Stand: 20.07.2022 22:00 Uhr

Coronavirus-Blog: Junge Mütter zu Pandemie-Beginn besonders belastet

NDR.de hat Sie auch am Mittwoch, 20. Juli 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Donnerstagmorgen starten wir einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Studie: Junge Mütter während erster Corona-Welle besonders belastet
  • Niedersachsen: Inzidenz im Landkreis Wittmund schnellt nach Schützenfesten in die Höhe
  • MV: Corona-Anstieg in der Pflege auf niedrigem Niveau
  • Karlsruhe: Klagen gegen verschärfte Regeln für Schlachthöfe erfolglos
  • Weltärztepräsident Montgomery fordert Möglichkeit künftiger Lockdowns
  • Aktuelle Fallzahlen im Norden: 3.889 in Schleswig-Holstein, 18.466 in Niedersachsen, 2.310 in Hamburg, 1.855 in Mecklenburg-Vorpommern
  • Bundesweit 140.999 neue Fälle - Inzidenz bei 740,1

Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfquote und weiteren Daten


22:00 Uhr

Corona-Blog macht Pause

Der Corona-Blog von NDR.de macht jetzt eine Pause. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Abend und eine gute Nacht. Am Donnerstagmorgen starten wir einen neuen Blog zu den Corona-Auswirkungen in Norddeutschland.


20:01 Uhr

Trotz fehlender Impfung: Djokovic auf US-Open-Meldeliste

Novak Djokovic steht trotz seines weiteren Verzichts auf eine Impfung gegen das Coronavirus zunächst auf der Meldeliste für die US Open. "Gemäß den Grand-Slam-Regeln werden alle teilnahmeberechtigten Spieler 42 Tage vor dem ersten Montag des Turniers automatisch in das Hauptfeld der Damen und Herren aufgenommen", teilten die Veranstalter mit. Zwar sei seitens der Organisatoren keine Impfpflicht für Spielerinnen und Spieler vorgesehen, allerdings werde man "die Position der US-Regierung bezüglich der Einreise ungeimpfter US-Bürger respektieren", hieß es weiter. Für die Einreise in die USA ist ein vollständiger Impfnachweis erforderlich, Djokovic ist ungeimpft. Bereits im Januar hatte er aus diesem Grund die Möglichkeit verpasst, seinen Titel bei den Australian Open zu verteidigen.


18:44 Uhr

Deichbrand Festival startet nach zweijähriger Corona-Zwangspause

An der Nordsee soll nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder auf dem Deichbrand Festival für vier Tage gefeiert werden. Bei dem Rockfestival in Nordholz im Landkreis Cuxhaven werden von morgen an täglich bis zu 60.000 Besucherinnen und Besucher erwartet, wie die Veranstalter mitteilten. Neben den Haupt-Acts wie Kraftklub, Nightwish und Sido spielen auf den insgesamt fünf Open-Air-Bühnen etwa 100 Bands, Künstlerinnen und Künstler. Das Programm ist vielfältig und reicht von Rock, Hip-Hop, Pop, Indie bis zu Elektro.


17:18 Uhr

Junge Mütter während erster Corona-Welle besonders belastet

Einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock (MPIDR) zufolge waren junge Mütter am stärksten durch die ersten Corona-Beschränkungen im Frühjahr 2020 belastet. "Mütter gaben deutlich höhere Werte von Stress, Erschöpfung und Einsamkeit in der Umfrage an als Väter, die in derselben Familienform leben", teilte das Institut mit. Der Stress- und Erschöpfungsgrad von Eltern, die in Partnerschaft leben, sei während der ersten Corona-Welle auf ähnlich hohe Werte wie bei Alleinerziehenden gestiegen, hieß es. Zusätzlich zeigte sich die stärkere Belastung der Mütter. Vor der Pandemie habe es noch keine Unterschiede bei der mentalen Gesundheit zwischen Müttern und Vätern, die in einer Partnerschaft leben.

Besonders stark sind der Studie zufolge verpartnerte Mütter mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren benachteiligt gewesen. Geschlossene Kitas und Schulen, wenig Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie häufiges Arbeiten von zu Hause aus seien die maßgeblichen Ursachen dafür. "Da unsere Studie auf Daten beruht, die während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 erhoben wurden, gehen wir davon aus, dass die aktuellen Auswirkungen der Pandemie auf die mentale Gesundheit noch größer sind, als es unsere Ergebnisse zeigen", sagte eine der beiden Studienleiterinnen, Mine Kühn. Erste Ergebnisse einer Folgestudie legen den Autorinnen zufolge nahe, dass eine paritätische Aufteilung der Kindererziehung zwischen den Eltern die Mütter vor einer Überbelastung geschützt hat.


