Wo es in Hamburg weiterhin Corona-Schnelltests gibt

Stand: 12.10.2021 09:22 Uhr

Corona-Antigen-Schnelltests sind seit dem 11. Oktober nur noch bei medizinischen Anbietern möglich und kostenpflichtig. Ausnahmen gelten für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt.

Am 11. Oktober trat die Änderung der Testverordnung durch die Bundesregierung in Kraft. Bislang haben Testzentrumsbetreiber sowie Apotheken kostenlose Antigen-Schnelltestungen, sogenannte Bürgertests, vorgenommen. Jetzt müssen die Tests bis auf wenige Ausnahmen selbst bezahlt werden. Grund dafür ist, dass für alle Personen im Alter von mindestens zwölf Jahren eine Möglichkeit besteht, die Corona-Schutzimpfung zu erhalten. Daher sei der Bedarf an Schnelltests erheblich gesunken, so die Sozialbehörde. Denn ein Nachweis über vollständigen Impfschutz ersetzt in Hamburg im Alltag ein negatives Testergebnis.

Nachweis nur noch von medizinischen Anbietern

Um zum Beispiel an Veranstaltungen mit 3G-Regelung teilnehmen zu können, werden allerdings nur noch Testbescheinigungen medizinischer Test-Anbieter akzeptiert. Das bedeutet, dass ein Testbefund von einer Arztpraxis, einer Apotheke oder einem Labor ausgestellt sein muss (hierzu zählen auch alle PCR-Tests).

Alle anderen Ergebnisse von kommerziellen Testzentren dürfen nicht mehr akzeptiert werden. Weiterhin gilt die Regel: ein Schnelltestergebnis darf höchstens 24 Stunden alt sein, ein PCR-Testergebnis gilt 48 Stunden. Der Nachweis über die Genesung darf maximal sechs Monate alt sein.

Was sollen die Tests kosten?

Den wahrscheinlich günstigsten Test gibt es in Hamburg für knapp zwölf Euro bei einem privaten Anbieter. Andere Test-Stationen sind etwas teurer, sie verlangen knapp 15 Euro. Auch die günstigsten Apotheken bieten den Service für diesen Preis an. Allerdings verlangen einzelne Apotheken auch bis zu 25 Euro für den Schnelltest.

Wer kann sich weiterhin kostenlos testen lassen?

In einzelnen Bereichen werden weiterhin regelmäßige Tests durchgeführt: unter anderem in Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

Die kostenlosen Corona-Tests werden ansonsten nur noch für die Personengruppen angeboten, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt. Das gilt in erster Linie für alle unter 18 Jahren (ab dem 1. Januar 2022 nur noch für Kinder unter zwölf Jahren). Außerdem können sich Schwangere im ersten Drittel einer Schwangerschaft weiterhin kostenlos testen lassen. Schwangeren ab dem zweiten Trimester, soll darüber hinaus genügend Zeit gewährt werden, sich impfen lassen zu können. Daher sind für sie noch bis zum 31. Dezember 2021 Testungen weiter kostenlos. Gleiches gilt für Stillende: Sie haben Anspruch auf kostenfreie Tests bis zum 10. Dezember 2021.

Personen, die sich wegen einer Infektion isolieren und den Test machen müssen, nachdem sie keine Symptome mehr haben, um die Quarantäne beenden zu können können sich ebenfalls weiterhin kostenlos testen lassen.

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Außerdem gilt die Regelung für enge Kontaktpersonen zu Corona-Infizierten, die keine Symptome einer Infektion haben. Diese können ab Tag fünf mit einem negativen PCR-Testergebnis, ab Tag sieben mit einem negativen Antigenschnelltest-Ergebnis die Quarantäne verkürzen. Der Test ist kostenlos, wenn ein Schreiben des Gesundheitsamts vorgelegt werden kann, das die Person als enge Kontaktperson ausweist. Die Quarantäne darf für die Durchführung des Tests kurzzeitig unterbrochen werden. 

Weiterhin viele Teststellen in Hamburg

In Hamburg gibt es dafür weiter viele Testmöglichkeiten im ganzen Stadtgebiet. Die Sozialbehörde geht davon aus, dass rund 100 Teststationen in der Stadt verbleiben. In einer interaktiven Karte führt der Hamburger Senat unter www.hamburg.de/corona-schnelltest zahlreiche Testzentren und Apotheken auf, die weiterhin Corona-Tests durchführen. Die Karte wird laufend aktualisiert. Vorab muss man sich direkt bei den Apotheken und Testzentren anmelden. Die verfügbaren Angebote in Arztpraxen können über die Seite vom Patientenservice 116 117 eingesehen und gebucht werden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 11.10.2021 | 19:30 Uhr

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