Eine junge Frau fährt auf einem E-Roller. © picture alliance/dpa Foto: Hauke-Christian Dittrich

Zwei Jahre nach dem Start: Bilanz der E-Scooter in Hamburg

Stand: 17.06.2021 07:06 Uhr

Zwei Jahre nach ihrer Einführung ereignen sich immer mehr Unfälle mit Elektro-Tretrollern in Hamburg. Nach Informationen von NDR 90,3 verunglückten im ersten Quartal dieses Jahres 29 Fahrerinnen oder Fahrer von E-Scootern - ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

Mittlerweile sind rund 7.000 Elektro-Tretroller auf Hamburgs Straßen und verbotenerweise auch auf Fußwegen unterwegs. Vor einem Jahr waren es nur 4.000. Auch deshalb stieg die Unfallzahl an. Im ersten Quartal zählte Hamburgs Polizei einen Schwerverletzten und zehn Leichtverletzte, die mit den Rollern unterwegs waren. Dazu kamen vier verletzte Fußgängerinnen und Fußgänger.

Häufig Kopfverletzungen

Bei drei Vierteln der Unfälle waren die meist jungen Fahrerinnen und Fahrer schuld. Drei Personen waren betrunken, eine bekifft. 42 Prozent der Betroffenen in Hamburg verletzten sich laut einer Auswertung des Portals Statista in den vergangenen beiden Jahren am Kopf. Für E-Scooter-Fahrende besteht keine Helmpflicht.

Nachhaltigkeit: Behörde noch nicht überzeugt

Die Hamburger Verkehrsbehörde meint: Nach zwei Jahren hätten die Flitzer als nachhaltiges Verkehrsmittel noch nicht ganz überzeugt. Und für Ärger sorgt noch immer das wilde Abstellen auf Gehwegen. Fußgängerinnen und Fußgänger stolpern häufig über E-Scooter. Die Bezirke Altona und Hamburg-Mitte haben deshalb verpflichtende Parkzonen eingerichtet, die gut angenommen werden.

In Fleete oder Flüsse werden die E-Scooter nur selten geworfen. Während in Köln schon 500 Fahrzeuge im Rhein landeten, meldet die Hamburger Stadtreinigung einen einzigen Fall - am Winterhuder Kai.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.06.2021 | 07:00 Uhr

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