Stand: 23.03.2018 07:13 Uhr

Hafenschlick-Problem verschlingt Millionen

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Saugbagger bringen Schlick aus dem Hamburger Hafen bis kurz vor Helgoland in die Nordsee.

Im Hamburger Hafen ist kein Ende der Probleme mit dem Hafenschlick in Sicht. Trotz millionenteurer Baggerungen leidet der Hafen weiter unter hohen Schlickmengen.

100 Millionen Euro pro Jahr

Schon viel zu lange zahle Hamburg jährlich fast 100 Millionen Euro dafür, dass die Elbe ihre Tiefe halte, kritisierte FDP-Hafenexperte Michael Kruse. Der größte Teil des Schlicks werde gleich hinter der Stadtgrenze wieder in die Elbe gekippt bei der Elbinsel Neßsand. Kostenpunkt: rund elf Millionen Euro jährlich.

Noch teurer wird es, wenn der Schlick weiter raus in die Nordsee gebracht wird zur Tonne E 3 vor Helgoland. Die Kosten dafür stiegen von 22 Millionen Euro 2016 auf rund 24 Millionen Euro für 2017, wie aus der Senatsantwort auf eine FDP-Anfrage hervorgeht. Der rot-grüne Senat müsse schnell handeln, bevor der Hafen zu einer nassen Sandkiste werde, kritisiert Kruse. Im vergangenen Jahr waren rund elf Millionen Kubikmeter Schlick in Hamburg gebaggert worden - ähnlich viel wie 2016.

Wirtschaftsbehörde: Neue Peilverfahren

Die Hafenverwaltung HPA arbeite im Rahmen eines internationalen Projekts daran, inwieweit trotz des Schlicks die Elbe noch schiffbar sei, heißt es aus der Wirtschaftsbehörde. Dabei gehe es um neue Peilverfahren, für die noch keine internationalen Standards vorliegen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 23.03.2018 | 08:00 Uhr

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