Stand: 28.10.2021 23:57 Uhr

Corona-Blog: Infektiologe hält Impfen für "gesellschaftlich notwendig"

Im Blog hat NDR.de Sie auch am Donnerstag, 28. Oktober 2021 über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Freitag gibt es einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mediziner Reisinger: Impfen ist "gesellschaftlich notwendig"
  • Große Mehrheit der Ungeimpften will laut Umfrage vorerst ungeimpft bleiben
  • NRW schafft Maskenpflicht im Unterricht ab - Andere Länder überlegen
  • Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr
  • Ärztekammerpräsident Reinhardt relativiert steigende Infektionszahlen
  • Krankenhausgesellschaft warnt: Intensivstationen könnten bald ausgelastet sein
  • Wegen Corona-Warnampel: An Seenplatte gelten strengere Regeln
  • Gemeldete Neuinfektionen im Norden: 1.483 in Niedersachsen, 351 in Schleswig-Holstein, 262 in Mecklenburg-Vorpommern, 410 in Hamburg und 103 im Bundesland Bremen
  • RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 130,2

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:57 Uhr

NDR.de wünscht gute Nacht

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und melden uns morgen früh in einem neuen Blog zurück. Schlafen Sie gut!


22:46 Uhr

Investitionsbank SH fordert zu viel gezahlte Soforthilfen zurück

Mehr als 440 Millionen Euro haben Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmen in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr an Corona-Soforthilfen bekommen. Was sie nicht wirklich brauchten, fordert die Investitionsbank IB.SH jetzt zurück. Um die Bearbeitung zu beschleunigen, mussten Antragsteller damals nur schätzen, wie hoch ihre Einnahmeverluste sein würden. Nun müssen sie genauere Zahlen vorlegen.

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Coronahilfen mit Buchstaben, Buchstabenspiel auf blauer Einwegschutzmaske © picture alliance/dpa

Investitionsbank fordert zu viel gezahlte Corona-Hilfen zurück

Mehr als 50.000 Freiberufler und Kleinunternehmer müssen jetzt belegen, wie viel des ausgezahlten Geldes sie tatsächlich gebraucht haben. mehr


21:43 Uhr

RKI: Auswertungen belegen "ausgeprägten Effekt" der Corona-Impfungen

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht einen "ausgeprägten Effekt" der Corona-Impfung zum Verhindern von Covid-19-Erkrankungen und -Krankenhausaufnahmen in Deutschland. Dies sei durch eigene Berechnungen zu den jeweiligen Inzidenzen in der ungeimpften und der vollständig geimpften Bevölkerung belegt, geht aus dem RKI-Wochenbericht vom Abend hervor. In der Bevölkerung mit vollständigem Impfschutz habe sowohl die wöchentliche Inzidenz der Fälle mit Symptomen als auch die Inzidenz der Krankenhausaufnahmen deutlich unter den jeweiligen Werten der ungeimpften Bevölkerung gelegen, hieß es. Dies gelte für die beiden analysierten Altersgruppen (18 bis 59 und ab 60 Jahre) und im gesamten Untersuchungszeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober.


21:11 Uhr

Virologe Kekulé fordert neue Corona-Impfstoffe

Der Leipziger Virologe Alexander Kekulé hat mehr politischen Druck auf die Impfstoff-Hersteller gefordert, damit sie die Bereitstellung neuer Impfstoffe gegen das Coronavirus vorantreiben. "Entgegen ihrer ursprünglichen Ankündigungen haben die Hersteller kein Impfstoff-Update auf den Markt gebracht", warf Kekulé den Unternehmen heute im MDR vor. Er verwies darauf, dass die derzeit verfügbaren Vakzine gegen die Delta-Variante des Virus weniger wirksam seien. Impfstoffe, die dieses Problem lösen könnten, stünden beispielsweise bei Biontech/Pfizer bereits in den Regalen, sagte Kekulé. Sie müssten noch durch die klinische Prüfung. Die Pharmaunternehmen profitierten aber lieber davon, die alten Impfstoffe zu verimpfen. In der Debatte um Auffrischungsimpfungen sprach sich Kekulé dafür aus, diese allen Menschen ab 60 Jahren anzubieten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt das derzeit erst ab 70 Jahren. "Die Daten zeigen, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe in Bezug auf die Delta-Variante insbesondere bei älteren Menschen zu wünschen übrig lässt. Menschen ab 60 Jahren profitieren daher von einer Auffrischungsimpfung", argumentierte Kekulé.


