impfstoffstudie: Experten beschwichtigen

Trotz Vorwürfen von Schlamperei bei der US-amerikanischen Studie zum Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer sehen Experten die Wirksamkeit des Mittels nicht infrage gestellt. Ein Artikel im Fachmagazin "The BMJ" über Unregelmäßigkeiten und Fehler reiche nicht aus, "um an der Qualität der klinischen Studie von BioNTech/Pfizer zu zweifeln", sagte Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin an der Universität Tübingen. Hintergrund sind Informationen einer Whistleblowerin gegenüber "The BMJ": Die Frau hatte im Herbst 2020 für ein Subunternehmen gearbeitet, das im Auftrag von Pfizer einen Teil der Studie zum mittlerweile weltweit eingesetzten Impfstoff durchführte. Sie warf ihrem ehemaligen Arbeitgeber vor, falsche Impfdaten generiert zu haben, weil unter anderem Laborproben falsch etikettiert, der Impfstoff falsch gelagert und Berichten über Nebenwirkungen nur schleppend nachgegangen worden sei.


21:50 Uhr

Mehr als 10.000 Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich

In Frankreich sind erstmals seit zwei Monaten wieder mehr als 10.000 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden 10.050 positive Tests verzeichnet. Zuletzt hatte es am 14. September solche Werte gegeben. 35 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus, insgesamt 117.783 Personen. Es müssen auch wieder mehr Menschen in Krankenhäusern behandelt werden. 84 Patienten wurden neu eingeliefert. Ingesamt sind damit 6.764 Menschen mit Covid in Kliniken, 1.096 davon auf der Intensivstation.


21:00 Uhr

So viele Intensivpatienten im Norden wie seit Anfang Juni nicht

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in norddeutschen Krankenhäusern ist aktuell so hoch wie seit fünf Monaten nicht mehr. Momentan müssen 240 schwer erkrankte Frauen und Männer auf einer Intensivstation im Norden behandelt werden. Anfang Juni war dieser Wert zuletzt so hoch: Für den 2. Juni 2021 meldeten die Kliniken 253 Intensivpatienten. Damals sank die Zahl in den Folgetagen rapide - dieses Mal zeigt der Trend nach oben. Der Höchstwert war am 21. April 2021 erreicht worden: Damals lag die Zahl der Intensivpatienten im Norden bei 614.


19:53 Uhr

Immunologin Falk wirbt für Impfauffrischungen

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk, hat für Auffrischungsimpfungen für über 70-Jährige und Menschen mit eingeschränktem Immunsystem geworben. "Es ist jetzt schon ein Moment, in dem man handeln sollte", sagte sie im Interview auf tagesschau24. Die Impfauffrischung sei ein "wichtiger Baustein". Mindestens genauso wichtig sei, dass die Anzahl der erstgeimpften Menschen erhöht werde. Momentan reiche das noch nicht wirklich, um dem Virus entgegenwirken zu können.


19:10 Uhr

Cuxhaven: Zwölfjähriges Kind nach Corona-Zweitimpfung gestorben

Ein zwölf Jahre altes Kind ist im Kreis Cuxhaven zwei Tage nach seiner Zweitimpfung gegen das Coronavirus gestorben. Wegen des zeitlich engen Zusammenhangs sei vom Gesundheitsamt die Obduktion des Leichnams in Auftrag gegeben worden, die auch bereits erfolgt sei, teilte der Kreis heute mit. "Zwar liegt der abschließende Obduktionsbericht noch nicht vor, das vorläufige Obduktionsprotokoll legt jedoch bereits nahe, dass der Tod des Kindes in Folge der Impfung eingetreten ist", heißt es in einer Mitteilung. Mit Blick auf Vorerkrankungen des Kindes könne nach Angaben des Rechtsmedizinischen Instituts des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) vor der Auswertung von Feingewebe-Untersuchungen eine mögliche andere Ursache jedoch noch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Ergebnisse sollen bis morgen vorliegen. Es wurde der Impfstoff Biontech verwendet.

