Stand: 07.01.2022 23:30 Uhr

Coronavirus-Blog: Bund und Länder einigen sich auf 2G-Plus in Gastronomie

Im Coronavirus-Blog hat NDR.de Sie auch am Freitag, 7. Januar 2022 aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Das Geschehen des Tages können Sie hier nachlesen. Am Sonnabendmorgen geht es mit einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:30 Uhr

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Das Team von NDR.de beendet für heute diesen Blog und wünscht eine angenehme Nacht! Morgen früh geht es mit einem neuen Blog weiter.


23:10 Uhr

So reagiert der Norden auf den Bund-Länder Gipfel

Der mit Spannung erwartete Bund-Länder-Gipfel ist am Nachmittag schon nach wenigen Stunden beendet gewesen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stellte die Beschlüsse vor, anschließend meldeten sich die Regierungschefs aus dem Norden zu Wort. Das Wichtigste des Tages erfahren Sie im folgenden Video von NDR Info.


23:00 Uhr

Giffey: 2G-Plus auch Anreiz, sich boostern zu lassen

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat im Interview mit den ARD tagesthemen deutlich gemacht, dass die 2G-Plus-Regel für die Gastronomie auch ein Anreiz dazu sein solle, sich boostern zu lassen. Dass Menschen mit einer Booster-Impfung von der Testpflicht für Restaurants und Cafés befreit sind, begründete Giffey mit der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass diese Gruppe bei einer Ansteckung mit milderen Krankheitsverläufen zu rechnen habe. Sie bezeichnete die beschlossene 2G-Plus-Regelung als einen "maßvollen Weg", mit dem die Restaurants gut leben könnten - zumal es für die Betriebe weiterhin wirtschaftliche Hilfen gebe.


22:13 Uhr

Hamburger Profisport-Vereine fordern Gleichbehandlung

Die Profisport-Vereine in Hamburg haben das Gesprächsangebot des Senats der Hansestadt nach dessen kritisierten Corona-Beschlüssen begrüßt. Dazu veröffentlichten die Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli, Basketball-Bundesligist Hamburg Towers, Handball-Bundesligist HSV Hamburg und Eishockey-Oberligist Crocodiles Hamburg am Abend eine gemeinsame Erklärung auf ihren jeweiligen Webseiten. In dem Gespräch mit dem Senat solle es unter anderem um die Gleichbehandlung von Veranstaltungen gehen. Auslöser für die Gesprächsinitiative des Senats war die heftige Kritik an den am Dienstag bekanntgegebenen Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie. Diese sehen vor, dass von Montag an bis zum 6. Februar kein Publikum bei Profispielen in Hamburg zugelassen ist. Zu Veranstaltungen im Amateursport können dagegen 200 Zuschauer in eine Halle und 1.000 im Freien kommen. Auch Kulturevents wie in der Elbphilharmonie dürfen von Menschen besucht werden.


21:57 Uhr

Lauterbach: Bei Omikron nicht mehr so lange ansteckend

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Verkürzung der Quarantänezeiten verteidigt. Im Interview mit der ARD, dass der Ablauf einer Infektion mit der Omikron-Variante kürzer sei. Man sei schneller ansteckend, das sei die schlechte Nachricht. "Aber man ist auch schneller nicht mehr ansteckend. Das ist die gute Nachricht." Auf diesen verkürzten Zyklus sei die Anpassung der Quarantänezeit ausgerichtet.


21:14 Uhr

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher: "Wir sind in einer schwierigen Situation"

Im NDR Hamburg Journal hat Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher erklärt, warum die 2G-Plus-Regelung in der Gastronomie so wichtig ist und warum er eine allgemeine Impfpflicht befürwortet.

VIDEO: Bürgermeister Tschentscher zur Corona-Lage in Hamburg (5 Min)


20:29 Uhr

Quarantäne-Verkürzung bedeutet auch für den Sport Entlastung

Fußball, Eishockey, Basketball - durch den massiven Anstieg von Coronavirus-Infektionen auch unter Sportlern sind mittlerweile zahlreiche Wettbewerbe gefährdet. Die Bund-Länder-Beschlüsse zu einer Verkürzung von Quarantäne und Isolation könnten Entspannung bringen.

Weitere Informationen
Eine Maske liegt auf dem Rasen am Millerntor. © picture alliance / xim.gs | xim.gs / Philipp Szyza

Neue Quarantäne-Regeln - Entlastung auch für den Sport

Der Bund-Länder-Gipfel hat beschlossen, die Regeln für Quarantäne und Isolation zu ändern. Das könnte vielen Ligen helfen, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. mehr


19:47 Uhr

Kritik an Quarantäne-Regelungen für Schülerinnen und Schüler

Der Deutsche Lehrerverband und die Lehrergewerkschaft GEW kritisieren die geplante Neuregelung der Corona-Quarantäne für Schülerinnen und Schüler. "Wenn diese Aufweichung der Quarantäne-Regeln dazu führt, dass mehr Infizierte unerkannt in Schulen herumlaufen, wird der Schuss nach hinten losgehen", sagte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbands, den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Freitag. Das "Freitesten" durch relativ unsichere Antigentests erscheine problematisch, vor allem weil diese Tests in den ersten Tagen einer Infektion nicht so aussagekräftig seien.


