Impfdosen und Impfspritzen stehen auf einem Tisch vor dem AstraZeneca Logo. © picture alliance / Geisler-Fotopress Foto: Dwi Anoraganingrum

Viel zu wenig AstraZeneca-Impfstoff in Hamburg gelandet

Stand: 10.03.2021 13:06 Uhr

Hamburg wartet dringend auf Impfstoff-Lieferungen von AstraZenenca. Nach Informationen von NDR 90,3 sind bisher viel weniger Dosen eingetroffen, als angekündigt waren. Dadurch verzögern sich auch die Impf-Aufrufe für die nächsten Gruppen.

Schon seit Wochen müssen die Lieferlisten immer wieder korrigiert werden. Die Bundesländer hatten Planungssicherheit gefordert, daraufhin gab es dann Lieferankündigungen. Mitte Februar waren für Hamburg bis zum jetztigen Zeitpunkt rund 72.000 Dosen des Mittels von AstraZeneca vorgesehen. Angekommen sind laut Sozialbehörde aber gerade mal 24.000 Dosen - also nur etwa ein Drittel.

Hamburg muss ran an Reserven

Zunächst wurden die versprochenen Liefermengen immer kleiner. Jetzt sind sogar die letzten beiden erwarteten Lieferungen gar nicht angekommen - zusammen mehr als 25.000 Dosen. Diese Dosen sollen jetzt hoffentlich nachgeliefert werden, heißt es aus der Hamburger Sozialbehörde. Ansonsten könnte es bald zu Engpässen kommen. Um Schwankungen bei den Lieferungen auszugleichen, hatte Hamburg eine Reserve zurückgehalten. Diese wird jetzt aber aufgebraucht.

Lieferungen von Biontech und Moderna verlässlich

Von den Lieferungen hängt auch ab, wann in Hamburg die nächsten Impfgruppen eine Einladung zum Impfen erhalten. Die Lieferungen von den Herstellern Biontech und Moderna kommen weiterhin verlässlich. Von ihnen werden aber bis Ende März keine größeren Mengen erwartet.

Behörde ruft gruppenweise zur Impfung auf

In Hamburg sind derzeit verschiedene Personen- und Berufsgruppen aufgerufen, einen Impftermin online oder per Telefon bei der 116 117 zu vereinbaren. Dazu zählen Menschen im Alter von über 80 Jahren, Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung, die in den Einrichtungen Kontakt mit Kindern haben, Tagesmütter und Tagesväter und das Personal von Grundschulen, Sonderschulen und Förderschulen.

Zusätzlich sind mehrere Personen- und Berufsgruppen impfberechtigt, die einen Termin oder die Impfung über den jeweiligen Arbeitgeber, die jeweilige Einrichtung oder die zuständige Arztpraxis erhalten. Dazu zählen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Patientinnen und Patienten, die im Bereich der Onkologie behandelt werden.

Die vollständige Liste der Sozialbehörde ist unter hamburg.de/corona-impfung zu finden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.03.2021 | 13:00 Uhr

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