20:37 Uhr

Söder fordert neue Bund-Länder-Gespräche

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das geplante Auslaufen der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" kritisiert. "Was anderes als das, was jetzt stattfindet, ist eine epidemische Lage?", fragte Söder in München mit Blick auf die bundesweit wieder steigenden Zahlen. Die Diskussion sei schwer nachzuvollziehen. Es sei auch wenig zielführend, nun das Datum 20. März zu nennen. Schließlich könne keiner eine Gewähr dafür abgeben, was an dem Datum sei. Söder forderte, die Ampel-Parteien sollten bald mit den Ländern reden: "Es wäre sinnvoll, dass wir möglichst bald zwischen Bund und Ländern zusammenkommen und beraten, wie das weitergeht", sagte Söder. Das Auslaufen der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" war von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt worden, die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen dies im Bundestag auch vollziehen.


19:40 Uhr

RS-Viren: Mehr Atemwegs-Infekte bei Kleinkindern in Hamburg

Viele Kleinkinder infizieren sich derzeit mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Es führt in der Regel zu einfachen Erkältungen, bei sehr kleinen Kindern können sich aber die unteren Atemwege entzünden. Einige müssen im Krankenhaus behandelt werden, doch dort ist es mitunter voll. Grund für den jetzigen Anstieg der Fälle sind möglicherweise weniger trainierte Immunsysteme. Im Corona-Lockdown im vergangenen Jahr waren Kinder zu Hause und dadurch nicht in Kontakt mit vielen anderen Kindern.


19:14 Uhr

Mediziner Reisinger: Impfen ist "gesellschaftlich notwendig"

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums will die Mehrheit der Ungeimpften auch ungeimpft gegen Corona bleiben. Von der angestrebten Herdenimmunität ist auch Mecklenburg-Vorpommern noch weit entfernt. Der Rostocker Tropenmediziner Prof. Emil Reisinger sieht nun nicht die Politik, sondern die Gesellschaft am Zug. Wichtig sei, dass kein weiterer politischer Druck aufgebaut werde, sagte Reisinger im Gespräch mit dem NDR in Mecklenburg-Vorpommern. Es gehe um eine "gesellschaftliche Notwendigkeit". Hausärzte sollten die Menschen mit Fakten zur Impfung aufklären.

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Professor Emil Reisinger © NDR Foto: NDR

Rostocker Mediziner zu Ungeimpften: "Die Gesellschaft muss das regeln"

Viele Ungeimpfte wollen laut einer Umfrage auch weiter ungeimpft bleiben. Der Rostocker Tropenmediziner Prof. Emil Reisinger sieht nun die Gesellschaft am Zug. mehr


18:29 Uhr

Vorlage von gefälschtem Impfpass in Apotheke keine Straftat

In jüngster Vergangenheit sind in Niedersachsen Hunderte gefälschte Impfausweise aufgetaucht. Die Inhaber versuchen damit oft, an echte digitale Impfzertifikate zu kommen. Das Landgericht Osnabrück hat nun festgestellt, dass die Vorlage eines gefälschten Impfpasses in einer Apotheke "nach derzeitiger Rechtslage kein strafbares Handeln" darstellt, wie das Gericht in einer Mitteilung schrieb. Demnach sei von einer sogenannten Strafbarkeitslücke auszugehen, hieß es weiter. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Vorlage des Impfpasses bei einer Apotheke erfolge und nicht bei einer Behörde.