Gemeldete Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona- Impfung bei Kindern und Jugendlichen sind extrem selten. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) führt bis 30. September 2021 fünf solche Verdachtsfälle auf, die sich auf einen tödlichen Ausgang im Abstand von zwei bis 24 Tagen nach Impfung mit dem Produkt von Biontech beziehen. Bei mindestens drei der Jugendlichen bestanden laut PEI schwere Vorerkrankungen.

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"Mobiles Impfteam" steht auf einem Fahrzeug der Johanniter. © picture alliance Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Nach Todesfall: Kreis Cuxhaven impft nur noch gesunde Schüler

Kinder mit Vorerkrankungen sollen sich an den Hausarzt wenden. Ein Zwölfjähriger war nach der Corona-Impfung gestorben. mehr


17:49 Uhr

Spahn sieht Impfpflicht für Pflege-Personal kritisch

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht für Beschäftigte in der Pflege eine "moralische Pflicht" zur Impfung gegen das Coronavirus. Das sagte Spahn heute in Berlin. Einer gesetzlichen Impfpflicht für diesen Bereich steht der CDU-Politiker aber kritisch gegenüber. Er habe die Sorge, dass gerade in Regionen mit geringen Impfquoten sich die ungeimpften Pflegekräfte auch im Falle einer Verpflichtung nicht impfen lassen würden. "Wenn 50 Prozent des Pflege-Personals sagt, dann bin ich hier weg, dann haben wir ein Problem." Spahn sprach sich aber für verpflichtende Test-Konzepte für Pflegeheime unabhängig vom Impfstatus aus. Diese sollten auch für geimpftes und genesenes Personal sowie für die Besucherinnen und Besucher gelten. "Ich möchte das Sterben in den Pflegeheimen nicht noch einmal erleben müssen wie im letzten Winter", sagte Spahn.


17:16 Uhr

MV: Zahl der Neuinfektionen übersteigt die Marke von 500

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen abermals stark gestiegen. Nachdem gestern bereits erstmals seit Mitte April die Marke von 400 Neuinfektionen an einem Tag überstiegen wurde, sind es heute 516. Dies berichtet das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS). Die bisherige Höchstzahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde am 27. April 2021 mit 585 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 119,1 (Vortag: 104,9). Am vergangenen Mittwoch lag sie noch bei 83. Nach LAGuS-Angaben werden aktuell 97 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt und damit sieben mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen liegen weiter 18 Erkrankte. Drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Auf der Corona-Stufenkarte des Landes sind weiterhin alle Regionen gelb eingefärbt.

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Stufenkarte nach risikogewichteten Kriterien für Mecklenburg-Vorpommern vom 27. November 2021. © NDR

Corona in MV: 795 Neuinfektionen, Warnampel landesweit "rot"

Die landesweite Hospitalisierungs-Inzidenz steigt auf 9,8. Zwei weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. mehr


16:50 Uhr

Weiterer Todesfall nach Corona-Ausbruch in Norderstedter Heim

Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Norderstedt im Kreis Segeberg ist ein weiterer Heimbewohner gestorben. Eine weitere Testung habe ergeben, dass bis auf eine Bewohnerin alle weiteren Personen nicht oder nicht mehr infektiös seien, sagte eine Kreissprecherin. Die offizielle Überwachung der Einrichtung durch den Kreis sei damit beendet, auch Besuche seien wieder möglich. Die noch infizierte Bewohnerin befinde sich weiterhin in Isolation, sagte die Sprecherin. Insgesamt waren 68 Heimbewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Vier der infizierten Mitarbeiter befinden sich noch in Quarantäne. Um mögliche strafrechtlich relevante Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch zu klären, hat die Kieler Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.