19:11 Uhr

MV: Ministerpräsidentin Schwesig rät dringend zum Tragen von FFP2-Masken

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Bevölkerung aufgerufen, in den kommenden Wochen verstärkt FFP2-Masken zu tragen. Sie rate dringend dazu, sagte Schwesig nach der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). "Vor allem dort, wo es eng wird, zum Beispiel im ÖPNV oder beim Einkaufen", betonte die Regierungschefin. Sie sehe die nächsten Wochen "sehr kritisch". Hintergrund ist die Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante. FFP2-Masken sollen bei der Verhinderung von Omikron-Ansteckungen wirkungsvoller sein als die meist blauen medizinischen Masken.


18:51 Uhr

Greifswald: Oberverwaltungsgericht kippt Intensivstation-Auslastung als Kriterium

Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald (OVG) hat Teile des Corona-Stufensystems der Landesregierung in MV gekippt. Die Richter kritisieren, wie die Auslastung der Kapazitäten auf den Intensivstationen (ITS) bemessen wird. Entsprechende Regelungen seien außer Vollzug gesetzt, teilte das Gericht heute mit. Die Entscheidung richtet sich gegen eine Neufassung der Corona-Landesverordnung, nach der nur noch die für Covid-19-Patienten vorgesehenen ITS-Betten als Maßstab für die Auslastung der Kapazitäten auf diesen Stationen herangezogen werden. Die Zahl hatte die Landesregierung für das gesamte Land mit 100 angegeben. Diese Zahl habe der Gesetzgeber nicht in der Landesverordnung geregelt, ebenso wenig ein Verfahren zur Festlegung der Zahl, kritisierte das Gericht. Somit habe er das Gewichtungskriterium der ITS-Auslastung fehlerhaft festgelegt und die Grenzen seines Gestaltungsspielraums überschritten.


18:40 Uhr

Niedersachsen: Weil kündigt verlängertes tägliches Testen für Schulunterricht an

Vor dem Schulbeginn am Montag müssen sich Kinder und Jugendliche in Niedersachsen auf eine verlängerte tägliche Testpflicht einstellen. "Wir werden nicht nur wie es zunächst hieß in der ersten Woche nach Schulbeginn täglich testen, sondern bis auf Weiteres", sagte Weil heute in Hannover. Wie lange dies genau gelten soll, sagte der Regierungschef zunächst nicht. Getestet werden soll zu Hause vor Beginn des Unterrichts - damit soll verhindert werden, dass bei einem positiven Test eine mögliche Corona-Infektion in die Schule getragen wird. Die Tests werden von den Schulen gestellt.


18:21 Uhr

Die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde von heute in der Übersicht:

  • 2G-Plus-Regelung bundesweit in der Gastronomie: In der Gastronomie wird bundesweit die sogenannte 2G-Plus-Regelung eingeführt. Künftig dürfen nur noch vollständig Geimpfte oder Genesene in Lokale, die ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen können. Ausgenommen von der Testpflicht sind geboosterte Personen ab dem Tag ihrer Auffrischungsimpfung. In Norddeutschland gelten entsprechende Regeln bereits oder treten kommende Woche in Kraft.
  • Verkürzung und Vereinfachung der Quarantänezeiten: Die Quarantäne- und Isolationszeiten von Kontaktpersonen und Covid-19-Erkrankten werden verkürzt und vereinfacht. Künftig werden - unabhängig vom Virusvarianten-Typ - Kontaktpersonen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen oder frisch genesen sind von der Quarantäne ausgenommen sein. Für alle Übrigen enden Isolation beziehungsweise Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen, wenn sie sich nicht vorher "freitesten" lassen - das geht nach frühestens sieben Tagen. Bei Schülerinnen und Schülern sind es fünf Tage. Für Krankenhäuser und Pflegeheime gilt, dass eine Quarantäne frühestens nach sieben Tagen mit einem negativen PCR-Testergebnis verkürzt werden kann.  
  • Empfehlung zur Verwendung von FFP2-Masken im Handel und ÖPNV: Beim Einkaufen in Geschäften und bei der Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs in Bussen und Bahnen wird die Verwendung von FFP2-Masken zwar weiterhin nicht vorgeschrieben, jedoch dringend empfohlen.
  • Wirtschaftshilfen werden verlängert: Unternehmen können ab sofort die bis Ende März beschlossene Überbrückungshilfe IV zum Ausgleich von Einbußen und Belastungen als Folge der Corona-Pandemie beantragen. Anders als bisher fördert der Bund nicht nur Sach- sondern auch Personalkosten zur Umsetzung der Zutrittsbeschränkungen.


18:06 Uhr

SH: Ministerpräsident Günther für schnelle Umsetzung der Corona-Impfpflicht

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ist für die rasche Umsetzung einer Corona-Impfpflicht in Deutschland. "Ich wünsche mir, dass die Fristen möglichst kurz sind, dass es möglichst schnell beschlossen wird", sagte Günther nach der Beratung von Bundesregierung und Ministerpräsidenten. Der Bundestag wolle Ende Januar erstmals darüber beraten. "Ich halte das für wichtig, dass diese Verabredung jetzt auch umgesetzt wird, weil das auch einer der wichtigen Schritte ist, um aus dieser Pandemie herauszukommen."


