Blick auf das Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

Raubüberfall in Bergedorf: 23-Jähriger in Hamburg vor Gericht

Stand: 29.08.2022 11:27 Uhr

Eine Million Euro hatten die Täter im Safe vermutet. Um an das Geld zu kommen, brachen sie nachts in das Haus ein. Dem Hausbesitzer schlugen sie mit einer Pistole auf den Kopf, dann brachten sie ihn in den Keller, hielten ihm die Pistole an die Schläfe und zählten runter. Wenn er den Tresor nicht öffnen würde, drohten sie, würden sie ihn erschießen. Auch die 32-jährige Stieftochter des 78-Jährigen bedrohten sie mit der Waffe.

Und dann waren im Safe nur Münzen im Wert von 100 Euro und etwas philippinisches Geld. Aus Panik, dass die Einbrecher ihn nun töten würden, gab der Hausbesitzer ihnen 1.000 Euro Bargeld und den Schlüssel für sein Auto, einen Jaguar. Mit dem konnten die Täter allerdings nicht fliehen, weil sie das Garagentor nicht öffnen konnten.

Mutmaßlicher Mittäter noch unbekannt

DNA-Spuren führten die Polizei zu dem jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes Angeklagten. Der mutmaßliche Mittäter ist unbekannt. Die Ermittlerinnen und Ermittler gehen davon aus, dass die beiden einen Tipp bekommen hatten, dass bei dem Opfer, einem Apotheker, Geld zu holen sei.

Nach Verlesung der Anklage sagte der Verteidiger des Angeklagten, dass sein Mandant keine Angaben machen werde. Die Strafkammer hat zwölf weitere Termine bis zum 18. November angesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.08.2022 | 12:00 Uhr

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