VIDEO: Überraschendes Urteil zu gefälschten Impfausweisen (2 Min)


18:11 Uhr

Kassenärztliche Vereinigung: Gelassenheit beim Warten auf "Booster"-Impfung

Seit Oktober wird über 70-Jährigen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus empfohlen. Doch offenbar bekommen einige Senioren keine zeitnahen Termine beim Hausarzt. Ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) beruhigt nun: Es komme bei der Auffrischungs-Impfung nicht auf einen Tag an. Die "Booster"-Impfung sei zwar wichtig, es sei aber nicht nötig, diese exakt ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung zu bekommen. Es gebe keinen Grund, nervös zu werden. Der Impfschutz verschwinde nicht auf Knopfdruck.


17:40 Uhr

Corona-Ausbruch in Geesthachter Alten- und Pflegeheim

In einem Alten- und Pflegeheim in Geesthacht (Schleswig-Holstein) ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Sechs ältere Menschen und zwei Mitarbeitende wurden mit dem Coronavirus infiziert. Möglicherweise haben sie sich bei einem externen Dienstleister angesteckt. Ein Kreissprecher sagte NDR Schleswig-Holstein, dass die meisten Heimbewohner und Angestellten geimpft gewesen seien. Die betroffenen Bewohner wurden auf ihren Zimmern isoliert. In der Einrichtung gilt nun wieder die Maskenpflicht für alle auf den Fluren.


17:15 Uhr

262 Neuinfektionen in MV registriert

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern seit gestern um 262 Fälle gestiegen (Vortag: 309; Vorwoche: 195). Der Inzidenzwert der Corona-Patienten, die innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner zur Behandlung in eine Klinik gebracht wurden, liegt bei 2,3 (+0,6).


16:58 Uhr

Bayern führt nach den Ferien wohl erneut Maskenpflicht im Unterricht ein

Angesichts explodierender Corona-Zahlen müssen Schülerinnen und Schüler in Bayern nach den Herbstferien - also ab 8. November - voraussichtlich auch im Unterricht wieder Masken tragen. Endgültig soll dies in einer Sondersitzung des Kabinetts in der kommenden Woche beschlossen werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Auch wie lange die Maskenpflicht gelten solle, solle dann geklärt werden. Die Maske sei die schnellste und einfachste Form des Schutzes, sagte Söder. Schon nach den Sommerferien hatten Schülerinnen und Schüler auch am Platz Masken tragen müssen - diese umfassende Maskenpflicht war dann aber nach einigen Wochen wieder wie geplant ausgelaufen.

In Schleswig-Holstein hingegen soll die Maskenpflicht ab dem 1. November nicht mehr auf Sitzplätzen im Klassenraum gelten. Die Landesregierung hält diese Entscheidung für vertretbar.


16:32 Uhr

Buyx gegen Triage für Ungeimpfte

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, ist gegen eine Triage für Ungeimpfte, falls sich die Corona-Situation in den Krankenhäusern zuspitzen sollte. Damit ist eine Priorisierung medizinischer Hilfeleistung gemeint. "Solche Kriterien sollten bei der Triage keine Rolle spielen", sagte Buyx dem "Tagesspiegel". Natürlich sei erkennbar, wo die Intuition zu solchen Erwägungen herkomme, aber es gelte kein Schuldprinzip bei lebensrettenden Maßnahmen im Gesundheitswesen. "Lebensrettende Maßnahmen vorzuenthalten, weil der Zustand vermeidbar gewesen wäre, widerspricht wichtigen ethischen Prinzipien der Medizin", sagte sie. Es sei aber wichtig, dass man die Appelle der Pflegekräfte ernst nehme. Sie zeigten ihre moralische Erschöpfung, so Buyx.