18:01 Uhr

Inzidenz in der Stadt Bremen übersteigt erstmals 1.000

Die Behörden haben heute 1.866 Neuinfektionen im Land Bremen gemeldet – 1.683 davon in der Stadt Bremen und 183 in Bremerhaven. Das berichtet Radio Bremen. Am Donnerstag waren es in der Stadt Bremen 1.142 und vor einer Woche 651. In Bremerhaven waren es am Donnerstag 135 und vor einer Woche 136. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Bremen liegt erstmals seit Ausbruch der Pandemie über 1.000. Der Wert beträgt jetzt 1.052,6 nach 850,9 am Vortag. Auch in Bremerhaven steigt die Inzidenz: von 545,1 am Donnerstag auf nun 640,2. Verstorbene wurden nicht gemeldet.

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Ein 15-jähriges Mädchen wird im Bremer Impfzentrum geimpft. © dpa Foto: Sina Schuldt

Bremen: Höchste Inzidenz trotz Impfrekord

Bremen hat Deutschlands höchste Impfquote - und jetzt plötzlich auch Deutschlands höchste Corona-Inzidenz. Mehr bei tagesschau.de. extern


17:45 Uhr

MV: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 389,4 - 1.053 neue Fälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern erneut gestiegen. Nach 1.053 gemeldeten Infektionsnachweisen betrug der Wert 389,4, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Gestern war die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 367,3 angegeben worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 261,9 gelegen. Den Angaben zufolge befanden sich 331 Covid-Patienten in Kliniken - 5 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sank um einen. Damit waren 90 der 100 im Land für solche Fälle vorgesehenen Betten belegt. Es wurden 7 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit die Gesamtzahl im Land auf 1.515 stieg.


17:37 Uhr

Bund-Länder-Beschlüsse haben keine Auswirkung auf Hamburger Corona-Regeln

Die Beschlüsse der Regierungschefs von Bund und Ländern haben keine Auswirkungen auf die vom Hamburger Senat bereits beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln. Er sehe die Linie des rot-grünen Senats in der Pandemiebekämpfung bestätigt, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher nach Beratungen mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD). "An bestimmten Stellen sind wir aber darüber hinausgegangen", so Tschentscher.


17:23 Uhr

Bremen: Mitarbeiterin einer Arztpraxis soll Impfpässe gefälscht haben

Eine Mitarbeiterin einer Bremer Arztpraxis soll gefälschte Impfpässe hergestellt und vertrieben haben. Wie die Polizei heute mitteilte, haben Ermittler in der Wohnung der 29-Jährigen 14 Blanko-Impfbücher, 74 Chargen-Aufkleber, drei bereits gefälschte Impfbücher und drei Stempel, die im Herbst 2021 in der Praxis gestohlen wurden, gefunden. Sie stellten zudem zwei auf den Namen der Frau ausgestellte Impfpässe sicher. Die 29-Jährige arbeitete laut Polizei in einer Gemeinschaftspraxis und hatte Zugriff auf Impfdosen, Aufkleber mit den Chargenbezeichnungen und Blanko-Impfpässe. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Diebstahls und gewerbsmäßiger Urkundenfälschung gegen die Frau.


17:13 Uhr

MV: Zahl der Corona-Infizierten an Schulen binnen eines Tages fast verdoppelt

Die Zahl der Corona-Infizierten an den Schulen des Landes hat sich binnen eines Tages auf niedrigem Niveau fast verdoppelt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete am Freitag 57 Infizierte, davon 50 Schüler und 7 Lehrer oder andere Mitarbeiter. Am Donnerstag waren 34 Fälle gemeldet worden - 32 Schüler und 2 Lehrer oder andere Mitarbeiter. Die Zahlen bewegen sich noch auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau. Am 1. Dezember hatte das Amt 703 Infizierte an den Schulen gemeldet.


17:06 Uhr

Weitere Beschlüsse zu FFP2-Masken, Homeoffice und Überbrückungshilfen

Die Bundesregierung und die 16 Ministerpräsidenten beschlossen zudem die Aufforderung, im Handel und im ÖPNV möglichst nur noch FFP2-Masken zu verwenden. Bisher geltende Kontaktbeschränkungen und Zugangsauflagen für Veranstaltungen sollen verlängert werden, zudem wird in dem Beschluss an die Homeoffice-Pflicht erinnert. Die Impfkampagne soll "mit Hochdruck" fortgesetzt werden. Unternehmen können ab sofort die bis Ende März beschlossene Überbrückungshilfe IV zur Kompensation von Einbußen als Folge der Corona-Pandemie beantragen. Das nächste Bund-Länder-Treffen ist am 24. Januar geplant.


16:45 Uhr

Alle Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten unterstützen Impfpflicht

Alle 16 Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen unterstützen laut Bundeskanzler Scholz das Vorhaben, eine allgemeinde Corona-Impfpflicht einzuführen. "Ich fühle mich da maximal unterstützt", sagte der SPD-Politiker. Der Bundestag werde demnächst über Entwürfe dazu beraten.


