"Walk of Shame": 600 Menschen demonstrieren in Hamburg

Stand: 21.11.2020 18:29 Uhr

Etwa 600 Menschen haben am Sonnabendnachmittag im Hamburger Stadtteil St. Pauli gegen Immobilienspekulanten demonstriert. Außerdem forderten sie mehr Bürgerbeteiligung bei Bauprojekten.

Gegner der Sternbrücken-Pläne protestieren
Die Demonstration richtete sich gegen umstrittene Neubauprojekte.

Mehrere Initiativen hatten zu dem Protestmarsch aufgerufen, darunter "St. Pauli Code Jetzt!" und "St. Pauli selber machen". Mitveranstalterin Veronika Pramor sagte NDR 90,3: "Wir gehen auf die Straße, weil wir es leid sind, dass der Stadtteil nie gefragt wird, wenn es um neue Bauprojekte geht. Wir gehen auf die Straße, weil wir Angst haben, dass die Seele der Stadt langsam verdrängt wird." Man sehe das an allen Ecken, so Pramor. Sie nannte als Beispiele die Schiller-Oper und den Werkhof in der Bernstorffstraße. Auch gegen die Pläne für die neue Sternbrücke und das geplante "Paulihaus" richtete sich der Protest. Die Demonstrierenden wollten, dass Hamburg bunt und vielfältig bleibt, so Pramor.

Der Protestmarsch folgte nach Angaben der Veranstalter der "Spur des Geldes" zu den kritisierten Vorhaben. Die Corona-Regeln wurden bei der Demonstration eingehalten. Die Teilnehmenden trugen Masken und hielten Abstand.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.11.2020 | 18:00 Uhr

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