Stand: 27.07.2020 14:28 Uhr  - NDR 90,3

Regenbogenflagge weht am Hamburger Rathaus

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Start der Pride Week: Am Hamburger Rathaus wurde die Regenbogenflagge gehisst.

Am Hamburger Rathaus weht wieder die Regenbogenflagge: Gemeinsam haben Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne), Sozialsenatorin Melanie Leonhard und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (beide SPD) damit am Montag im Rahmen der Pride Week ein Zeichen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gesetzt. Nicht nur das Rathaus zeigt Flagge. Auch viele Behörden, Gerichte und Unternehmen präsentieren Hamburg als offene und tolerante Metropole.

"Hamburg ist bunt und vielfältig"

"Hamburg ist bunt und vielfältig - das zeigen die Regenbogenflaggen in der ganzen Stadt eindrucksvoll", erklärte Fegebank. Leonhard sagte: "Das Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus unserer Stadt gehört fest zur Pride Week. Es ist das Symbol dafür, dass Hamburg die Welt sieht, wie sie ist: facettenreich, divers und vielseitig." Veit ergänzte, es sei wichtig, jedem Anzeichen von Intoleranz und Vorurteilen entschieden entgegenzutreten und Flagge zu zeigen.

Fahrraddemo statt Parade am Sonnabend

Wegen der Corona-Pandemie kann die Pride Week nicht wie üblich gefeiert werden. Der traditionelle Höhepunkt war in den Vorjahren stets die große Parade anlässlich des Christopher Street Days (CSD). Stattdessen soll es in diesem Jahr am Sonnabend eine Fahrraddemonstration geben. Der Verein Hamburg Pride habe sich für eine Fahrraddemo zum CSD entschieden, da der notwendige Abstand auf Fahrrädern sicher umsetzbar erscheine, hieß es. "Der Infektionsschutz hat auch für uns oberste Priorität", sagte der Vereinsvorsitzende Stefan Mielchen. Ein Hygienekonzept sehe Vorsichtsmaßnahmen wie Mindestabstand, das Tragen eines Mund-Nasenschutzes und eine Aufstellung in Blöcken zu 100 Teilnehmern vor. Am Montag wurde die Genehmigung für eine Veranstaltung mit bis zu 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erteilt. Zuvor war die Teilnehmerzahl durch die Versammlungsbehörde auf 1.000 begrenzt worden, dagegen hatte der Veranstalter Widerspruch eingelegt.

Erinnerung an Proteste nach Razzia 1969 in New York

Der CSD steht weltweit für den Widerstand der Homosexuellen gegen Diskriminierung. Er wird jedes Jahr im Sommer mit Paraden, Demonstrationen und Festen gefeiert. Der CSD geht auf das Jahr 1969 zurück, als es nach einer Polizei-Razzia im New Yorker Bezirk Greenwich Village zu dreitägigen, massiven Protesten von Lesben, Schwulen, Transgender-Menschen und Bisexuellen kam. In Erinnerung daran gibt es seit 1980 auch in Hamburg eine alljährliche Parade.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.07.2020 | 15:00 Uhr

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