16:33 Uhr

Beschluss: Quarantäne und Isolation werden verkürzt und vereinfacht

Die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter wird laut Kanzler Scholz verkürzt und vereinfacht. Die Regierungschefs von Bund und Ländern einigten sich darauf, dass Kontaktpersonen künftig von der Quarantäne ausgenommen werden, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen sind oder frisch genesen. Für alle Übrigen sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn keine Symptome vorhanden sind. Allerdings stehen die neuen Quarantäne-Regeln, wie alle Einzelpunkte, unter dem Vorbehalt eines Gesamtbeschlusses über alle Teile der Vereinbarungen.


16:30 Uhr

Bundesweit 2G-Plus für Restaurants und Kneipen beschlossen

In Restaurants, Cafes und Kneipen soll künftig bundesweit und unabhängig von den Corona-Zahlen eine 2G-plus-Regel gelten, wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mitteilte. Nach dem Bund-Länder-Beschluss von heute müssen Geimpfte und Genesene einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen, um Zutritt zu bekommen. Sachsen-Anhalt bleibt allerdings zunächst bei seinen derzeit geltenden Corona-Maßnahmen und wird in der Gastronomie nicht zusätzlich auf Tests für Genesene und Geimpfte (2G plus) setzen. Grund: In Sachsen-Anhalt gebe es anders als in anderen Bundesländern fast nur die Delta-Variante des Coronavirus, deshalb seien neue Maßnahmen zunächst nicht nötig, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).


16:08 Uhr

Bund und Länder einigen sich offenbar auf 2G-Plus in der Gastronomie

Die Spitzenrunde von Bund und Ländern hat sich bei ihrem Treffen auf weitere Corona-Maßnahmen geeinigt: Laut übereinstimmenden Medienberichten wird in der Gastronomie die 2G-Plus-Regel eingeführt. Bundesweit und inzidenzunabhängig soll demnach der Zugang zu Restaurants und Cafés nur noch für Geimpfte und Genesene mit einem tagesaktuellen Corona-Test oder mit dem Nachweis einer Auffrischungsimpfung möglich sein. Die Verschärfungen sollen laut den Berichten kurzfristig gelten. In einer Beschlussvorlage zu den heutigen Bund-Länder-Beratungen war zuvor vom 15. Januar als mögliches Datum die Rede gewesen. Zudem haben sich die Regierungschefs auf eine Verkürzung der Quarantäne- und Isolationszeiten verständigt.


15:27 Uhr

Sonderausschuss: Schulen in Niedersachsen schlecht auf Pandemie vorbereitet

Der Schulbetrieb in Niedersachsen war schlecht auf den Unterricht unter Pandemiebedingungen vorbereitet - zu dieser Erkenntnis kommt der Corona-Sonderausschuss des Landtags. In einem Berichtsentwurf des Ausschusses heißt es, viele Schulen seien "vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, mit den vorzufindenden baulichen Gegebenheiten den gewünschten Infektionsschutz zu gewährleisten". Mit Blick auf den Distanzunterricht hätten sich zudem "digitale Einschränkungen (...) nicht nur am Wohnort der Schülerinnen und Schüler, sondern auch in den Schulen" gezeigt. Der Sonderausschuss, dem alle vier Landtagsfraktionen angehören, stellt darüber hinaus fest, dass die Mindestabstände in den Schulbussen oft nicht eingehalten werden konnten. Unterschiedliche Corona-Regeln in den Schulen und in der Freizeit hätten darüber hinaus zu einer geringeren Überzeugungskraft der Maßnahmen geführt. Als Beispiel wurden getrennte Gruppen an den Schulen genannt, die sich im Bus oder bei privaten Treffen durchmischen konnten.


15:14 Uhr

Bundesregierung stuft fast 40 Länder als neue Hochrisikogebiete ein

Die Bundesregierung hat auf einen Schlag rund 40 Staaten wegen hoher Corona-Infektionszahlen ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete eingestuft und rät von unnötigen Reisen dorthin ab. Laut Mitteilung des Robert Koch-Institut gilt die Einstufung ab Sonntag. In Europa stehen dann unter anderem auch das kleine Nachbarland Luxemburg sowie Schweden und Estland auf der Liste. Hinzu kommen auch die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Winterurlaubsziel Dubai, Israel, Kenia, Australien oder Argentinien. Von den Nachbarländern Deutschlands ist ab Sonntag nur Österreich kein Hochrisikogebiet. Als einziges Land von der Liste gestrichen wird die Ukraine. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.


15:03 Uhr

Lübeck hat bundesweit dritthöchste Corona-Inzidenz

Die Corona-Zahlen in der Hansestadt Lübeck sind sprunghaft gestiegen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz vor einer Woche nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) noch bei 120,5 Fällen je 100.000 Einwohnern, meldete das RKI heute einen Wert von 717,2. Damit liegt Lübeck als Kommune bundesweit auf dem dritten Platz hinter der Stadt Bremen (850,6) und dem Kreis Dithmarschen (806,0).


14:46 Uhr

Hamburg: Noch keine Booster-Impfungen für 12- bis 17-Jährige

In Hamburg wird weiterhin streng nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) geimpft. Und die hat bisher noch keine Empfehlung zum Boostern von Kindern und Jugendlichen abgegeben. Anders als in Niedersachen und Schleswig-Holstein, wo Auffrischungsimpfungen für Kinder und Jugendliche jetzt auch in den Impfstellen der Länder möglich sind, gibt es dieses Angebot daher in Hamburg noch nicht.