16:01 Uhr

USA ordern 50 Millionen weitere Biontech-Kinderimpfdosen

Die USA haben bei Biontech und Pfizer weitere 50 Millionen Kinderimpfdosen des Covid-19-Impfstoffs der beiden Partner bestellt. Diese Impfdosen sind zur Impfung von Kindern, einschließlich Kindern unter fünf Jahren, gedacht, wenn das Vakzin für den Einsatz bei diesen die noch nötige Freigabe erhält. Die US-Regierung hat sich damit insgesamt seit Beginn der Pandemie 600 Millionen Impfdosen bei den beiden Unternehmen gesichert, darunter sind Dosen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Biontech und Pfizer erwarten, die nun bestellten Kinderimpfdosen bis Ende April nächsten Jahres liefern zu können. "Diese Liefervereinbarung wird dazu beitragen, allen Kindern unter 12 Jahren in den Vereinigten Staaten ein Impfangebot zu machen", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.


15:19 Uhr

Viel Arbeit auf Intensivstationen

Mitarbeitende auf Intensivstationen in Krankenhäusern sind besorgt, dass sie wegen der steigenden Zahl der Corona-Patienten wieder an ihre Belastungsgrenze gehen müssen. Die Situation von November 2020 bis Mai dieses Jahres sei "katastrophal und kaum auszuhalten" gewesen, sagte der Pflegeleiter Johannes Pichel. Er sei nicht sicher, ob seine Mitarbeiter eine solche Belastung noch einmal stemmen könnten, sagte er NDR Info.


14:31 Uhr

Rücksicht nehmen: Tipps für Halloween in der Pandemie

Vergangenes Jahr rieten Behörden wegen Corona noch von Halloween-Touren oder -Feiern ganz ab. Trotz gelockerter Regeln sollten auch in diesem Jahr einige Dinge beachtet werden: zum Beispiel zu Hause bleiben, wenn man sich krank fühlt, Abstände einhalten, auf Singen an fremden Haustüren besser verzichten. Das NDR.de-Ratgeber-Team hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt - auch für Halloween-Partys ohne Umzüge durch die Nachbarschaft.

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Halloween-Kürbisse stehen vor einem Hauseingang, im Hintergrund verkleidete Kinder. © picture-alliance/ dpa Foto: Armin Weigel

Halloween 2021 und Corona: "Klingeltour" nur mit Rücksicht

Wegen der Corona-Pandemie sollten Kinder bei der Süßigkeiten-Tour auch in diesem Jahr wieder bestimmte Regeln einhalten. mehr


13:45 Uhr

90 Prozent der Hamburger Lehrkräfte geimpft

In Hamburg sind 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer gegen Corona geimpft oder nach einer Infektion genesen. Das geht aus einer Abfrage an den 347 allgemeinbildenden Schulen hervor, wie die Schulbehörde heute mitteilte. Bei allen weiteren Beschäftigten liege die Impfquote ebenfalls sehr hoch, sodass von einer Impfquote von 88,4 Prozent für alle an den Schulen Tätigen ausgegangen werden könne. Schulsenator Ties Rabe (SPD) sprach von einer guten Nachricht. "Das erhöht die Sicherheit der Schulen und zeigt gleichzeitig, dass Hamburgs Lehrkräfte und andere Schulbeschäftigte vernünftig mit der Impffrage umgehen."


13:02 Uhr

Studie: Große Mehrheit der Ungeimpften will vorerst ungeimpft bleiben

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Studie veröffentlicht, in der nicht gegen Corona geimpfte Menschen zu ihren Gründen befragt werden. Hauptsächlich wurden demnach Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe genannt. Ein großer Teil gab an, sich auch absehbar nicht impfen zu lassen. 65 Prozent der gut 3.000 Befragten antworteten, sie würden sich "auf keinen Fall" in den nächsten zwei Monaten impfen lassen. 23 Prozent tendierten laut Umfrage zu "eher nein". Zwei Prozent der Befragten wollen sich demnach "auf jeden Fall" noch impfen lassen. Die restlichen zehn Prozent zeigten sich unentschlossen oder hielten eine spätere Impfung für möglich. Rund ein Drittel der Nichtgeimpften begründet die Entscheidung damit, die Impfstoffe seien nicht ausreichend erprobt. Knapp jeder Fünfte gibt an, Angst vor Nebenwirkungen zu haben, knapp jeder Zehnte hält das eigene Risiko, schwer an Corona zu erkranken, für gering. Die Studie wurde von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen vom 29. September bis zum 10. Oktober 2021 durchgeführt.