17:01 Uhr

1.235 neue Corona-Fälle im Bundesland Bremen gemeldet

Die Behörden haben im Bundesland Bremen 1.235 Neuinfektionen registriert. Davon entfallen 768 auf die Stadt Bremen und 128 auf Bremerhaven. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in der Stadt Bremen jetzt bei 672,1 und in Bremerhaven bei 849,8. Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt.


16:38 Uhr

MV: 1.855 Neuinfektionen bestätigt - Inzidenz steigt minimal

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern um 1.855 Fälle gestiegen. Das sind 15 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt landesweit bei 593,5 (+0,6). Der Inzidenzwert der Corona-Patienten, die innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner zur Behandlung in eine Klinik gebracht wurden, liegt bei 6,0 (+0,3). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist um drei gestiegen.


15:13 Uhr

Hamburg: Sommerdom startet ohne Corona-Auflagen

Der Sommerdom in Hamburg auf dem Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli soll wieder wie vor dem Beginn der Corona-Pandemie über die Bühne gehen. Das Volksfest findet von kommenden Freitag, 22. Juli, bis zum 21. August komplett ohne Auflagen statt - ohne Maske, Abstand und Corona-Tests. Auch die Eventfläche kehrt mit historischen Fahrgeschäften und einer Orgel von 1892 zurück, wie der Veranstalter mitteilte.

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Menschen flanieren über den Hamburger Sommerdom 2022. © picture alliance/dpa Foto: Marcus Brandt

Hamburger Sommerdom ohne Corona-Auflagen gestartet

Am Freitag hat der Dom auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg begonnen. Unter den Attraktionen gibt es vier Neuheiten. mehr


13:09 Uhr

Experte: Omikron-Variante BA.2.75 wächst langsamer als erwartet

Die von manchen Wissenschaftlern zunächst mit Sorge betrachtete Omikron-Sublinie BA.2.75 breitet sich nicht ganz so schnell aus wie befürchtet. Zwar nehme BA.2.75 in Indien nach wie vor zu und scheine dort einen klaren Übertragungsvorteil zu haben, teilte Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Er ist Leiter einer Forschungsgruppe für Evolution von Viren und Bakterien. Außerhalb Indiens sei das Bild nicht so klar, erläuterte Neher. Indien habe bislang keine ausgeprägte Welle durch die Sublinie BA.5 gehabt, daher sei die dortige Situation nicht ohne weiteres mit dem Rest der Welt vergleichbar. Neher betonte, es sei nach wie vor möglich, dass sich BA.2.75 weltweit ausbreite. "Aber Daten der vergangenen zwei Wochen haben gezeigt, dass die Variante nicht ganz so schnell wächst wie anfangs vermutet."

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kommentierte Erkenntnisse zu Nachweisen des Erregers auf Twitter mit den Worten: "Es sieht in den Daten bisher nicht danach aus, als ob die Variante BA.2.75. sich durchsetzen könnte." Dies sei eine gute Nachricht, wenn auch vorläufig. Mehrere Erbgutveränderungen von BA.2.75 hatten Forscher vor einigen Wochen aufhorchen lassen.


12:27 Uhr

Sozialministerin: Niedersachsen bundesweit vorn bei Impfquote in Pflegeheimen

Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) freut sich über eine Spitzenposition des Bundeslandes bei den Impfquoten in Pflegeeinrichtungen. "Alles im grünen Bereich und bundesweiter Spitzenreiter - so attestiert uns das Robert Koch-Institut die Impfsituation in Niedersachsens Pflegeheimen", sagte Behrens am Mittwoch in Hannover. Dem ersten Corona-Bund-Länder-Bericht des Instituts zu den Impfquoten in Pflegeheimen zufolge ist die überwältigende Mehrheit der Pflegekräfte gut durchgeimpft. 96 Prozent seien zum Stichtag 30. April grundimmunisiert gewesen, und 78 Prozent seien einmal geboostert, sagte Behrens. Damit nehme Niedersachsen mit Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein die Spitzenposition in Deutschland ein. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Heime sieht die Lage Behrens zufolge ebenso gut aus: Von 46.820 Personen mit angegebenem Impfstatus seien ebenfalls 96 Prozent grundimmunisiert und lediglich drei Prozent nicht geimpft.