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Eine Jugendliche bekommt eine Corona-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht. © picture alliance/dpa/Philipp Schulze Foto: Philipp Schulze

Corona: Noch kein Booster für Hamburgs Kinder und Jugendliche

Hamburg orientiert sich beim Impfen an den Empfehlungen der Impfkommission. Die empfiehlt den Booster erst für Erwachsene. mehr


14:13 Uhr

Scholz bekräftigt Ja zur Impfpflicht

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist weiter für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland. Seine Haltung dazu habe sich nicht verändert, sagte eine Regierungssprecherin heute. Über eine allgemeine Impfpflicht soll der Bundestag in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Zunächst soll es dort in diesem Monat erstmal eine "Orientierungsdebatte" geben. Die SPD hatte gestern erklärt, ein Abschluss des Gesetzgebungsprozesses werde im ersten Quartal angestrebt. Unionspolitiker machen bei dem Thema Druck: Der Bundeskanzler habe die Impfpflicht für Februar angekündigt - dieses Wort müsse gelten, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) der Zeitung "Rheinische Post".


13:54 Uhr

Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzler Scholz begonnen

Die Ministerpräsidenten der Länder haben heute Mittag Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aufgenommen, um schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der hochansteckenden Corona-Variante Omikron abzustimmen. Bereits am Vormittag hatten die Länderchefs untereinander ihre Positionen abgestimmt. Auf dem Tisch für die Bund-Länder-Beratungen liegt eine vorläufige Beschlussvorlage, die unter anderem eine gemeinsame Regelung zu 2G-Plus im Kernbereich der Gastronomie vorsieht.

Die Quarantäne von Kontaktpersonen und die Isolation von Erkrankten soll künftig in der Regel zehn Tage dauern, für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur gelten dann fünf beziehungsweise sieben Tage. Geboosterte, die Kontakt zu Infizierten hatten, müssen nicht mehr in Quarantäne. Die Beschlussvorlage folgt damit denEmpfehlungen der Gesundheitsminister.

Beim Einkaufen in Geschäften und bei der Nutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs soll die Verwendung von FFP2-Masken nicht vorgeschrieben, jedoch dringend empfohlen werden. Am Mittag wollten die Ministerpräsidenten ihre Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fortsetzen.


13:48 Uhr

Universität Kiel stellt auf digitale Vorlesungen um

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellt wieder auf digitale Vorlesungen um. Das gab die Uni heute bekannt, wie NDR 1 Welle Nord berichtete. Anlass sind demnach die steigenden Corona-Zahlen. Ab Montag gilt: Alle Lehrveranstaltungen werden über Video-Konferenzen durchgeführt. Laborpraktika oder zum Beispiel musikpraktische Lehrveranstaltungen sollen weiterhin vor Ort stattfinden. Studierende müssen dann eine FFP-2-Maske tragen, außerdem gilt die 3G-Regel, nach der die Teilnehmenden geimpft, genesen oder getestet sein müssen.


13:31 Uhr

2G-Plus gilt in Hamburg nicht im Zoo und in Museen

Dank einer Sonderregelung in der neuen Hamburger Corona-Verordnung brauchen geimpfte und genesene Besucher im Tierpark Hagenbeck weiterhin keinen zusätzlichen Corona-Test oder eine Booster-Impfung. Die Gesundheitsbehörde bestätigte heute, dass für die geschlossenen Räume von zoologischen und botanischen Gärten sowie Museen, Gedenkstätten, Archiven, Ausstellungshäusern und die Bücherhallen weiterhin nur 2G gilt. Wer allerdings in ein Theater, einen Konzertsaal, ein Kino oder einen Musikclub gehen wolle, müsse sich ab Montag an die 2G-Plus-Regel halten.


13:19 Uhr

Unionsländer wollen epidemische Lage wieder einführen

Die unionsgeführten Bundesländer dringen mit Hinweis auf die sich rasch ausbreitende Omikron-Virusvariante auf die erneute Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. "Der Expertenrat fordert auf Grundlage seiner Analyse des Lagebilds, dass mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen jederzeit schnell auf dynamische Entwicklungen reagiert werden können muss", heißt es in einem Entwurf für die Bund-Länder-Beratungen, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.


13:03 Uhr

Erleichterungen für Schul-Abschlussprüfungen in SH

Trotz der Einschränkungen durch Corona sollen Schleswig-Holsteins Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr ihre Abschlüsse machen. Nach Angaben des Bildungsministeriums gibt es aber auch in diesem Jahr einige Erleichterungen für die Kinder und Jugendlichen. "Die Bedingungen für die Prüfungen werden angepasst, um den besonderen Umständen gerecht zu werden", erklärte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Ziel sei es, die Prüfungen sicher zu ermöglichen und zugleich bei Wahrung der geltenden Standards angemessene Erleichterungen zu schaffen, sagte Prien. So wird etwa die Bearbeitungszeit verlängert und die Prüfungsthemen beschränkt.

