Auf der Autotür eines Streifenwagens steht der Schriftzug Polizei. © NDR Foto: Julius Matuschik

Studie "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" startet

Stand: 22.10.2020 18:56 Uhr

In Hamburg werden 23.000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren nach ihrem Sicherheitsempfinden und ihrer Wahrnehmung der Polizeiarbeit befragt.

Die anonyme Umfrage ist Teil einer bundesweiten Studie zur "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland", bei der insgesamt 122.000 zufällig ausgwählte Menschen befragt werden sollen. Es handelt sich um die erste Welle regelmäßiger Bevölkerungsbefragungen zu den Themen Kriminalität, Opferwerdung und Sicherheitsempfinden.

VIDEO: Umfrage der Polizei: Wie sicher fühlt sich Hamburg? (2 Min)

"In Hamburg fragt man nach" steht auf einem Plakat der Polizei zu der neuen Studie. "Am Ende wollen wir wissen, wo genau dem Bürger der Schuh drückt, welches subjektive Sicherheitsgefühl er hat, wo man nachbessern muss und wie er die Polizei wahrnimmt", sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am Donnerstag.

Auch spezifische Fragen für Hamburg

Neben einem allgemeinen bundesweit gültigen Fragebogen gibt es 13 zusätzliche Fragen, die sich auf Hamburger Themen beziehen. Die Umfrage wurde vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft ausgearbeitet. Die Befragten wurden per Zufallsgenerator ausgewählt. Sie werden jetzt angeschrieben. Hausbesuche wird es nicht geben. Ausdrücklich wies die Polizei darauf hin, dass der Kontakt per Post erfolgt - Anrufe oder gar persönliche Besuche werde es nicht geben.

Die bundesweite Befragung geht auf eine Auftrag der Innenministerkonferenz aus dem Jahre 2017 zurück. Die Ergebnisse werden wohl erst Anfang 2022 vorliegen. Die Studie soll dann regelmäßig alle zwei Jahre wiederholt werden.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.10.2020 | 18:00 Uhr

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