Stand: 19.09.2019 08:12 Uhr

Viel Kritik am neuen Schulentwicklungsplan

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Schulsenator Ties Rabe (Archivfoto) sagte, dass der Entwurf des Schulentwicklungsplans noch angepasst werde.

Kein Schulthema sorgt derzeit in Hamburg für so heftige Diskussionen wie der Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans. Am Mittwochabend gab es dazu im Gebäude der Patriotischen Gesellschaft erstmals eine öffentliche Anhörung des Schulausschusses.

"Man hat uns nicht gefragt"

Vor allem von Elternvertretern kamen viele kritische Stimmen. "Es ging alles zu schnell“ oder "Man hat uns nicht gefragt" waren Kritikpunkte an dem Plan. Protest kam auch aus einzelnen Schulen, die sich gegen mehr Klassen wehren. Ein Schüler der Ida-Ehre-Schule in Eimsbüttel brachte es so auf den Punkt: "Wir sind jetzt schon mega-viele Kinder“. Dort und in der Max-Brauer-Schule in Altona fürchtet man um die teils preisgekrönten pädagogischen Konzepte.

Auf die Frage, wie Unterricht künftig aussehen soll, gebe der neue Schulentwicklungsplan keine Antworten, so die Kritik. Ebenfalls umstritten war das Modell der zehn neu geplanten Campusschulen, bei denen Gymnasien und Stadtteilschulen unter einem Dach zusammengeführt werden sollen.

Plan soll noch angepasst werden

Schulsenator Ties Rabe (SPD) versuchte zu beruhigen: Der Schulentwicklungsplan sei nur ein Baustein. Vieles werde noch angepasst bis der Entwurf vor den Herbstferien der Schuldeputation vorgelegt werde. Nach der Verabschiedung beginne die eigentliche Arbeit erst - und dann mit den Schulgemeinschaften.

Denkbar sei zum Beispiel, dass die Planung für Altona - etwa für die Max-Brauer-Schule - noch mal angepasst werde. Dort wehrt man sich gegen die geplante Verdoppelung der Grundschulklassen von drei auf sechs Züge.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.09.2019 | 08:00 Uhr

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