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Schülerinnen haben im Klassenraum Masken auf. © Gregor Fischer/dpa Foto: Gregor Fischer

Erleichterungen bei Schulabschlüssen und Klassenarbeiten in SH

Schülerinnen und Schüler sollen auch in diesem Jahr ihr Abitur sowie andere Abschlüsse machen können. Wegen Corona gibt es Erleichterungen. mehr


12:24 Uhr

Zuletzt wenige Patienten-Verlegungen ins Kleeblatt Nord

Trotz bundesweit steigender Corona-Fallzahlen sind zuletzt kaum noch Intensivpatienten aus anderen Ländern nach Niedersachsen verlegt worden. Insgesamt habe es seit Mitte November 74 Verlegungen in das sogenannte Kleeblatt Nord gegeben, davon 40 nach Niedersachsen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. 67 dieser Verlegungen hätten aber schon bis Mitte Dezember stattgefunden. Zum Kleeblatt Nord gehören auch Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Das Kleeblatt-System war während der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt worden und soll Überforderungen einzelner Krankenhäuser verhindern, indem Intensivpatienten innerhalb einer Region oder, wenn das nicht mehr möglich ist, bundesweit verlegt werden.


12:12 Uhr

2.011 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz erneut mit Höchstwert

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist heute auch in Hamburg auf einen erneuten Höchstwert gestiegen - von 533,1 gestern auf nun 556,5. Vor einer Woche lag der Inzidenzwert noch bei 383,4. Nach Angaben der Sozialbehörde wurden 2.011 neue Corona-Fälle in Hamburg registriert. Das sind 253 Neuinfektionen weniger als am Donnerstag, aber 446 mehr als vor genau einer Woche. Auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen hatten heute Höchstwerte bei den Inzidenzen gemeldet.


11:38 Uhr

Weihnachtsruhe in Niedersachsen wohl vor der Verlängerung

Die aktuell in Niedersachsen geltenden Corona-Regeln könnten über den 15. Januar hinaus verlängert werden. Eine Regierungssprecherin erklärte heute in Hannover, es würde sie wundern, wenn die sogenannte Weihnachtsruhe mit der nächsten Verordnung aufgehoben würde. "Die Signale, die wir aus Berlin bekommen, gehen in eine ähnliche Richtung", sagte sie vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.


11:33 Uhr

Analyse von NDR Data: Was wir über Omikron wissen - und was nicht

Hamburg und Schleswig-Holstein gehen davon aus, dass Omikron bereits die vorherrschende Corona-Virusvariante ist. Niedersachsen meldet einen 70-prozentigen Anteil der neuen Virusvariante, und der leitende Hygieniker der Universitätsmedizin Greifswald sieht Omikron auch in Mecklenburg-Vorpommern bereits als dominant an. Diese Einschätzungen mögen zutreffen. Mit Daten belegen lassen sie sich aber nicht, wie NDR Data heute berichtet. Das Einzige, was sich aus den verfügbaren Daten derzeit schlussfolgern lässt, ist, dass sich Omikron in Deutschland zunehmend ausbreitet. Und zwar schnell. Sonst geben sie kaum Stichhaltiges her. Auch wenn das Bedürfnis nach einem objektiven Zahlenbeleg sehr groß ist. Wie schlimm ist dieser Daten-Blindflug für die Einschätzung der Corona-Pandemie?

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Das Bild zeigt die Arbeit in einem Labor für Corona-Tests in Hannover. © picture-alliance Foto: Julian Stratenschulte

Corona: Was wir über die Ausbreitung von Omikron wissen

Es gibt kaum verlässliche Zahlen. Dennoch dürfte Omikron im Norden dominant sein. Wie schlimm ist der Daten-Blindflug für die Einschätzung der Corona-Lage? mehr


11:05 Uhr

Festspiele MV mit durchwachsener Bilanz für 2021

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern haben im zweiten Jahr der Corona-Pandemie trotz erneuter Einschränkungen deutlich mehr Gäste begrüßen können als 2020. Wie die Festspielleitung heute mitteilte, kamen 2021 etwa 41.500 Menschen zu den fast 240 Veranstaltungen. 2020 seien es nur 6.500 Gäste bei 66 Konzerten gewesen. Intendantin Ursula Haselböck zog ein durchwachsenes Resümee. Sie hoffe, "dass wir 2022 einen Neuaufbruch für die Kultur werden feiern können". Erst im Juni hatten die Konzerte im Rahmen des Festspielsommers starten können, nachdem der Festspielwinter abgesagt und der Festspielfrühling Rügen in den Herbst verschoben worden war. Die Spielstätten hätten dabei wegen der Bestuhlung im Schachbrettmuster maximal bis zur Hälfte ausgelastet werden können, so Haselböck.


10:46 Uhr

Niedersachsen: Drittimpfung auch für 12- bis 17-Jährige

In Niedersachsen können sich auch Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren eine Corona-Auffrischungsimpfung geben lassen. Das Gesundheitsministerium spricht sich explizit dafür aus. Es bestehe "absolut kein Anlass", Jugendlichen eine Auffrischungsimpfung zu verwehren, sagte Daniela Behrens (SPD). Angesichts der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante sei sie davon überzeugt, dass so viele Menschen wie möglich eine Boosterimpfung erhalten sollten. Die 12- bis 17-Jährigen können drei Monate nach der Zweitimpfung ihre Booster-Impfung bekommen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Booster-Impfung derzeit nur für Erwachsene. Viele Ärztinnen und Ärzte orientieren sich an dieser Empfehlung.