11:41 Uhr

Niedersachsen: Inzidenz im Landkreis Wittmund schnellt in die Höhe

Im niedersächsischen Landkreis Wittmund ist die Zahl der Corona-Infektionen rasant angestiegen. Mit einer Inzidenz von mehr als 2.700 liegt die Kommune nach dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge bundesweit auf Platz zwei. Als Hauptgrund werden die jüngsten Schützenfeste vermutet. Bereits nach mehreren kleineren Veranstaltungen nahmen die Infektionszahlen zu. Geradezu in die Höhe geschnellt sind sie dann nach dem großen Schützenfest in Esens am vergangenen Wochenende mit 100.000 Besucherinnen und Besuchern.

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Ein Labor-Mitarbeiter hält einen Ständer mit diversen Rachenabstrichröhrchen in den Händen. © dpa Foto: Felix Kästle

Corona: Inzidenz im Landkreis Wittmund schnellt in die Höhe

Der Wert liegt aktuell über 2.700. Als Hauptgrund für den Anstieg wird das große Schützenfest in Esens vermutet. mehr


11:12 Uhr

Deutsche Flugsicherung: Luftverkehr über Deutschland "rasant" erholt

Nach dem Einbruch in der Corona-Zeit liegt der Luftverkehr nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) wieder bei gut drei Viertel des Vorkrisenniveaus. In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es im deutschen Luftraum mehr als 1,2 Millionen Flugbewegungen und damit rund 76 Prozent des Jahres 2019, teilte die DFS am Mittwoch mit. DFS-Chef Arndt Schoenemann rechnet im Laufe des Jahres mit einem weiteren Anstieg, sodass für das Gesamtjahr 85 Prozent erwartet werden. Er sagte: "Wir sehen einen rasanten Verkehrsanstieg nach der Corona-Krise." Grund seien eine allgemein stärkere Nachfrage nach Flügen in Europa. Zudem sorge der Ukraine-Krieg durch Verkehrsverlagerungen und militärische Flüge für Wachstum.

Dieser Anstieg sei jedoch sehr ungleich verteilt: Während im unteren Luftraum deutlich weniger Flugzeuge unterwegs seien als 2019, liege die Zahl der Überflüge fast schon wieder auf dem Niveau vor der Krise und teilweise deutlich darüber. An Flughäfen in Deutschland und Europa kommt es derzeit zu langen Warteschlangen, Verzögerungen und Tausenden Flugstreichungen. Grund ist vor allem der Personalmangel - bei den Bodendienstleistern, aber auch in der gesamten Luftfahrt. Die Branche hat eingeräumt, in der Virus-Pandemie mitunter zu viel gespart und ein zu ehrgeiziges Flugprogramm für den Sommer geplant zu haben.


10:33 Uhr

Karlsruhe: Klagen gegen verschärfte Regeln für Schlachthöfe erfolglos

Infolge der großen Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen gelten für die Fleischbranche verschärfte Vorschriften - jetzt sind betroffene Unternehmen mit Verfassungsbeschwerden dagegen gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm sechs Klagen eines Wurstherstellers und mehrerer Zeitarbeitsfirmen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die Begründung genüge nicht den Anforderungen.

Seit 1. Januar 2021 ist der Einsatz von Subunternehmen mit osteuropäischen Billiglohn-Arbeitern beim Schlachten, Zerlegen und bei der Fleischverarbeitung verboten. Leiharbeit ist seit dem 1. April 2021 nur noch eingeschränkt möglich und soll nach dreijähriger Übergangsfrist komplett untersagt werden. Eine Ausnahme macht das neue Arbeitsschutzkontrollgesetz nur für kleinere Handwerksbetriebe.


09:47 Uhr

Starke Winter-Omikronwelle in Australien

In Australien gewinnt eine dritte Omikron-Welle mit den hochansteckenden Untervarianten BA.4 und BA.5 an Dynamik. Die Zahl der mit Covid-19 in Krankenhäuser eingelieferten Personen nähert sich einem Rekordwert. Behörden forderten die Unternehmen auf, ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen und empfahlen, in geschlossenen Räumen Masken zu tragen. Impfungen sollten angesichts des Ausbruchs dringend aufgefrischt werden. In den vergangenen sieben Tagen wurden in dem Land mehr als 300.000 Fälle registriert, die Behörden gehen aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl doppelt so hoch sein könnte und in den kommenden Wochen "Millionen" neue Fälle auftreten könnten. Mit 53.850 neuen Fällen am Mittwoch wurde der höchste Tageswert seit zwei Monaten gemeldet.


