Tully neuer Präsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts

Stand: 18.11.2020 17:39 Uhr

Marc Tully wird neuer Präsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Mit großer Mehrheit stimmte der Richterwahlausschuss für den 53-Jährigen als Nachfolger der in den Ruhestand gegangenen Erika Andreß.

Tully ist die Wunschbesetzung von Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne). Er sei eine "herausragende Persönlichkeit", sagte sie nach der Wahl im Interview mit dem Hamburg Journal im NDR Fernsehen. Und Tully ist ein Richter, der so schnell wie kaum jemand vor ihm in Hamburg Karriere gemacht hat. Erst vor zwei Jahren war er zum Präsidenten des Landgerichts gewählt worden. Dort hatte er sich durch seine integrative Art schnell viel Anerkennung erworben. Nun folgte die Wahl zum obersten Richter in Hamburg durch den Richterwahlausschuss. In dem 14-köpfigen Gremium sitzen drei Senatsmitglieder, sechs Vertreter aus der Bürgerschaft sowie drei Richter und zwei Rechtsanwälte. Das genaue Abstimmungsergebnis bleibt geheim.

Tully, der sich zum Schluss gegen zwei Mitbewerber durchsetzen konnte, war selbst lange Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht und einige Zeit zum Bundesgerichtshof abgeordnet. Justizsenatorin Gallina freut sich, dass sie mit dem neuen OLG-Präsidenten auch jemanden hat, der rechtspolitische Debatten anstoßen wird.

Am Oberlandesgericht arbeiten 83 Richterinnen und Richter. Die Wahl Tullys muss noch durch den Senat bestätigt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.11.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

St. Michealis Hamburg von Innen © NDR/Katharina Wendt

Hamburger Kirchen erstrahlen in der Adventszeit

Als Zeichen der Hoffnung: Von Wilhelmsburg über Sasel bis nach Osdorf werden an jedem Adventswochenende Kirchen in Hamburg beleuchtet. mehr

Einweihung der A7 Rampe. © NDR Foto: Reinhard Postelt

Vollsperrung der A7 in Hamburg bis Sonntagfrüh

Bis Sonntagmorgen ist die A7 zwischen Hamburg-Volkspark und Hamburg-Heimfeld in beide Richtungen voll gesperrt. mehr

Straßensozialarbeiter Rory Linton

Straßen-Sozialarbeit in Harburg: Corona verschärft Probleme

Rory Linton ist der einzige Sozialarbeiter in Hamburg-Harburg mit einer Vollzeitstelle. Ab 2021 bekommt er Verstärkung. mehr

Bei einer Frau wird ein Abstrich mit einem langen Wattestäbchen in der Nase gemacht. © pathermedia Foto: ryanking999

300 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

Die Gesundheitsbehörde zählte mehr Neuinfektionen als am Vortag, allerdings auch deutlich weniger als vor einer Woche. mehr