Eine Ärztin präpariert eine Spritze mit dem Impfstoff AstraZeneca im Impfzentrum © dpa bildfunk Foto: Ronny Hartmann
AUDIO: Umfrage unter Ungeimpften: Mehrheit will sich nicht impfen lassen (5 Min)

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland 66,5 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft, aufgrund von Meldeverzug soll die tatsächliche Zahl ein paar Prozentpunkte höher liegen.

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Ein Mann wird geimpft © picture alliance/dpa | Timm Schamberger

Corona-Impfung und Booster: Für wen, ab wann und wo?

Impfungen gegen das Coronavirus und Booster-Impfungen sind in Praxen sowie bei Betriebsärzten und mobilen Angeboten möglich. Ein Überblick für den Norden. mehr


12:05 Uhr

Hamburg meldet 410 weitere Corona-Infektionen

Nach Angaben der Sozialbehörde sind 410 neue Corona-Fälle in Hamburg registriert worden. Das sind 22 Neuinfektionen mehr als gestern und 44 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Summe der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen stieg von gestern 107 auf aktuell 109,3. Vor einer Woche lag der Inzidenzwert bei 87,8. Auf Intensivstationen in Hamburg werden 39 Patienten mit Corona-Infektion versorgt, das ist eine Person weniger als zuletzt gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion erhöhte sich nach Angaben der Behörde um acht.

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Eine Gruppe Menschen schaut in Hamburg auf die Elbe. © picture alliance/dpa | Markus Scholz Foto: Markus Scholz

410 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenzwert steigt

Laut Sozialbehörde wurden 44 Neuinfektionen mehr gemeldet als vor einer Woche. Der Inzidenzwert liegt nun bei 109,3. mehr


10:46 Uhr

Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober auf 2,38 Millionen gesunken. Das sind 88.000 weniger als im September und 383.000 weniger als im Oktober 2020, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosen-Quote sank bundesweit um 0,2 Punkte auf 5,2 Prozent. Auch für die norddeutschen Bundesländer sehen die aktuellen Zahlen gut aus: In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gingen die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

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Das Symbol der Bundesagentur für Arbeit auf einem Smartphone. © imago images / photothek Foto: Thomas Trutschel

Arbeitsmarkt im Norden: "Der Herbst-Aufschwung ist robust"

Der Arbeitsmarkt trotzt weiter der Corona-Pandemie. Auch für die norddeutschen Länder sehen die aktuellen Zahlen gut aus. mehr


10:41 Uhr

NRW schafft Maskenpflicht im Unterricht ab - Wie ist die Lage im Norden?

Auch in Nordrhein-Westfalen müssen Schülerinnen und Schüler im Unterricht bald keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Die Maskenpflicht auf den Sitzplätzen im Klassenraum werde zum 2. November abgeschafft, teilte das NRW-Schulministerium mit. Am Dienstag hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) angekündigt, dass in seinem Bundesland die Maskenpflicht am Sitzplatz zum 1. November aufgehoben werde. In Mecklenburg-Vorpommern gilt nur dann Maskenpflicht, wenn im jeweiligen Landkreis seit fünf Tagen die "Corona-Ampel" auf Gelb steht - das ist allerdings derzeit fast überall im Land der Fall. In Niedersachsen sind gerade Herbstferien. Nach derzeitigem Stand gilt dort anschließend wieder: In den Klassenstufen eins und zwei müssen keine Masken getragen werden, in den höheren Klassen schon. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte vor einigen Wochen angekündigt, dass die Maskenpflicht bei den Jahrgängen drei und vier als nächster Schritt wegfallen soll. Entschieden ist dies jedoch noch nicht. Die derzeitige niedersächsische Corona-Verordnung läuft noch bis zum 10. November. In Hamburg hatte ein Senatssprecher am Dienstag gesagt, wenn es die Lage zulasse, sei ein Verzicht auf die Maskenpflicht am Platz möglich - zumindest für die Jüngsten. Man fahre aber einen vorsichtigen Kurs.


