Stand: 28.06.2022 22:00 Uhr

Coronavirus-Blog: Störtebeker-Festspiele gehen trotz Infektion weiter

In diesem Blog hat NDR.de Sie auch am Dienstag, 28. Juni 2022 über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Mittwoch gibt es einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfquote und weiteren Daten


22:00 Uhr

NDR.de wünscht einen ruhigen Abend und eine angenehme Nacht!

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit. Morgen früh melden wir uns mit einem neuen Corona-Blog zurück.


19:20 Uhr

NDR Info Redezeit: Wo bleibt die Herbststrategie?

Die Sommerwelle rollt, allen voran durch Niedersachsen. Es ist aktuell das Bundesland mit den höchsten Infektionszahlen. Das mehrt auch die Sorgen vor dem Herbst, wenn sich Aktivitäten wieder verstärkt in Innenräume verlagern. Sind wir diesmal besser vorbereitet? Darum geht es morgen in der NDR Info Redezeit. Einer der Gäste: Lars Kaderali, Direktor des Instituts für Bioinformatik an der Universitätsmedizin Greifswald, Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung. Sie können schon jetzt Ihre Fragen per Mail schicken. Hier finden Sie das entsprechende Formular:

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Eine getragene OP-Maske liegt auf dem Boden zwischen Herbstlaub. © picture alliance / Bildagentur-online/Ohde Foto: Ohde

Wo bleibt die Strategie für den dritten Corona-Herbst?

Die Corona-Sommerwelle wird immer stärker. Und dass eine Herbstwelle folgt, gilt als ausgemacht. Sind wir vorbereitet? Wo bleibt die Strategie? Schreiben Sie uns! mehr


18:49 Uhr

990 neue Corona-Fälle im Bundesland Bremen

Im Bundesland Bremen wurden 990 Neuinfektionen registriert. Davon entfallen 875 auf Bremen, wo die Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 778,9 liegt, und 115 auf Bremerhaven. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 667,5.


18:32 Uhr

Radsport-Weltverband lockert Corona-Regeln vor Tour de France

Trotz zahlreicher positiver Fälle in den vergangenen Wochen hat der Radsport-Weltverband UCI die Corona-Regeln kurz vor dem Start der 109. Tour de France gelockert. Vor dem Beginn und an zwei Ruhetagen müssen nun bei allen Fahrern und Teammitgliedern nur noch Antigen-Schnelltests statt PCR-Tests durchgeführt werden. Zudem entfällt die Regel, dass eine Mannschaft aus dem Rennen genommen wird, sobald zwei Fahrer positiv getestet werden. Die Tour beginnt am Freitag in Kopenhagen. Ein positiver Schnelltest muss durch einen PCR bestätigt werden, bedeutet jedoch nicht - auch dies ist neu - zwangsläufig das Aus für die Tour. In Ausnahmefällen können der Chefarzt der UCI sowie der Covid-Arzt des Tourveranstalter ASO beschließen, dass ein Fahrer weiterfahren darf. Dafür muss gegeben sein, dass die infizierte Person nicht ansteckend ist und das Coronavirus übertragen kann.


17:53 Uhr

Schauspieler infiziert - Störtebeker-Festspiele gehen dennoch weiter

Trotz mehrerer Corona-Fälle unter den Darstellern gehen die Störtebeker-Festspiele in Mecklenburg-Vorpommern weiter. Der Spielbetrieb auf Rügen erfolge in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, sagte Festspiel-Chefin Anna-Theresa Hick. Es habe zunächst fünf Fälle gegeben. Davon hätten sich drei mittlerweile wieder freigetestet. Maßgeblich für die Fortsetzung sei unter anderem, dass die Betroffenen kaum Symptome hätten. Zudem spiele man im Freien und eine Übertragung auf Zuschauer sei nach Einschätzung des Gesundheitsamtes unwahrscheinlich. Dieses habe eine Sondergenehmigung ausgesprochen. Abstände zwischen den Schauspielern seien erhöht worden. Zu den weiteren Maßnahmen zählten Isolationen, das Tragen von Masken und Desinfektion.