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Eine junge Frau wird geimpft. © picture alliance/dpa Foto: Bernd von Jutrczenka

Niedersachsen empfiehlt Booster für 12- bis 17-Jährige

Das Land hält die Auffrischung für wichtig im Kampf gegen Omikron. Die Stiko empfiehlt sie nur für Erwachsene. mehr


10:31 Uhr

Kinderärzte-Verband fordert allgemeine Impfpflicht

Die deutschen Kinderärztinnen und Kinderärzte fordern eine schnelle Corona-Impfpflicht für alle Erwachsenen. Verbands-Präsident Thomas Fischbach sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Politik habe sich viel zu lange vor dem unbequemen Thema gedrückt und wolle die Impfpflicht nun auf die lange Bank schieben. Kinder dürften nicht länger dafür herhalten müssen, die wirklich Gefährdeten - also ungeimpfte Erwachsene - zu schützen. Eine Impfpflicht müsse jetzt schnell beschlossen werden, so Fischbach.


09:32 Uhr

Politikwissenschaftler: Gegen rechtsextremen Einfluss auf Corona-Demos verwahren

Organisatoren von Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen sollten sich nach Ansicht des Rostocker Politikwissenschaftlers Wolfgang Muno gegen rechtsextremistische Beeinflussung verwahren. "Die Extremisten haben kein Interesse an der Corona- oder Impfdiskussion. Die sind gegen den Staat und das staatliche Gewaltmonopol und nutzen jede Gelegenheit, ihre Meinung kundzutun", sagte Muno der dpa. Die Demonstrationen seien im Wesentlichen von friedlichen Teilnehmern beherrscht. Dabei handele es sich um eine bürgerliche Gruppe mit Querdenkern, Anhängern von Verschwörungstheorien oder Anthroposophen. Aber vor allem in Ostdeutschland ist laut Muno zu erkennen, dass Rechtsextreme die Demonstrationen für ihre Zwecke nutzen wollen. Am vergangenen Montag waren bei einer Demonstration in Rostock mehrere Extremisten in teils exponierten Positionen gesichtet worden. Gefährlich werde es laut Muno, wenn es den Extremisten gelinge, sich mit einigen bürgerlichen Demonstranten zu verbünden.


09:21 Uhr

Gassen gegen allgemeine Impfpflicht - Dahmen auch aufgrund von Omikron dafür

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, lehnt eine allgemeine Impfpflicht ab. "Impfen ist das wirksamste Instrument im Kampf gegen das Virus. Trotzdem halte ich nach wie vor nicht viel von einer Impfpflicht", erklärt Gassen der "Rheinischen Post". "Es gibt allein schon zu viele organisatorische Hindernisse, um dieses Vorhaben in kurzer Zeit starten zu können. Das fängt bereits beim Impfregister an. Wer soll das unter Wahrung des Datenschutzes erstellen, wo soll es gepflegt werden?" Auch die nachlassende Wirksamkeit des Impfstoffes sei ein Problem.

Für den Gesundheitsexperten der Grünen, Janosch Dahmen, ist die Omikron-Welle hingegen ein weiteres Argument für eine allgmeine Impfpflicht: "Wir sehen, dass wir mit immer neuen Wellen konfrontiert sein werden, wenn wir nicht dafür sorgen, dass wir eine hinreichende Immunisierungsquote in der Gesellschaft erreichen." Dahmen bezeichnet die Omikron-Welle als eine, die sich "mit gewaltiger Geschwindigkeit aufbäumt". Sie breite sich als über Aerosole übertragene Krankheit dort aus, wo keine Masken getragen werden können. In Bars und in der Gastronomie gebe es daher "Risikosettings, die es dem Virus sehr einfach machen". Gleiches gelte auch für Fitnessstudios und Indoor-Sportstätten. Er hatte im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen daher für eine komplette Schließung der Gastronomie plädiert.


07:53 Uhr

Schwesig zu kürzerer Quarantäne: "Müssen das öffentliche Leben sicherstellen"

Im Vorfeld der ersten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie in diesem Jahr wird vor allem über die Verkürzung der Quarantäne-Zeit diskutiert. Denn die Befürchtung ist, dass aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante zu viele Menschen zugleich in Quarantäne sein könnten und die kritische Infrastruktur unter Druck gerät. "Wir müssen das öffentliche Leben weiter sicherstellen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im Interview auf NDR Info. Hier sehe sie auch ein kommunikatives Problem, da einer Verkürzung der Quarantänezeit so wirken könnte, als sei Omikron nicht so schlimm. Daher müsse zugleich auch klar kommuniziert werden, dass allein aufgrund der hohen Fallzahlen Omikron zu einer großen Belastung werden könnte. Zudem sei wichtig, dass die Regeln nicht zu kompliziert werden.


