Ein Regionalligaspiel zwischen Heider SV und Altona 93. © picture alliance / NurPhoto | Peter Niedung Foto: Peter Niedung
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AUDIO: Diebsteich bekommt kein Drittliga-Stadion (1 Min)

Regionalliga-Stadion statt Drittliga-Arena am Diebsteich

Stand: 09.12.2022 11:52 Uhr

Hamburg bekommt kein Drittliga-Fußballstadion am Diebsteich. Das hat eine Machbarkeitsstudie ergeben, die die Stadt am Donnerstag im Hauptausschuss Altona präsentieren hat. Gebaut wird aber ein günstigeres Regionalliga-Stadion.

Rund 30 Millionen Euro weniger kostet ein Regionalliga-Stadion. Denn bei einem Drittliga-Stadion wären VIP-Räume, Kameraplätze, mehr Barrierefreiheit und Fluchtwege erforderlich. Die Zuschauerzahl hingegen bleibt den Plänen zufolge fast gleich: Der Senat will ein Regionalliga-Stadion mit 4.900 Plätzen bauen - das sind nur 100 Plätze weniger als in der höheren Klasse. Und die Stadt sieht noch weitere Vorteile: Im kleineren Stadion ist Kunstrasen erlaubt, der mehr Trainingsstunden zulässt als auf Gras. Außerdem können Nebenflächen anders genutzt werden.

Hamburger Fußballbund forderte Drittliga-Stadion

Eines ist den beteiligten Behörden für Bauen, Finanzen und Sport wichtig: Man breche kein Versprechen. Der Verein Altona 93 soll 2027 von der Adolf-Jäger-Kampfbahn an den Diebsteich umziehen. Dem heute fünftklassigen Verein hatte die Stadt ein Stadion für die vierte Liga, die Regionalliga, zugesagt. Später forderte der Hamburger Fußballbund ein Drittliga-Stadion - und der Viertliga-Verein Teutonia 05 schloss sich dem an. Der Verein aus Ottensen hatte zuletzt den Hamburger Pokal gewonnen. Daraufhin traf er in der ersten Runde des DFB-Pokals auf RB Leipzig - und konnte sein Heimspiel wegen eines geeigneten Stadions nicht in Hamburg austragen und spielte stattdessen in Leipzig.

CDU: "Drittliga-Stadion wäre eine Chance für Hamburg"

Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Fraktion, kritisierte die Abkehr von der größeren Variante: "Hamburg will eine Active City sein, schafft es aber nicht, ein Drittliga-Stadion am Diebsteich zu bauen, das im gesamtstädtischen Interesse wäre." Alles andere als ein Drittliga-Stadion wäre eine Entscheidung gegen Hamburg als Sportstadt, so Thering weiter.  Auch Altonas CDU-Fraktionschef Sven Hielscher fordert das größere Drittliga-Stadion. Er sieht darin eine einmalige Chance für die Stadt. Dagegen erklärte der SPD-Fraktionschef in der Bezirksversammlung Altona, Thomas Adrian, Ziel der Stadt sei es, das Sportplatz-Problem für Altona 93 zu lösen - und dieser Verein habe stets auf ein Regionalliga-Stadion gesetzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.12.2022 | 08:00 Uhr

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