10:00 Uhr

Hamburg: Kritik an Rückforderungen von Corona-Soforthilfen

Die Hamburger Corona-Soforthilfe sollte Unternehmen im Lockdown schnell helfen. Das liegt bereits mehr als eineinhalb Jahre zurück. Für viele Betroffene gibt es jetzt ein böses Erwachen: Sie sollen Tausende Euro zurückzahlen - offenbar teilweise, weil ihnen wegen technischer Probleme die Hilfszahlungen für Zeiträume gewährt wurden, wo sie schon wieder arbeiten konnten. NDR 90,3 berichtet vom Fall einer Friseurmeisterin. Sie habe 12.000 Euro erhalten, die sie nun komplett zurückzahlen solle. Derzeit läuft in Hamburg die Überprüfung der Zahlungen an knapp 45.000 betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer.

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Um einen Stapel Euromünzen und Euroscheine schweben stilisierte Corona-Viren. © Colourbox Foto: Anterovium, Antonio Vale

Corona-Soforthilfe in Hamburg: Ärger wegen Rückzahlungen

Rund ein Viertel der knapp 45.000 Betroffenen in Hamburg erhielt bislang Rückzahlungsforderungen der Stadt. mehr


08:58 Uhr

Diskussion in SH über "Lolli-Tests" für Kita-Kinder

In Schleswig-Holstein wird über Corona-Tests in Kindertagesstätten diskutiert. Träger von Einrichtungen und die Landeselternvertretung fordern sogenannte Lolli-Tests, die mögliche Corona-Infektionen durch Mundspeichel nachweisen sollen. Hintergrund ist, dass viele Eltern die in Kitas angebotenen Stäbchentest für die Nase ablehnen, da sie besonders für kleine Kinder unzumutbar seien. "Das ist eine Tortur", sagt der Co-Vorsitzende der Landeselternvertretung der Kitas, Axel Briege. Das Land will jedoch keine "Lolli-Tests" zur Verfügung stellen. Das Sozialministerium begründete die Ablehnung damit, dass diese Tests aus Sicht des Robert Koch-Institutes nur unzureichende Ergebnisse lieferten. 

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Ein Mädchen macht in einer Grundschule einen Lolli-Test. © picture alliance/dpa | Roland Weihrauch

Corona: Eltern fordern Lolli-Tests für Kitas - Land lehnt das ab

Nicht nur die Eltern, sondern auch Träger der Kitas in Schleswig-Holstein wünschen sich kindgerechte Corona-Selbsttests. mehr


08:35 Uhr

Hamburger CDU fordert mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Die CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft fordert mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche. Die jetzigen Programme des rot-grünen Senats würden mit Blick auf die Corona-Auswirkungen nicht ausreichen. Sonderprogramme zur Familienerholung und Therapieangebote müssten ausgeweitet werden, sagte die Abgeordnete Silke Seif. Kitas sollten zudem mit mobilen Raumfiltern ausgestattet werden. Finanziert werden solle dies durch Umschichtungen im Haushalt. Außerdem sprach sich die CDU-Fraktion gegen weitere Lockdowns von Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche aus.