Mit Blick auf die Segeberger Karl-May-Spiele, die nach der Corona-Diagnose eines Hauptdarstellers einen Ersatzdarsteller einsetzten, sagte Hick, man müsse für die Zukunft unter Umständen auch über eine Zweitbesetzung nachdenken. "Wir werden ja alle mit Corona leben müssen. Das wird ja auch so schnell nicht weggehen."


17:23 Uhr

410 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern um 2.904 Fälle gestiegen. Das sind 410 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt bei 567,1 (+25,4). Die Hospitalisierungsinzidenz steigt auf 4,5. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 2.260 (+1).


17:15 Uhr

BGH kündigt erste Corona-Entscheidung im Reiserecht für August an

Ein Mann kündigt bei Ausbruch der Pandemie eine gebuchte Pauschalreise, wenig später wird sie sowieso unmöglich - muss er trotzdem Stornogebühren zahlen? Das prüfen die Richterinnen und Richter des Bundesgerichtshofs (BGH) seit heute. Ursprünglich hatten sie gleich eine Entscheidung verkünden wollen. Nach weiteren Beratungen im Anschluss an die Verhandlung wurde der Termin aber ohne Angabe von Gründen auf den 2. August verschoben.


16:58 Uhr

Hamburgs Kliniken erhalten acht Millionen Euro für Infektionsschutz

Hamburgs Krankenhäuser erhalten für den Infektionsschutz in diesem Jahr von der Stadt acht Millionen Euro. Damit könnten die Kliniken medizinische Geräte und Medizintechnik ersetzen, die wegen der stärkeren Beanspruchung in der Corona-Pandemie schneller verschleißen, teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss des rot-grünen Senats mit. Dazu zählten unter anderem Endoskope, Monitoring-Einheiten, Beatmungsgeräte sowie Infusions- und Spritzenpumpen.

Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). Deshalb stelle die Behörde weitere Mittel bereit, "um die Versorgung der Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Sicherheit der Mitarbeitenden in den Kliniken auf höchstem Niveau sicherzustellen".


16:46 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg binnen zwei Wochen fast verdoppelt

In Hamburg sind binnen einer Woche 16.905 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach nun bei 887,7 (Vorwoche: 662,6). Vor 14 Tagen lag sie noch bei 484,6. Damit hat sich die Inzidenz innerhalb von zwei Wochen fast verdoppelt. In den Hamburger Kliniken werden 349 Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandelt (Vorwoche: 267), 20 davon auf Intensivstationen, zwei weniger als vor einer Wochen.

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Eine Mitarbeiterin in einem Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen hält ein Teststäbchen für einen Nasen-Rachenabstrich. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

Corona-Zahlen: Inzidenzwert in Hamburg weiter gestiegen

Die Hamburger Sozialbehörde veröffentlicht nur noch einmal in der Woche Corona-Zahlen. Der Inzidenzwert liegt demnach bei 887,7. mehr


16:15 Uhr

Niedersachsens Innen- und Wirtschaftsminister mit Corona infiziert

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte eine Regierungssprecherin am in Hannover mit. In den vergangenen Monaten hatten sich bereits weitere Kabinettsmitglieder mit dem Virus infiziert. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, dass es dem Minister gut gehe und er sich umgehend in häusliche Isolation begeben habe. Er nehme von dort aus seine Amtsgeschäfte weiter wahr.


15:36 Uhr

Drese beruft Pandemie-Expertenrat für MV ein

Zur Vorbereitung auf die erwartete Herbstwelle und angesichts schon jetzt hoher Infektionszahlen hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) den Pandemie-Expertenrat des Landes für kommenden Dienstag einberufen. Zu dem Gremium gehören laut einem Ministeriumssprecher Wissenschaftler wie der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger und der Greifswalder Bio-Informatiker Lars Kaderali, Vertreter der Krankenhäuser und der Ärzteschaft sowie Kommunal- und Sozialverbände. Auch Vertreter der Landesregierung und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales seien dabei. Bis Ende August soll das Gremium dreimal tagen, die Lage analysieren und Vorschläge zum Umgang mit der Situation machen.