16:44 Uhr

Merkel: Neue Einschränkungen sollen nur Ungeimpfte treffen

Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen hält die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neue Einschränkungen für möglich - diese sollen aber nur Ungeimpfte treffen. Dies ließ sie heute über ihren Sprecher Steffen Seibert in Berlin erklären. Menschen mit vollständigem Impfschutz sollten davon ausgenommen werden. Der Kanzlerin bereite die derzeitige Pandemie-Lage "große Sorge", sagte Seibert. "Wenn sich die pandemische Lage in den Krankenhäusern regional weiter zuspitzt, dann sind weitere Beschränkungen nur bei den Nicht-Geimpften möglich", fuhr er fort. Solche Beschränkungen könne es dann in Form von 2G-Regeln geben. Das heißt, Geimpfte und Genesene wären von den Beschränkungen ausgenommen.

Merkel ließ Unverständnis über die hohe Zahl der Ungeimpften durchblicken. Seibert sagte: "Was ihr große Sorgen macht ist, dass wir weiterhin über 16 Millionen ungeimpfte Erwachsene in Deutschland haben, mehr als drei Millionen Ungeimpfte über 60 Jahren - trotz der nachweislichen Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe, trotz der für alle und jeden verfügbaren Informationen, trotz der Leichtigkeit, mit der man jetzt an den reichlich verfügbaren Impfstoff kommen kann."

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Schild mit der Aufschrift "Eintritt nach 2G-Regel" © CHROMORANGE Foto: Michael Bihlmayer

Niedersachsen lehnt "Lockdown light" für Ungeimpfte ab

Die Chefin des Ärzteverbands Marburger Bund hatte gefordert, in allen Bereichen des öffentlichen Lebens 2G einzuführen. mehr


15:43 Uhr

Lübecker Weihnachtsmärkte ohne 3G und ohne Maskenpflicht

Die Lübecker Weihnachtsmärkte auf dem Markt am Rathaus, dem Koberg, in der Fußgängerzone und auf dem Schrangen sollen in diesem Jahr ohne 3G-Regelung stattfinden. Eine Maske müsse unter freiem Himmel nicht getragen werden, teilte die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH heute mit. Beim Besuch der Kunsthandwerker-Märkte, die in geschlossenen Räumen stattfinden, gelte jedoch die 3G-Regelung, sagte eine Sprecherin. Zudem sei dort in diesem Jahr die Zahl der Gäste begrenzt. Das Hygiene-Konzept soll laufend an die jeweils geltende Verordnung des Landes angepasst. Wenn es nötig werden sollte, könnte der Weihnachtsmarkt auch wieder geschlossen werden, sagte die Sprecherin. Der Weihnachtsmarkt soll am 22. November eröffnet werden. 2020 waren die Lübecker Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie komplett ausgefallen.


15:22 Uhr

WHO erteilt indischem Impfstoff Covaxin Notfallzulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den ersten Corona-Impfstoff aus Indien anerkannt. Sie erteilte dem Präparat Covaxin der Firma Bharat Biotech heute eine Notfallzulassung. Diese Zulassung haben damit nun inzwischen sieben Mittel: neben Covaxin auch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac. Die Prüfung des russischen Impfstoffs Sputnik V ist noch nicht abgeschlossen.


14:43 Uhr

Bayern führt Maskenpflicht in Schulen vorübergehend wieder ein

Zur Eindämmung der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat Bayern die vorübergehende Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen beschlossen. Nach den Herbstferien müssen in den Grundschulen für eine Woche und in den weiterführenden Schulen für zwei Wochen wieder Masken auch am Platz und unabhängig vom Mindestabstand getragen werden, wie das Kabinett beschloss. Die Maskenpflicht im Unterricht war in Bayern erst Anfang Oktober aufgehoben werden.


14:02 Uhr

Sander möchte Auffrisch-Impfungen für 30 Millionen Deutsche

Leif Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung der Berliner Charité, hat sich für eine breit angelegte "Booster"-Kampagne ausgesprochen. Man müsse mit den Menschen ab 70 Jahre starten, er gehe aber davon aus, dass bald auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für jüngere Menschen komme, sagte Sander in einer gemeinsamen Konferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler. Er halte bei insgesamt etwa 30 Millionen Menschen in Deutschland "zeitnah" Auffrisch-Impfungen gegen Corona für geboten, sagte Sander.


