Stand: 05.09.2018 06:24 Uhr

Rot-Grün ringt um Spätflieger-Kompromiss

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Die Zahl der Verspätungen nach 23 Uhr hat seit Jahresbeginn noch einmal um rund 20 Prozent zugenommen

Der Streit um Verspätungen am Flughafen wird nach Informationen von NDR 90,3 zur Zerreißprobe für Rot-Grün in der Bürgerschaft. Bis Donnerstag soll ein Kompromiss gefunden werden, wie die Zahl der Nachtflüge deutlich reduziert werden kann.

Komplettverbot ab 23.30 Uhr?

Während Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) kürzere Betriebszeiten ablehnen, gibt es dafür bei Teilen der Grünen Sympathie. Ein Kompromiss, über den nach Informationen von NDR 90,3 derzeit gerungen wird, könnte folgendermaßen aussehen: Starts nach 23 Uhr soll es künftig auch im Ausnahmefall nicht mehr geben, für verspätete Landungen soll der Airport nur noch bis 23.30 Uhr offen sein. Bislang dürfen verspätete Flieger bis Mitternacht starten und landen.

Handelskammer warnt

Am Donnerstagnachmittag berät der Umweltausschuss der Bürgerschaft über das Problem. Die Zahl der Verspätungen nach 23 Uhr hat seit Jahresbeginn noch einmal um rund 20 Prozent zugenommen. Handelskammer und der CDU-Wirtschaftsrat warnen davor, die Verspätungsregelung zu verschärfen. Handelskammer-Präses Tobias Bergmann sagt, der Flughafen sei als internationaler Verkehrsknotenpunkt für Unternehmen und Hamburger ein entscheidender Standortfaktor und ein großer Arbeitgeber.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.09.2018 | 06:00 Uhr

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