Gesundheitsministerin Drese appellierte vor allem an ältere und vorerkrankte Menschen, deren letzte Impfung einige Monate her ist, sich jetzt im Sommer erneut gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine erste oder zweite Auffrischimpfung schütze vor schweren Verläufen, erklärte sie. Der an neue Varianten des Virus angepasste Impfstoff komme zwar erst im Herbst, so lange sollten Risikopatienten aus Sicht von Drese jedoch nicht warten. Mobile Impfteams sollen vom Spätsommer an in Pflege- und Altenheimen Impfungen anbieten.


14:32 Uhr

Schleswig-Holstein will drei Euro bei Corona-Tests nicht ersetzen

Schleswig-Holstein will die drei Euro, die Bürgerinnen und Bürger künftig für einen Corona-Test in der Regel zuzahlen müssen, nicht ersetzen. Dies sei nicht vorgesehen, teilte das Ministerium heute mit. "Die Position des Gesundheitsministeriums SH ist, dass anlasslose Massentests in der aktuellen Phase der Pandemie nicht mehr zielführend sind", hieß es. Tests sollten demnach wieder zunehmend zu diagnostischen Zwecken vorgenommen werden. Zudem solle beim Umgang mit und der Behandlung von vulnerablen Personen getestet werden.


13:57 Uhr

Bayern schafft FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn ab

Trotz der wieder steigenden Corona-Zahlen entfällt Anfang Juli in Bayerns Bussen und Bahnen die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Das Kabinett beschloss heute, dass die Corona-Verordnung um weitere vier Wochen verlängert wird, jedoch reicht demnach zur Erfüllung der Maskenpflicht eine medizinische Maske. Die aktuelle Verordnung gilt noch bis zum 2. Juli. Es ist davon auszugehen, dass die neue Regelung dann direkt im Anschluss gelten wird.


13:56 Uhr

MV ersetzt drei Euro bei Corona-Bürgertests nicht

In Mecklenburg-Vorpommern müssen die meisten Menschen künftig drei Euro für einen Corona-Test im Testzentrum zahlen. Die Landesregierung verständigte sich heute darauf, die drei Euro nicht zu übernehmen, wie ein Sprecher von Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sagte. Vermutlich werde dies kein Bundesland tun. Der Bund hatte entschieden, dass es ab Juli keine kostenlosen Bürgertests in Teststellen und Apotheken mehr für alle geben soll. Gratis bleiben sie den Plänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zufolge nur für bestimmte Risikogruppen sowie für Besucher in Krankenhäusern und Pflegeheimen.


13:51 Uhr

Ost-Wirtschaft wächst 2022 schneller als ganz Deutschland

Die Wirtschaft in Ostdeutschland dürfte laut Ifo-Institut in diesem Jahr mit 2,9 Prozent stärker wachsen als die gesamte Bundesrepublik mit 2,5 Prozent. Sollte eine Unterversorgung mit Erdgas im Winter noch abgewendet werden können, werde die Wirtschaftsleistung im Osten dann 2023 um 3,5 Prozent zulegen, teilten die Ökonomen mit. Das laufende Jahr sei geprägt durch die Erholung der konsumnahen Dienstleister nach der Corona-Krise. Im Gastgewerbe und Tourismus sei deshalb mit hohen, teils zweistelligen Zuwächsen zu rechnen. "Hiervon profitieren vor allem Berlin und die touristischen Regionen Ostdeutschlands", sagte Konjunkturexperte Joachim Ragnitz von der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts.


