Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle ist am Abend während des Hochwassers überschwemmt. © picture alliance/ dpa Foto: Daniel  Bockwoldt

Sturmflut setzt Hamburger Fischmarkt unter Wasser

Stand: 22.10.2021 19:22 Uhr

Ein Sturmtief hat am Donnerstagabend für die erste Sturmflut dieses Herbstes in Hamburg gesorgt. Die Feuerwehr war wegen umgestürzter Bäume im Einsatz.

Die Sturmflut setzte den Fischmarkt in Altona unter Wasser. Der Scheitel sei am frühen Donnerstagabend mit 1,72 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie. Zahlreiche Schaulustige waren im Hafen, um sich das Hochwasser anzusehen. Polizisten halfen einem Mädchen an einer Brüstung. Die Neunjährige habe zwar noch im Trockenen gestanden, doch das Wasser um sie herum sei bis zu 50 Zentimeter hoch gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Große Birke stürzt auf Wohnhaus

Am Donnerstag rückte die Feuerwehr zu 51 wetterbedingten Einsätzen aus. In Bramfeld, Meiendorf, Fuhlsbüttel und Wilstorf mussten Einsatzkräfte umgestürzte Bäume von den Straßen holen, Äste waren auch auf Autos gefallen. In der Beisserstraße in Ohlsdorf an der Grenze zu Steilshoop waren die Höhenretter im Einsatz, weil eine große Birke gegen ein vierstöckiges Wohnhaus gekippt war. Mithilfe eines Krans konnte der Baum entfernt werden. Eine weitere Birke hatte dort zwei Autos beschädigt.

Das Bezirksamt Altona ordnete vorsorglich die Schließung des Wildgeheges Klövensteen an. Herunterfallende Äste seien eine Gefahr, hieß es. Insgesamt richtete der erste Herbststurm des Jahres in Hamburg aber nur geringe Schäden an.

Verspätungen im Zugverkehr

Leidtragende des Sturms waren allerdings viele Bahnreisende. Vor allem Richtung Kiel, Flensburg und Sylt gab es immer wieder Störungen, weil beispielsweise Äste auf Gleise stürzen. Auch bundesweit gab es laut Deutscher Bahn massive Störungen. In Nordrhein-Westfalen wurde der Zugverkehr vorübergehend eingestellt.

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