Stand: 05.06.2020 18:41 Uhr  - NDR 90,3

Tausende demonstrieren vor US-Konsulat gegen Rassismus

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In Hamburg demonstrierten rund 4.500 Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

In Hamburg haben am Freitag Tausende Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Statt der angekündigten 250 Teilnehmer kamen am Nachmittag etwa 4.500 Menschen zum US-Konsulat am Alsterufer. Trotz Durchsagen der Beamten verstießen Demonstrierende gegen die coronabedingten Auflagen wie Abstandhalten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Nach nur einer halben Stunde wollte die Polizei deshalb die Versammlung auflösen. Die Demonstranten blieben allerdings - und die Polizei ließ sie gewähren. Ein Polizeisprecher sagte NDR 90,3, eine Auflösung der Menschenmassen würde das Infektionsrisiko zusätzlich erhöhen. Erst am späten Nachmittag verließen die Demonstrierenden nach und nach die Veranstaltung.

Anlass: Tod des Afroamerikaners George Floyd

Unter dem Motto "Justice for Floyd - stop killing blacks - stop the racial terrorism in the USA" war die Demonstration angemeldet worden. Auslöser war der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis. Viele trugen Schilder auf denen die Polizeigewalt in den USA verurteilt wurde - oder daran erinnert wurde, wie ein weißer Polizist sein Knie brutal minutenlang in Floyds Nacken drückte: "We can't breathe" (Wir können nicht atmen) oder "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen), hieß es.

Weitere Kundgebungen am Sonnabend

Unter den Demonstrierenden am Alsterufer waren viele junge Menschen. Bei den Reden, die von einem Lautsprecherwagen vorgetragen wurden, ging es um Rassmismus nicht nur in USA, sondern auch in Deutschland. Auch für Sonnabend sind in Hamburg weitere Kundgebungen gegen Rassismus und Polizeigewalt angemeldet.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.06.2020 | 17:00 Uhr

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