Stand: 15.09.2019 20:45 Uhr

Schüler entwickeln Drohnen für Seenotrettung

Menschen mit Hilfe von Drohnen zu retten, dieser Aufgabe haben sich drei Schülergruppen auf Einladung der Hamburger Forscher-Nachwuchsinitiative NAT gestellt. Konkret sollten sie eine Drohne für die Seenotrettung entwickeln. Gerade durften sie ihre Flugobjekte an der Hafencity-Universität starten lassen. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten zum Teil auch die Flug-Software selbst.

Schüler entwickeln eine Drohne für die Seenotrettung

Schüler entwickeln Drohnen für Seenotrettung

Hamburg Journal -

Drohnen können missbraucht werden - aber auch helfen. Die Hamburger Forscher-Nachwuchsinitiative NAT hat Schüler eingeladen, selbst Drohnen zu entwickeln - für Hilfseinsätze.

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Projekt NAT soll für Naturwissenschaft begeistern

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Löten, Schrauben, Verkabeln gehört für die Schülerinnen und Schüler beim Drohnen-Bauen auch dazu.

Die Teams hatten unterschiedliche Aufgaben. Dem Team "Kamera" gelang es beispielsweise, ihre Drohne so zu programmieren, dass sie nur Bilder überträgt, wenn sie etwas aufgespürt hat - um Energie zu sparen. "Unser Ziel ist es, mit der Drohne zum Zielort zu fliegen. Sobald man dort ist, die Kamera anzuschalten, um den Ort herumzufliegen und eine Videoübertragung zu ermöglichen", erklärt einer der Schüler. Das Team "Seilwinde" kann mit seiner Drohne ein Gewicht von einem Kilogramm transportieren - das können Rettungsmittel oder Medikamente sein. Die Drohne wirft die Last am Zielort automatisch ab.

Verkabeln und die Software aufarbeiten

Die Schüler mussten zum Teil auch die Flug-Software selbst programmieren. "Wir fangen hier tatsächlich an der Basis an", sagt Matthias Wilkens vom Hamburger Unternehmen NXP, das am Projekt beteiligt war. "Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe bekommen, erst die Hardware zusammen zu bauen - dazu gehören Löten, Schrauben, Verkabeln - und dann die Software aufzubereiten."

Das Projekt NAT soll Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften begeistern. Denn Hochschulen und Firmen suchen in diesem Bereich Fachkräfte. "Jetzt sehen wir durch das Thema Klimawandel und die Digitalisierung, dass diese Kompetenzen noch stärker gefragt sind als früher", sagt Sabine Fernau vom Institut für Naturwissenschaft und Technik.

Feuerwehr und Polizei nutzen Drohnen

Die Anwendungsbereiche für Drohnen sind sehr unterschiedlich. Konzerne wie Amazon oder Google arbeiten an Lieferdrohnen mit großen Reichweiten. Andere Drohnen werden dafür genutzt, Pflanzenschutzmittel gezielt und sparsam auf Felder zu bringen. Feuerwehren nutzen Aufklärungsdrohnen etwa bei Waldbränden. Die Polizei setzt sie zur Suche von vermissten Menschen ein.

Der nächste Schritt ist es, solche Such-Systeme leistungsfähiger zu machen. Ganze automatisierte Drohnen-Schwärme könnten die Einsatzkräfte bei der Rettung von Menschen unterstützen. Es gibt also noch einiges zu tun für junge Forscher.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 09.09.2019 | 19:30 Uhr

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