08:42 Uhr

Bundesgesundheitsminister Lauterbach zum Corona-Erfahrungsaustausch in den USA

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will sich mit Wissenschaftlern und Regierungsvertretern in den USA über Strategien für den weiteren Corona-Krisenkurs austauschen. Zum Auftakt der Gespräche ist am Mittwoch in der Hauptstadt Washington unter anderem ein Treffen mit Anthony Fauci, dem Pandemie-Berater des Weißen Hauses, geplant. Zentrale Themen der Reise sollen die Impfstrategie für den Herbst, aber auch langfristige Perspektiven im Umgang mit dem Virus sein, wie es vorab aus dem Ministerium hieß.

Auf Lauterbachs Programm stehen bis Sonntag außerdem auch Gespräche mit der Weltbank, seinem US-Amtskollegen Xavier Becerra und mit dem Internationalen Währungsfonds. Vorgesehen sind bei weiteren Stationen in New York und Boston zudem Besuche in Gesundheitseinrichtungen und beim Impfstoffhersteller Moderna. Neben der Corona-Krise soll auch die Digitalisierung im Gesundheitswesen ein Thema sein.


08:11 Uhr

Studie: Viele Großstädte schrumpfen weiter - Hamburg und Hannover wachsen

Die deutschen Großstädte haben auch im zweiten Corona-Jahr 2021 im Durchschnitt an Bevölkerung verloren. Das haben Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig nach einer Auswertung von Einwohnermeldedaten der 15 größten deutschen Städte herausgefunden. Bereits im ersten Jahr der Pandemie hatten die Wissenschaftler die Entwicklung analysiert. Stagnation und Schrumpfung der Großstädte hätten sich fortgesetzt, schreiben sie in einem neuen Diskussionspapier. Die Studie untersuchte die Bevölkerungsentwicklung in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, München, Leipzig, Dresden, Hannover, Düsseldorf, Essen, Bremen, Stuttgart, Nürnberg, Dortmund und Duisburg. Wie schon 2020 gab es bei der Bevölkerungsveränderung ein Minus von 0,18 Prozent. Bis 2019 waren die Städte dagegen noch fast ausnahmslos gewachsen, allerdings mit nachlassender Dynamik.

Zwischen den Großstädten gibt es deutliche Unterschiede. Fünf Großstädte konnten 2021 wachsen - allen voran Leipzig, gefolgt von Berlin, Hannover, Hamburg und München. Dagegen verdreifachten sich die Bevölkerungsverluste in Bremen im Jahresvergleich, und auch Köln verlor 2021 mehr als doppelt so viele Einwohner wie noch 2020. Es sei derzeit schwierig, den Anteil zu bestimmen, den die Pandemie an der Stadtentwicklung hat - Corona sei aber ein Trendverstärker, sagte UFZ-Stadtsoziologe und Forschungsleiter Prof. Dieter Rink. "Wir erleben gerade eine starke Fluchtzuwanderung aus der Ukraine infolge des Krieges. Wir gehen von einer weiteren Zuwanderung in die großen Städte auch in naher Zukunft aus, aber sie wird sich auf einem niedrigeren Level als vor der Pandemie bewegen und selektiv sein". Angespannte Wohnungsmärkte und hohe Mieten in den meisten Großstädten hemmten zugleich die Zuwächse.


07:51 Uhr

Hamburg fordert Verlängerung der Unterbrechungsfristen bei Prozessen

Hamburg macht sich im Bund für eine Verlängerung der Fristen für Corona-bedingte Prozessunterbrechungen stark. Ansonsten drohten auch in der Hansestadt Prozesse zu platzen, sagte Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Dies könne auch Verfahren betreffen, bei denen die Angeklagten in Untersuchungshaft sitzen. "Corona gefährdet nach wie vor die Durchführung von strafgerichtlichen Hauptverhandlungen", sagte die Senatorin. "Der Bundesjustizminister muss deshalb die mittlerweile ausgelaufene Ausnahmeregelung wieder einführen."

Laut Strafprozessordnung muss eine laufende Hauptverhandlung bei Fristüberschreitung komplett neu beginnen. Wegen Corona-bedingter Unterbrechungen war bereits 2020 eine Ausnahmeregelung geschaffen worden, die es erlaubt, Hauptverhandlungen für bis zu drei Monate und zehn Tage zu unterbrechen, wenn sie aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen nicht durchgeführt werden können. Der neue Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hatte die Ausnahmeregelung, die ursprünglich im März auslaufen sollte, bis zum 30. Juni verlängert.