13:19 Uhr

Sylter "Sansibar" wegen Corona-Fällen geschlossen

Nachdem sich auf Sylt viele Mitarbeitende der "Sansibar" mit Corona infiziert haben, wird das Restaurant vorläufig geschlossen. Das teilt das Lokal auf seiner Website mit. "Ein Teil unseres Teams ist leider trotz vollständiger Impfung an Corona erkrankt", ist dort zu lesen. "Sobald wir wieder vollständig sind, melden wir uns umgehend zurück!" In der "Sansibar" waren 29 Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ob auch Gäste von dem Ausbruch betroffen sind, ist nicht bekannt.

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Gäste sitzen an Tischen draußen auf dem Gelände der Strandbar Sansibar auf der Nordseeinsel Sylt (Schleswig-Holstein). © picture alliance Foto: Jürgen Schwenkenbecher

Sylt: Wirt schließt "Sansibar" nach Corona-Ausbruch

Auf Sylt sind Handwerker einer Hotelbaustelle und Beschäftigte der Sylter "Sansibar" positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun zieht der Wirt Konsequenzen. mehr


12:36 Uhr

Sieben-Tage Inzidenz in Hamburg stagniert bei rund 125

Nach wochenlangem Anstieg stagniert Hamburgs Corona-Inzidenz. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen heute mit 124,9 an, nach 125,1 am Dienstag und 107,0 vor einer Woche. 383 Neuinfektionen seien zuletzt gemeldet worden - 110 mehr als am Dienstag, aber fünf weniger als vor einer Woche. Auf Hamburger Intensivstationen liegen den Angaben zufolge 43 Corona-Kranke, vier mehr als am Montag. Drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden in Hamburg laut Robert Koch-Institut registriert.


12:06 Uhr

Spahn kritisiert Tempo beim "Boostern"

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Tempo der Auffrischungs-Impfungen in den Bundesländern kritisiert. Bereits vor drei Monaten sei vereinbart worden, Bewohnern in Pflegeeinrichtungen und allen über 60-Jährigen eine "Booster"-Impfung anzubieten, seitdem habe es aber erst zwei Millionen Auffrischungs-Impfungen gegeben. Die Ländern sollten die Betroffenen informieren, forderte Spahn. Und sie hätten sich dazu verpflichtet, Impfzentren im Stand-by-Modus zu lassen und sollten diese nun reaktivieren, so Spahn. Er werde auch mit Ärztvertretern reden. "Zu viele Impfwillige finden derzeit keinen Arzt, der sie impft", sagte Spahn. Erneut betonte der Minister, er sei dafür, dass sich alle Menschen "Booster"-Impfungen geben lassen, wenn ihre Impfung länger als sechs Monate zurück liegt. Die Ständige Impfkommission hatte hingegen gestern bekräftigt, dass sie eine Auffrischungs-Impfung nur für Menschen über 70 Jahre und bestimmte Risiko- und Berufsgruppen empfehle.


11:55 Uhr

RKI-Chef Wieler: "Lassen Sie sich jetzt impfen!"

Der Chef des Robert Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler hat in der Bundespressekonferenz darauf hingewiesen, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit stark zunehme, auch die Zahl der Todesfälle steige. Für Ungeimpfte sei das Risiko hoch, sich anzustecken, schwer zu erkranken und andere anstecken, so Wieler. "Wenn wir nicht gegensteuern, wird die vierte Welle wieder viel Leid schaffen." Zur Eindämmung seien Impfungen und die Einhaltung allgemeiner Schutzmaßnahmen die wichtigsten Mittel. "Bitte lassen Sie sich jetzt impfen", appellierte Wieler. Die Impfungen seien sicher und wirksam. "Impfungen sind aber keine Wunderwaffe", daher müssten Hygieneregeln weiterhin gelten und unnötige Kontakte vermieden werden. Wieler sprach sich dafür aus, bei allen Veranstaltungen mit 2G- oder 3G-Regeln streng darauf zu achten, dass die entsprechenden Nachweise der Besucher auch echt sind.