07:42 Uhr

FDP in Niedersachsen fordert weitere Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen

Die FDP in Niedersachsen will die Schulen im Land besser vor der Omikron-Welle schützen. Am Montag beginnt nach den Weihnachtsferien wieder der Unterricht. "Die Politik hat versprochen, dass die Kitas und Schulen offen bleiben. Dafür müssen angesichts der Omikron-Variante weitere Maßnahmen ergriffen werden", erklärte Bildungspolitiker Björn Försterling. Konkret forderte er den Januar über tägliche Corona-Tests für alle Schulkinder unabhängig vom Impfstatus, die Beschaffung qualitativ höherwertiger Tests, um fehlerhafte Ergebnisse zu vermeiden, sowie FFP2-Masken für Lehrer. Das Land habe es verpasst, rechtzeitig in zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Raumluftanlagen zu investieren, kritisierte Försterling. Dafür bräuchten die Schulträger mehr Flexibilität, denn bisher würden die Filter nur für schlecht belüftete Räume finanziert. Für die meisten Schüler bedeute das weiterhin Unterricht mit Mütze und Handschuhen. "Dabei hilft gute Luft im Klassenzimmer auch in einer Zeit nach Corona."


07:29 Uhr

Niedersachsen: Höchstwerte bei Zahl der Neuinfektionen und Inzidenz

In Niedersachsen sind heute Höchstwerte bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen und der Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet worden. Laut Robert Koch-Institut wurden 5.180 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 5.051 und vor einer Woche 3.135. Es sind 15 weitere Todesfälle verzeichnet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt im Landesdurchschnitt 239,8 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 214,8; Vorwoche: 157,4).


06:41 Uhr

RKI meldet bundesweit 56.335 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner gemeldet - auf 303,4. Gestern hatte der Wert bei 285,9 gelegen, vor einer Woche bei 214,9. Vor einem Monat lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 432,2 allerdings deutlich höher. Aktuell meldet das RKI binnen eines Tages 56.335 Neuinfektionen, gestern waren es 64.340, vor einer Woche 41.240. Deutschlandweit wurden 264 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet, vor einer Woche waren es 323.


05:50 Uhr

Marburger Bund: PCR-Tests werden knapp

Deutschlands größter Ärzteverband, der Marburger Bund, warnt vor Engpässen bei PCR-Tests. "Die Omikron-Variante wird auch zu mehr Infektionen bei Beschäftigten in den Laboren führen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei damit zu rechnen, dass die PCR-Testkapazitäten in Deutschland bald nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Dies sei leider schon jetzt in anderen Ländern zu sehen, sagte Johna. Deshalb sei zur Verkürzung der Quarantäne- und Isolationsregeln ein Plan B nötig. "Möglich wären zwei Antigentests in Folge, mit denen man sich freitesten kann", schlug sie vor.

Johna empfahl, dass im Krankenhaus grundsätzlich PCR-Tests eingesetzt werden sollten. "Aber wenn wir das Ergebnis erst nach vier Tagen haben, ist ein PCR-Test für den Klinikalltag nicht mehr sinnvoll." Die Versorgung der Patienten müsse an erster Stelle stehen, betonte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft.


05:45 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Lage in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein.


05:40 Uhr

Schleswig-Holstein: Neuer Inzidenz-Höchstwert bei 458,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist wieder rapide gestiegen - auf aktuell 458,0 (Vortag: 405,4; Vorwoche: 209,3). Binnen eines Tages wurden weitere 3.470 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vortag: 2.976; Vorwoche: 1.675), wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Beides sind Landeshöchstwerte seit Beginn der Pandemie. Auch die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz stieg: von 3,13 am Vortag auf nun 3,30.


05:35 Uhr

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05:30 Uhr

Guten Morgen - Corona-Live-Ticker am Freitag startet

Guten Morgen! Unser Corona-Live-Ticker hält Sie auch heute - am Freitag, 7. Januar 2022 - über die Auswirkungen der Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Hier finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Nachrichten und Ereignisse von gestern können Sie im Blog vom Donnerstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) geben eine Pressekonferenz nach einem Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung. © dpa bildfunk/AFP/Pool Foto: John Macdougall

Corona-Regeln: Das gilt im Bund und in den Ländern

Angesichts steigender Omikron-Zahlen haben Bund und Länder die Maßnahmen erneut angepasst. Was ist neu? Was gilt in Norddeutschland? mehr

Wichtige Indikatoren zur Corona-Pandemie © NDR

Corona im Norden: Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

Neuinfektions-Inzidenz, Hospitalisierungsrate und Intensivbetten-Auslastung: Diese drei Corona-Kennzahlen sind für Maßnahmen entscheidend. mehr

Geimpfte im Norden © NDR

Corona-Impfquote: Aktuelle Zahlen zu den Impfungen im Norden

Wie viele Menschen in Norddeutschland haben bislang eine Corona-Impfung erhalten? Aktuelle Zahlen zur Impfquote. mehr

Ein Pflaster klebt auf dem Arm einer jungen Frau. © Colourbox Foto: Csaba Deli

Coronavirus-Update: Alle Folgen

Der Virologe Christian Drosten liefert im Podcast Coronavirus-Update Expertenwissen - zusammen mit Virologin Sandra Ciesek. Hier alle Folgen in der Übersicht. mehr

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Was Sie zum Coronavirus wissen müssen

Die Corona-Pandemie hat den Alltag massiv verändert. Was muss weiter beachtet werden? Woran wird geforscht? Fragen und Antworten. mehr

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