07:41 Uhr

Laut RKI 2.310 neue Corona-Fälle in Hamburg

Das Robert Koch-Institut hat für Hamburg 2.310 neue Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Inzidenz sinkt leicht auf 521,5 (Vortag: 533,4). Zudem wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.


07:32 Uhr

Niedersachsen: RKI verzeichnet 18.466 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Mittwoch für Niedersachsen 18.466 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, beträgt 916,3. Am Dienstag lag der Wert bei 913,8. Zudem meldet das RKI insgesamt 16 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

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Ein Kalender mit projezierten Coronaviren (Montage) © PantherMedia, Colourbox Foto: belchonock

Niedersachsen: Heute keine neuen Corona-Zahlen - nur Inzidenz

Neuinfektionen werden an Tagen nach Feiertagen nicht vermeldet. Der Inzidenz-Wert bleibe aktuell, hieß es. mehr


06:55 Uhr

MV: Corona-Anstieg in der Pflege auf niedrigem Niveau

Auch in den Pflegeeinrichtungen von Mecklenburg-Vorpommern macht sich die Corona-Sommerwelle bemerkbar - wenn auch bisher auf niedrigem Niveau. Laut aktuellstem Bericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales von dieser Woche gab es zuletzt 18 aktive Infektionsgeschehen und 126 Fälle in den Einrichtungen. Eine Woche zuvor waren es sieben Geschehen und 48 Fälle. Man müsse beobachten, ob die Zahlen weiter stiegen, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Alexander Kujat. Andernorts in Deutschland gebe es teilweise einen recht heftigen Anstieg. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte kürzlich unter anderem über vermehrte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen berichtet. Auch der Greifswalder Bioinformatiker Lars Kaderali wies darauf hin, dass sich bei der Sieben-Tage-Inzidenz zwar ein Plateau abzeichne, Infektionen aber wieder verstärkt in ältere Bevölkerungsgruppen getragen würden. Laut Kujat sollen ab Ende August, spätestens ab Anfang September, wieder verstärkt mobile Impfteams Pflegeeinrichtungen anfahren. Außerdem seien Test- und Maskenpflichten hier nie weggefallen. Und auch die Impfungen zahlten sich aus.


06:53 Uhr

RKI meldet 140.999 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 740,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 740,1 angegeben. Das geht aus den Zahlen des RKI-Dashboard hervor. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 744,2 gelegen (Vorwoche: 691,8; Vormonat: 416,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 140.999 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 127.611) und 136 Todesfälle (Vorwoche: 104) innerhalb eines Tages.

Anmerkung zu den aktuellen Zahlen: Die Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests aber fließen in die offiziellen Statistiken ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.


06:52 Uhr

Weltärztepräsident Montgomery fordert Möglichkeit künftiger Lockdowns

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat an die Politik appelliert, im Zuge des künftigen Infektionsschutzgesetzes wieder Lockdowns zu ermöglichen. "Wer von vornherein Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Lockdowns kategorisch ausschließt, hat weder den Sinn des Gesetzes verstanden noch den Ernst der Lage begriffen", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ob man die Instrumente später anwendet, hängt von der jeweiligen Lagebeurteilung ab. Dass man sie braucht, sollte aber unstrittig sein." "Ein Infektionsschutzgesetz soll Chancen eröffnen und Leben retten", sagte Montgomery weiter. "Deswegen muss es den Instrumentenkasten enthalten, den Politik anwenden kann, wenn die Situation es erfordert."


05:55 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 614,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen sieben Tagen liegt laut Landesmeldestelle bei 614,2. Eine Woche zuvor hatte die Inzidenz noch bei 685,4 gelegen. Den Angaben zufolge wurden 3.889 neue Corona-Fälle gemeldet (Vorwoche: 5.277). In den Krankenhäusern wurden 469 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus behandelt (Vorwoche: 506). Auf den Intensivstationen liegen 29 Corona-Patienten; 14 von ihnen werden beatmet.

Anmerkung zu den aktuellen Zahlen: Die Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests aber fließen in die offiziellen Statistiken ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.


05:55 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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05:55 Uhr

Corona-Live-Ticker am Mittwoch startet

Guten Morgen aus der NDR.de Redaktion! Heute - am Mittwoch, 20. Juli 2022 - wollen wir Sie wieder über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie montags bis freitags (außer an Feiertagen) alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die letzten Nachrichten und Ereignisse von gestern können Sie im Blog von Dienstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
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