11:43 Uhr

Spahn: Pandemie ist nicht vorbei

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Bundespressekonferenz gesagt, das geplante Auslaufenlassen des rechtlichen Status der "pandemischen Lage von nationaler Tragweite" bedeute nicht, dass die Pandemie vorbei sei. "Wir verlassen einen rechtlichen Ausnahmezustand, aber die Pandemie ist offenkundig weiter da und die vierte Welle ist es mit Wucht." Gebraucht würden weiterhin Vorsicht und Eigenverantwortung, so Spahn: "Impfen, testen, AHA-Regeln, Schutzmasken tragen." In einigen Regionen würden Intensivbetten knapp, insbesondere dort, wo die Impfquoten gering seien.


10:51 Uhr

Gesellschaft für Immunologie: "Boostern" erst ab 70

Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, hat sich dafür ausgesprochen, sich an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zu halten, die Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus nur für Menschen ab 70 Jahren und bestimmte Risiko- und Berufsgruppen empfiehlt. Bei allen anderen sei ein "Boostern" derzeit nicht notwendig, sagte Falk auf NDR Info.


09:27 Uhr

Auflagen für Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern

Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern dürfen in diesem Jahr öffnen, wenn sie bestimmte Auflagen zum Schutz vor Corona-Infektionen einhalten. Für Innenräume gilt laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die 3G-Regel - nur Geimpfte, Genesene und Getestete hätten dort Zugang. Außenbereiche der Märkte dürften hingegen alle besuchen, solange Abstände gewahrt werden. Markt-Betreiber müssten ein Hygienekonzept bei den zuständigen Gesundheitsämtern vorlegen. Die Behörden könnten dann Maßnahmen wie beispielsweise Masken- oder Testpflicht für einzelne Bereiche anordnen. In Rostock hat der Aufbau des Weihnachtsdorfes am Brink bereits begonnen.


08:56 Uhr

Hamburg: Zwölf Feuerwehrleute einer Wache infiziert

Zwölf Feuerwehrleute der Rettungs- und Feuerwache in Hamburg-Stellingen sind positiv auf Corona getestet worden. Alle Männer seien geimpft, sie zeigten keine Symptome, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Betroffenen seien in Quarantäne, die Wache sei desinfiziert worden. Von anderen Wachen sei Personal nach Stellingen geschickt worden, um die ausgefallenen Feuerwehrleute zu ersetzen. Wo sich die Feuerwehrleute infiziert hätten, sei unklar.

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Blick in die Umkleide der Feuerwache Stellingen. © NDR

Falsche Corona-Testergebnisse bei Hamburger Feuerwehrleuten

Anfang November gab es Aufregung nach einem angeblichen Corona-Ausbruch in der Wache in Stellingen. Jetzt stellt sich heraus: Die Testergebnisse waren falsch. mehr


08:18 Uhr

USA erlauben Impfung von Kindern ab fünf Jahren

In den USA ist es nun erlaubt, auch Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen: Die Gesundheitsbehörde CDC sprach eine Empfehlung für diese Altersgruppe mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer aus. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte dem Impfstoff Ende vergangener Woche eine Notfallzulassung für diese Altersgruppe erteilt, nun liegen alle Genehmigungen vor. Bislang verabreichen nur wenige Länder, darunter China, Chile, Kuba und die Vereinigten Arabischen Emirate, Corona-Impfstoffe an jüngere Kinder. US-Präsident Joe Biden sprach von einem "Wendepunkt" im Kampf gegen die Pandemie. Viele Mediziner sagen allerdings, dass Kinder sehr selten schwere Erkrankungen infolge einer Corona-Infektion durchmachen.


