Stand: 01.11.2019 13:16 Uhr  - NDR 90,3

Schmuggel von Rüstungsgütern: Prozess gestartet

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg ist seit Freitag ein russischer Geschäftsmann angeklagt. Ihm wird ein Verstoß gegen das Russland-Embargo vorgeworfen. Der 69-Jährige soll Rüstungsgüter nach Russland geschmuggelt haben. Einmal soll er laut Anklage Sprengstoff in seinem Reisegepäck transportiert haben. Ein anderes Mal soll er die gefährliche Substanz per Post verschickt haben.

Falsche Adressaten angegeben

Zudem soll der 69-Jährige zwei Spezialpressen nach Moskau geschickt haben, die zum Bau von Raketen geeignet sind. Die Bundesanwalt hält ihm vor, gewusst zu haben, dass die Presse diesem Zweck dienen könnten. Um die verbotenen Lieferungen zu kaschieren, soll er demnach falsche Papiere ausgestellt und andere Empfänger angegeben haben als die Rüstungsfirmen, an die die Lieferungen tatsächlich gingen. Im Dezember war der Angeklagte festgenommen worden, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Die Europäische Union hatte 2014 ein striktes Embargo gegen Russland verhängt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.11.2019 | 13:00 Uhr

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