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Ein Kleines Kind auf einer Schaukel. © picture alliance Foto: Daniel Reinhardt

Corona-Folgen für Kinder: Hamburger CDU fordert mehr Hilfen

Die jetzigen Programme des rot-grünen Senats reichen laut CDU mit Blick auf die Corona-Auswirkungen nicht aus. mehr


08:26 Uhr

Interview mit Ärztekammer-Präsident Reinhardt zu steigenden Corona-Zahlen

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat auf NDR Info die stark steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen relativiert. Da die Impfquote der durch Corona stark gefährdeten älteren Menschen relativ hoch sei, werde die Krankheitslast wahrscheinlich geringer sein als bei der letzten Welle. Dennoch sei es wichtig, dass sich auch jüngere Menschen impfen lassen, sagte Reinhardt. Auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern sei das Personal "auch durch die lange Zeit in der sie jetzt angespannt tätig sind, ausgebrannt und erschöpft". Außerdem fehle den Krankenhäusern vor allem pflegerisches Personal. Die Lage in den Kliniken sei "eine Herausforderung", dennoch komme die Belastung der Einrichtungen derzeit nicht an Grenzen, so Reinhardt.


07:44 Uhr

1.483 Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet

In Niedersachsen sind 1.483 weitere Infektionen mit dem Coronavirus amtlich registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt nun im Landesdurchschnitt 70,6 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 65,3). Es wurden drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. 4,2 Prozent der in Niedersachsen verfügbaren Intensivbetten in Krankenhäusern sind mit Corona-Patienten belegt, vor einer Woche waren es 3,6 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuaufnahmen von Covid-19-Fällen in Kliniken je 100.000 Einwohner beträgt aktuell 2,7 - vor einer Woche lag der Wert bei 2,4.


07:02 Uhr

Wegen Corona-Warnampel: An der Seenplatte gelten strengere Regeln

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte steht die Warnampel seit mehreren Tagen auf Stufe "gelb". Deshalb gelten dort von heute an strengere Corona-Maßnahmen. Wer nicht geimpft ist, muss sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wieder testen lassen. Das betrifft zum Beispiel den Besuch im Restaurant, beim Friseur, im Kosmetik- oder Tattoostudio. Auch im Kino, Theater, Museum oder Fitness-Studio müssen Ungeimpfte einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Wer in eine Disco möchte, braucht sogar einen PCR-Test. Die Maßnahmen fallen erst wieder weg, wenn die Corona-Ampel fünf Tage hintereinander "grün" zeigt.

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Eine Hand hält einen Corona-Selbsttest in den Fingern. Im Hintergrund sind zahlreiche weitere Test-Kassetten zu erkennen. © picture-alliance Foto: K-Schmitt

Mehrere Tage "gelb": Seenplatte verschärft Corona-Maßnahmen

Die Maßnahmen betreffen insbesondere Testpflichten für ungeimpfte Erwachsene und die Maskenpflicht an Schulen. mehr


06:07 Uhr

Kliniken in Deutschland: Lage auf Intensivstationen kritisch

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt, dass die Intensivstationen bald wieder ausgelastet sein könnten. Verbandschef Gaß sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Zahl der Corona-Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen. Auf den Intensivstationen gebe es ein Plus von 15 Prozent. Deutschland befinde sich in einer kritischen Situation der Pandemie. Gaß hält es für möglich, dass Kliniken bald wieder planbare, weniger dringliche Behandlungen verschieben müssen.


05:58 Uhr

RKI meldet 28.037 Neuinfektionen - Inzidenz bei 130,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich angestiegen. Das Robert Koch-Institut gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 130,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 118,0 gelegen, vor einer Woche bei 85,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 28.037 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.077 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 126 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 67 Todesfälle gewesen.


05:40 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 63,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist binnen 24 Stunden auf 63,3 gestiegen. Genau eine Woche zuvor hatte die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch 44,9 betragen, am Vortag 61,9. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden 351 neue Infektionen registriert, 112 weniger als tags zuvor. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - sank von 1,55 auf 1,34. Es wurden zwei weitere Corona-Todesfälle gemeldet.


05:35 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein.

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05:45 Uhr

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05:35 Uhr

Corona-Live-Ticker am Donnerstag startet

Guten Morgen! Die Redaktion von NDR.de hält Sie auch heute - am Donnerstag, 28. Oktober - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

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