12:15 Uhr

Kosten für Corona-Tests: Krankenkassen fordern Ausgleich vom Staat

Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für die Neuregelung der Corona-Tests werden nach Berechnungen der Krankenkassen für immer größere Defizite in der Pflegeversicherung sorgen. Ohne zusätzliche Steuerzuschüsse führe die bis Ende November verlängerte Kostenübernahme für Corona-Tests in Pflegeeinrichtungen zu Mehrausgaben in der Pflegeversicherung von rund einer Milliarde Euro, heißt es in einer Stellungnahme des Spitzenverbandes der Krankenkassen, aus dem das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. Demnach würde sich das für 2022 prognostizierte Defizit von 2,3 auf 3,3 Milliarden Euro erhöhen. Zusätzliche Ausgaben müssten über höhere Darlehen des Bundes abgedeckt werden, um weiter zahlungsfähig zu bleiben. "Die Rückzahlung werden in der Folge die Mitglieder über Beitragssatzerhöhungen tragen müssen", warnen demnach die Kassen.

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Eine Frau wird in einem Testzentrum auf das Coronavirus getestet. © picture alliance / dpa Foto: Christophe Gateau

Corona-Testverordnung: Aktuelle Regeln für Schnelltests

Die Corona-Bürgertests sind nicht mehr für alle kostenlos. Wer hat Anspruch darauf, worauf muss man achten und wie läuft es in der Praxis? mehr


11:00 Uhr

RKI: Niedersachsen hat bundesweit die höchste Inzidenz

Das Robert Koch-Institut hat für Niedersachsen 19.875 neue Corona-Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 921,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner - das ist heute der höchste Wert im bundesweiten Ländervergleich. Am Vortag wurde die Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert 825,7 angegeben. Das RKI registrierte acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Die Zahl liegt landesweit insgesamt nun bei 9.622. Die Landkreise mit der höchsten Inzidenz sind Verden (1.658), Stade (1.417) und Oldenburg (1.309). Bis gestern war Schleswig-Holstein das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland.

Anmerkung zu den aktuellen Zahlen aus den Ländern: Die Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests aber fließen in die offiziellen Statistiken ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.


09:35 Uhr

Bierbranche erholt sich von den Folgen der Pandemie

Veranstalter, Gastronomen und Hoteliers haben stark unter den Folgen der Pandemie gelitten. Nachgelagert war davon unter anderem auch die Bier-Branche betroffen. Jetzt erholt sich die Lage wieder. Zwei Beispiele aus Norddeutschland:


08:50 Uhr

Niedersachsen: Landtagsdebatte im Livestream

Die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags treffen sich heute zur letzten Plenarwoche vor der Sommerpause - und zur vorletzten Plenarwoche vor den Landtagswahlen am 9. Oktober. Die Abgeordneten diskutieren unter anderem über die Unterrichts- und Krankenhausversorgung. Weitere Themen sind der Katastrophenschutz, die Mobilitätswende und das Landeswahlgesetz. Zudem sollen über den Tankrabatt und das Neun-Euro-Ticket gesprochen werden. NDR.den überträgt die Debatten ab 13.30 Uhr live im Videostream.


07:11 Uhr

Long Covid: Wenig Angebot für Betroffene in Hamburg

Die Betroffenen sind chronisch schlapp und können sich nicht mehr konzentrieren: Das sind nur zwei Symptome bei Menschen, die an Long Covid erkrankt sind. Hilfe finden sie aber oft nur in Selbsthilfegruppen - und nicht bei Ärztinnen und Ärzten, kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband in Hamburg. Es sei kein Wunder, dass überall in Deutschland Selbsthilfegruppen für Long-Covid-Betroffen wie Pilze aus dem Boden schießen, sagt Kristin Alheit, die Geschäftsführerin des Paritätischen in Hamburg. Denn auf ärztlicher Seite fehle oft noch das Wissen für eine gesicherte Diagnose, erst recht für geeignete Therapien.


07:06 Uhr

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg bei 707,2

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für Hamburg 4.480 neue Fälle und eine Inzidenz von 707,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Gestern wurde die Inzidenz mit 611,9 angegeben.


