Stand: 18.07.2018 06:00 Uhr

Sozialwohnungen: Längerer Schutz vor Mieterhöhungen

Der Hamburger Senat verlängert die Bindungsfrist für Sozialwohnungen um fünf Jahre. Das erklärte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) in einem Interview mit NDR 90,3. Die SPD-Politikerin sagte: "Wir haben uns jetzt mit der Wohnungswirtschaft geeinigt. Das heißt, wir können ab dem 1. Januar kommenden Jahres Bindungslaufzeiten von 20 Jahren neu vereinbaren." Bisher waren es 15 Jahre.

Dorothee Stapelfeldt, Senatorin in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen © Senatskanzlei Hamburg Foto: Bina Engel

Sommerinterview mit Dorothee Stapelfeldt

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Im Sommerinterview mit NDR 90,3 spricht Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt über die neuen Entwicklungen und sozialen Aspekte in der Wohnungswirtschaft.

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Regelung gilt für neue Wohnungen ab 2019

Wer in eine neue Sozialwohnung zieht, die nach dem 1. Januar bewilligt wird, ist also fünf Jahre länger vor Mieterhöhungen sicher. Zudem darf der Eigentümer erst nach 20 Jahren beim Neubezug die volle Marktmiete kassieren. Der Senat sichere so das günstige Wohnen, meint die SPD-Senatorin: "Das ist natürlich sehr wichtig, dass wir die Zahl der Sozialwohnungen halten, die wir jetzt haben. Wir sind jetzt knapp unter 80.000." Vor 30 Jahren waren es noch 300.000 Wohnungen.

SAGA erhöht sogar auf 30 Jahre

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft SAGA verlängert die Sozialbindung bei Neubauten sogar auf 30 Jahre. Zudem garantiert die SAGA zusätzlich jährlich 500 Hamburgern mit Wohnberechtigungsschein eine Wohnung, sagte Stapelfeldt NDR 90,3: "Es waren bislang 3.000 Wohnungen. Jetzt kommen 500 dazu. Und das ist - finde ich - eine extrem gute Leistung." Darunter sind 2.000 Wohnungen für Menschen mit vordringlichem Bedarf, wie alleinerziehende Mütter oder auch Obdachlose.

Vermietungen an Touristen werden eingeschränkt

Schärfer will Stapelfeldt gegen die Zweckentfremdung von Wohnungen vorgehen. Zwar lehnt sie die vom Bezirk Hamburg-Mitte geforderte Sonderkommission ab. Aber künftig darf man Wohnungen nur noch zwei statt sechs Monate pro Jahr an Touristen untervermieten.

Weitere Informationen

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Wer seinen Urlaub in Hamburg verbringen will, muss nicht ins Hotel - unzählige Angebote für Wohnungen locken auf Internetseiten. Dagegen will die SPD im Bezirk Mitte jetzt vorgehen. (10.7.2018) mehr

Wohnungsbau wird für SAGA schwieriger

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.07.2018 | 06:00 Uhr

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