08:40 Uhr

RKI meldet erneuten Rückgang der Corona-Inzidenz

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen eine Inzidenz von 146,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 153,7 gelegen. Den Angaben des RKI zufolge wurden zuletzt binnen 24 Stunden 20.398 Neuinfektionen sowie 194 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Allerdings ist es möglich, dass aufgrund des langen Wochenendes in fünf Bundesländern und dem dortigen Allerheiligen-Feiertag weniger Infektionen gemeldet wurden.


08:01 Uhr

Weil sieht gefordertes Bund-Länder-Treffen skeptisch

Forderungen nach einem neuen Bund-Länder-Treffen zur Corona-Situation steht Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) skeptisch gegenüber. "Über das weitere Vorgehen haben wir zuletzt vor zehn Tagen gesprochen. Wesentliche neue Erkenntnisse gibt es seitdem nicht und die nächste Gesundheitsministerkonferenz steht unmittelbar bevor", sagte Weil. Er verweigere sich "selbstverständlich" keinem inhaltlichen Austausch, "aber es sollte dann auch Ergebnisse geben". Die Gesundheitsministerkonferenz findet Ende der Woche statt. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) aus Nordrhein-Westfalen, hatte ein MPK-Treffen in der kommenden Woche vorgeschlagen. Der Infektionsanstieg erfordere "Wachsamkeit und entschlossenes Handeln aller bei der Impfstrategie". Mehrere Ministerpräsidenten hatten dem Vorstoß aus NRW widersprochen, etwa Bodo Ramelow (Thüringen) und Daniel Günther (Schleswig-Holstein).


07:47 Uhr

Hamburg: Infizierte sollen Kontakte in der Regel selbst benachrichtigen

Die Gesundheitsämter in Hamburg ändern ihre Strategie bei der Kontaktnachverfolgung nach bekannt gewordenen Corona-Infektionen: Wer sich infiziert, soll künftig Kontaktpersonen weitgehend selbst informieren. Weiterhin kontaktieren die Gesundheitsämter zwar alle, die sich nachweislich angesteckt haben - nicht aber mehr die Menschen, mit denen sie Kontakt hatten. Das ist dann Aufgabe der Infizierten, die dazu einen Leitfaden erhalten sollen. Ausnahmen werden noch in sogenannten sensiblen Bereichen gemacht: Bei Infektionen etwa in Kitas, Schulen, Pflegeheimen oder Arztpraxen wollen die Gesundheitsämter mögliche Kontaktpersonen weiterhin anrufen. Von den bislang mehr als 700 dafür verantwortlichen Mitarbeitenden sollen noch rund 550 bis zum Frühjahr im Einsatz bleiben. In dieser Phase der Pandemie könne jetzt wieder auf mehr Eigenverantwortung und Selbstbestimmung gesetzt werden, heißt es dazu aus der Sozialbehörde. Vollständig geimpfte Kontaktpersonen müssen sowieso nur selten in Quarantäne.

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Eine Mitarbeiterin sitzt in der Zentralen Unterstützung der Kontaktnachverfolgung vor einem Computer. © picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt Foto: Daniel Bockwoldt

Hamburg reduziert die Corona-Kontaktnachverfolgung

Mehr Eigenverantwortung: Wer sich mit Corona infiziert, soll seine Kontaktpersonen weitgehend selbst informieren. mehr


06:44 Uhr

Umfrage: Mehrheit für 2G-Regel in allen Fußballstadien

In die deutschen Fußballstadien sollten nach dem Wunsch einer Mehrheit der Bundesbürger nur geimpfte und genesene Zuschauer Einlass erhalten. 60 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur dafür aus, ausschließlich die 2G-Regel für den Zugang zu den Arenen anzuwenden. 29 Prozent der Deutschen würden dies demnach nicht richtig finden. Bei den Proficlubs in Bundesliga und 2. Liga gibt es keine einheitliche Regel für die Zulassung von Zuschauern.