06:00 Uhr

BGH befasst sich mit Reiserücktritt bei Corona-Ausbruch

Ein Streit über eine in der Pandemie stornierte Pauschalreise wird heute vom Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt. Die obersten Zivilrichterinnen und -richter verhandeln über den Fall eines Mannes, der für mehr als 6.000 Euro eine Reise nach Japan im April 2020 gebucht hatte. Am 1. März trat er wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage von der Reise zurück und bezahlte 25 Prozent des Preises als Stornokosten. Ende März erging für Japan allerdings ein Einreiseverbot, sodass der Mann gar nicht hätte reisen können. Er will nun vom Veranstalter, einem Münchner Anbieter, die Storno-Gebühr zurück. Laut Gesetz kann der Reiseveranstalter bei einem vorherigen Rücktritt des Kunden grundsätzlich eine "angemessene Entschädigung" verlangen. Das gilt nur dann nicht, wenn "unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände" die Reise erheblich beeinträchtigen. Das Amtsgericht München gab dem Kläger Recht, das Landgericht entschied aber anders. Nun muss der BGH dessen Urteil überprüfen. Die Frage ist vor allem, ob weitergehende Einschränkungen wegen der Pandemie Anfang März schon absehbar waren. Ob der BGH sein Urteil schon heute verkündet, ist unklar.


05:55 Uhr

RKI: Bundesweite Inzidenz steigt auf 635,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz aktuell mit 635,8 an. Gestern hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 591,9 gelegen (Vorwoche: 458,5; Vormonat: 209,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 142.329 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 123.097) und 113 Todesfälle (Vorwoche: 182) innerhalb eines Tages.

Anmerkung zu den aktuellen Zahlen aus den Ländern: Die Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests aber fließen in die offiziellen Statistiken ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.


05:50 Uhr

Schleswig-Holstein: 6.940 neue Corona-Fälle gemeldet

In Schleswig-Holstein sind 6.940 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Am Dienstag vor einer Woche waren es 6.604 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in SH liegt jetzt bei 894,9. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 747,4 - am vergangenen Freitag allerdings auch schon bei 907,4. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen meldeten der Kreis Rendsburg-Eckernförde (1311,7), Kiel (1293,6) und Flensburg (1148,6). Die niedrigste Inzidenz verzeichnete der Kreis Nordfriesland mit einem Wert von 577,9. Seit Freitag wurden drei weitere Todesfälle gemeldet. In den Krankenhäusern des Landes wurden den Angaben nach 394 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus behandelt - vor einer Woche waren es mit 286 deutlich weniger. Auf der Intensivstation lagen 26 Corona-Patienten, von ihnen wurden 10 beatmet.

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Eine Person mit blauen Handschuhen hält ein Abstrichstäbchen in der Hand. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Matthias Bein Foto: Matthias Bein

Corona in SH: Inzidenz bei 894,9

Die landesweite Corona-Inzidenz liegt aktuell bei 894,9. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat mit 1.311,7 die höchste Inzidenz. mehr


05:45 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

Ob Corona oder Klimawandel, ob Wahlumfrage oder Werftenkrise: Mit dem NDR Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden. Wir bündeln die wichtigsten Ereignisse des Tages aus Nordsicht. Politik und Zeitgeschehen gehören ebenso dazu wie das Neueste aus Sport, Kultur und Wissenschaft. Der kostenlose Newsletter wird per E-Mail von montags bis freitags immer am Nachmittag verschickt.

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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05:40 Uhr

Corona-Live-Ticker am Dienstag startet

Guten Morgen aus der NDR.de Redaktion! Heute - am Dienstag, 28. Juni 2022 - wollen wir Sie wieder über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie montags bis freitags (außer an Feiertagen) alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die Nachrichten von gestern finden Sie im Blog von Montag zum Nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Ein junger Mann trägt eine FFP2-Maske. © picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst Foto: Frank Rumpenhorst

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