Während einige Vereine auf das 2G-Modell setzen, wechselte unter anderem Borussia Dortmund zuletzt wieder auf ein 3G-Modell. Der FC Bayern ist einer der Clubs mit einem 3G-Plus-Konzept. Dabei müssen Fans, die weder geimpft noch genesen sind, einen negativen PCR-Test vorlegen. Bei anderen Vereinen gibt es Zwischenlösungen oder Optionsmodelle. Die Clubs sind dabei abhängig von den jeweiligen Regelungen in ihren Bundesländern, die für einen Flickenteppich sorgen.


06:12 Uhr

1.515 Neuinfektionen in Niedersachsen

In Niedersachsen ist die Zahl der registrierten Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um 1.515 auf insgesamt 323.135 seit Beginn der Pandemie gestiegen. Gestern waren 591 neue Fälle gemeldet worden, vor einer Woche 1.277. Sieben an Covid-19 erkrankte Menschen starben mit oder an einer Corona-Infektion. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 80,8.


05:40 Uhr

Lage auf Intensivstationen verschärft sich - Pflegende stoßen an Grenzen

Zu wenige Betten, Patienten auf den Fluren, Rettungswege versperrt: Die Infektionszahlen im Norden steigen weiter - und mit ihnen die Zahl jener Covid-19-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Für Pflegende ist das eine Zusatzbelastung, der sie sich kaum noch gewachsen fühlen.

VIDEO: Intensivstationen am Limit: Müssen OPs verschoben werden? (6 Min)


05:40 Uhr

Sieben weitere Corona-Todesfälle in Schleswig-Holstein gemeldet

In Schleswig-Holstein sind binnen 24 Stunden sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet worden. Die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit nach Angaben der Landesmeldestelle auf 1.735. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, sank von 85 auf 76. Von ihnen liegen 20 auf der Intensivstation (+1). Elf Corona-Patienten mussten beatmet werden (+2). Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg binnen eines Tages leicht von 70,6 auf 71,3. Vor einer Woche hatte sie bei 61,9 gelegen. Binnen 24 Stunden wurden 470 neue Infektionen registriert - genau eine Woche zuvor waren es 463. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - liegt bei 2,23 nach 1,86 am Vortag.


05:38 Uhr

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05:35 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein.


05:30 Uhr

Coronavirus-Blog am Mittwoch startet

Guten Morgen! NDR.de hält Sie auch heute - am Mittwoch, 3. November - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Im Blog finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), geschäftsführender Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD)(v.l.n.r.) © picture alliance / ASSOCIATED PRESS Foto: Michael Kappeler

Corona im Norden: Diese Regeln gelten im Bund und in den Ländern

Die Auslastung von Kliniken bestimmt künftig, ob 2G- oder 2G-Plus-Regeln gelten. Ein Überblick über die Beschlüsse von Bund und Ländern sowie das neue Infektionsschutzgesetz. mehr

Geimpfte in Norddeutschland

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Ein Pflaster klebt auf dem Arm einer jungen Frau. © Colourbox Foto: Csaba Deli

Coronavirus-Update: Alle Folgen

Der Virologe Christian Drosten liefert im Podcast Coronavirus-Update Expertenwissen - zusammen mit Virologin Sandra Ciesek. Hier alle Folgen in der Übersicht. mehr

Eine Zusammenstellung von Bildern: Christian Drosten, eine Flasche Cocid 19 Vaccine, Eine alte Frau bei der ein Corona Test durchgeführt wird. © picture alliance, colourbox Foto: Michael Kappeler

Corona-Chronologie: Die Ereignisse im Norden

Ende 2019 bricht in China eine bis dato unbekannte Lungenkrankheit aus. Wenige Wochen später gibt es den ersten Fall im Norden. mehr

Eine Laborantin sitzt an einem Mikroskop in einem abgedunkelten Labor © Colourbox

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Die Corona-Pandemie hat den Alltag massiv verändert. Was muss weiter beachtet werden? Woran wird geforscht? Fragen und Antworten. mehr

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